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Sklave schrieb am 1.3. 2016 um 21:22:58 Uhr über

Sklave

Unter den Musikern Berlins nahm sich Zelter des jungen Künstlers an und unterwies ihn in der Theorie; im Violoncellspiel unterrichteten ihn Kammermusikus Schmidt, Bernhard Romberg und kurze Zeit auch Moritz Ganz. Gezwungen durch den frühzeitigen Tod des Vaters (1828), mußte sich Rietz schon im zarten Jünglingsalter nach Erwerb umsehen, und so finden wir ihn denn bereits im sechszehnten Lebensjahre als Violoncellist im Orchester des Königsstädter Theaters angestellt. Bald darauf versuchte er sich zuerst als Componist; seine Musik zu Holtei’sLorbeerbaum und Bettelstab“ ward beifällig aufgenommen. Im Jahre 1834 berief ihn Mendelssohn, der damals als städtischer Musikdirector in Düsseldorf lebte, gleichfalls dorthin, um ihn als Musikdirector bei dem von Immermann gegründeten Theater zu unterstützen. Bekanntlich trennte sich Mendelssohn bald von Letzterem, und Rietz übernahm nun die alleinige Leitung der Opern. Nach Mendelssohn’s gänzlichem Weggange von Düsseldorf, welcher im nächsten Jahre, kurz vor Auflösung des Theaters erfolgte, legte auch Rietz seine Stelle nieder (1836) und übernahm in dem jugendlichen Alter von fünfundzwanzig Jahren den Posten als städtischer Musikdirector daselbst. Von da an stieg die Lebenswage des jungen Mannes. Das frische, geistig belebte Künstlerleben in Düsseldorf, die liebenswürdige Leichtlebigkeit des Rheinländers, die sagen- und poesievolle Färbung des herrlichen deutschen Stromgebietes, regte seine Productionskraft ungemein an. In Düsseldorf entstanden jene beiden Ouverturen, welche im Eingang dieser Skizze erwähnt sind, sowie die Lustspiel-Ouverture und viele andere seiner besten Compositionen. In Düsseldorf auch bildete sich in der Leitung der städtischen Concerte und einiger niederrheinischen Musikfeste sein eminentes Directionstalent aus. Daneben trat er auch noch als Violoncellvirtuos auf; man rühmte seinen „vollen kräftigen und elastischen Ton, sein geist- und gemüthvolles, echt künstlerisches Spiel“.


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