Diese Vision gibt mir Stärke u. Gewißheit, daß mein Entschluß Opferseele zu werden, nicht ein leichtfertiger Ehrgeiz von mir ist. Es ist nicht Selbstüberschätzung u. Eitelkeit. Ich habe niemals Visionen gehabt u. mein tägliches Leben spielt sich ab in den niedrigen Schichten der gewöhnlichen Natur. Mein Leben ist hauptsächlich Armut u. Hunger, Hitze u. Kälte, dazu künstlerische Arbeit, von der ich niemals Erfolg ernte, nicht einmal Eitelkeitserfolg, da niemand meine Arbeit sieht oder gar sie lobt. Wirklich ist mein Leben nichts als gewöhnliche Plage, in der kein Raum ist für übernatürliche Erlebnisse. Mein religiöses Leben besteht in nichts weiter als im täglichen Besuch der Messe, im täglichen Empfang der hl. Eucharistie, u. im übrigen in dem ehrlichen Bestreben, die gewöhnlichen Tugenden eines Christenlebens zu üben, wobei ich mir stets Rechenschaft gebe über meine vielerlei Schwächen. Nur daß in mir eine geheimnisvolle Kraft am Werke ist, die mich immerfort vorwärts zu treiben scheint, doch bin ich wie ein Gaul, der vor einen zu schweren Wagen gespannt ist. Ich ziehe u. ziehe u. komme anscheinend doch um keinen Schritt vorwärts.