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Die Zugänglichkeit von LSD war ein unterschätzes welthistorisches Ereignis.
Betrachten wir im Versuch, neutralen Urteils zu bleiben, die Weltgeschichte, so erhalten wir den Eindruck, dass beinahe jede Kultur zweierlei Arten von Drogen zu kennen glaubte. Erstens illegale Drogen, deren Rausch fremd und sündhaft war. Zweitens die legalen, in einen kultischen Rahmen eingebettete Rausch. Bei den alten Griechen war es der Wein, der eine kultische Rolle spielte, eine Eigenart, die das Christentum im Abendmahl übernahm; bei den Ägyptern, soweit wir sagen können, Bier; die alten Inder kannten Soma etc.
Das Problem mit dem LSD ist, dass dessen Rausch bisher nicht in eine sinnstifende, kultische Handlung integriert werden konnte. Studenlange Selbsterfahrung mittels Pseudohalluzinationen und Synästhesie, das konnte noch niemand sinnvoll einordnen.
Meine Prognose ist, wenn die Menschheit es schaffen sollte, das Jahr 4.000 christlicher-Zeitrechnung zu erleben, dann wird es eine Religion geben, oder was auch immer die Rolle derselben dann einnimmt, die auf ritualisierten LSD-Trips basiert, so wie das Christentum auf ritualisiertes Weintrinken.
Diese neue Weltanschauung wird ein völlig neues, für uns überraschendes Bild vom Bewusstsein zeichnen...
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