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Peter Rühmkorf
Davon singet sein Mund
Wo der Schnee fault, das Feuer schimmelt, die Luft verrottet,
in Täuschland,
wo mein Entsetzen zu Haus ist,
will ich zum ersten, zum zweiten, zum letzten,
rrrumms!
will dies unverkieste Herz und, ehe das Auge trocken steht,
Lust und Wut und viele gebrechliche Dinge
lauthals preisen,
unter, ah!
Atem halten will ich, daß er uns bleibe:
Gesang!
Ja–ja, schlag er sich nur an die machtvoll rauschende Brust
und sing:
Fröhlich bin ich in Hoffart!
Schneidet er Fratzen in Frankfurt,
haut er in Hamburg sein Hirn auf den Kopf,
immer wisset:
aus Niederem nähret die Freude sich,
und was in Mops und Möwe
bellt oder segelt,
macht auch ihm seine Kehle schwellen auf Widerruf,
oh hört nur:
Hallelujah–Hallelujah,
wie er die Zunge rührt ungläubig und einmalig.
(1962)
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