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Der erste Besuch im Freibad sollte für Hannes eine Therapie werden. Es gab aber dafür keine Gelegenheit (so, wie es René sich ausgedacht hatte).
Hannes hatte sich gleich überzeugt, dass nirgendwo Jungen waren, die ihn hätten irritieren können. René suchte in der Umkleide, bei den Duschen: nichts.
Wie das Hannes fröhlich machte. Und wie war René verblüfft: so kannte er seinen Freund gar nicht.
Hüpft doch Hannes wie ein Gleichaltriger unentwegt mit René ins Wasser, rauft sich mit ihm. Taucht allerdings nicht gern.
Wie René, unter Wasser, immer wieder an ihm entlang gleitet. Auch zwischen den Beinen hindurch, wenn Gelegenheit war.
Wenn dann Hannes eine Ruhepause lang am Beckenrand steht, und René an ihm entlang sich in die Tiefe hangelt, und lachend wieder vor ihm auftaucht!
Hannes glaubte sich in eine noch ganz andere Kindheit zurückversetzt. Millionen Jahre früher, wo er, bis er von größeren gefressen wurde, an kleineren Fischen sich satt fressen konnte. Und wie er mitten im dichten Schwarm, alle seinesgleichen, sich wohlfühlte!
Wie war das alles, beim zweiten Besuch im Freibad, anders.
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