Was müssen hämodialysepflichtige Patienten beachten? Da die Hämodialyse nicht kontinuierlich stattfindet, sammeln sich regelmäßig Wasser und Giftstoffe im Blut an. Viele Stoffe, die man mit dem Essen und Trinken in den Körper aufnimmt, werden somit nicht ausgeschieden und müssen durch die Dialysebehandlung entfernt werden. Daher muss ein Hämodialyse-Patient eine Diät einhalten. Der Patient darf höchstens ein Liter Flüssigkeit pro Tag aufnehmen - das entspricht einer Gewichtszunahme von höchstens einem Kilogramm pro Tag. Bei einer Anhäufung von Kalium im Körper kommt es zu schweren, teils lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen. Besonders viel Kalium ist in folgenden Lebensmitteln enthalten: Obst, Obstsäfte, vergorener Obstsaft wie Wein, Sekt oder Most, Schokolade, Nüsse, Marzipan, Suppen sowie im Kochwasser von Gemüse. Wenn der Patient diese Nahrungsmittel völlig oder zumindest weitgehend vermeidet, muss er in der Regel keine weiteren Diät-Einschränkungen einhalten. Empfehlenswert ist eine kalorien- und vor allem eiweißreiche Ernährung. Durch die eingeschränkte Phosphatausscheidung kommt es zum Stau dieses Salzes im Körper. Die Folge kann eine Überfunktion der Nebenschilddrüse sein, gefolgt von Knochenschäden und Arteriosklerose. Patienten müssen bei jeder Mahlzeit Tabletten einnehmen, die das Phosphat binden. Falls es von Seiten des Kalzium-Spiegels im Blut möglich ist, erfolgt auch die Gabe von Vitamin D. Bei der Dialyse kommt es zu einem Verlust von wasserlöslichen Vitaminen, der medikamentös ausgeglichen werden muss.