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Die Leiche, am 22.12. 2007 um 10:37:02 Uhr
Macht

Jede Chance, den eigenen Willen gegen gesellschaftlichen Widerstand durchzusetzen - so die berühmte, glasklare Macht-Definition Max Webers.

Es ist grotesk, welche Verrenkungen mit dem Begriff der Macht veranstaltet werden, die mit allem möglichen konnotiert wird: dem Kapital (ob jüdisch oder nicht), der Kirche, dem Privateigentum, dem Staat usw. usw. bis hin zu sektiererischen Verschwörungstheoretikern, die hinter jedem Übel dieser Welt eine verborgene »Macht« am Werke sehen, die man sich etwa als eine Kreuzung zwischen Ridley Scotts »Alien« und Franz-Josef Strauss vorzustellen hat. Diese Leute gucken eindeutig zuviele Horrorfilme und lesen zuviele Bücher, die viel zu leicht verstanden werden können.

Ein Leben ohne Macht - ohn-mächtig ist für keinen Menschen möglich; er würde zugrunde gehen. Selbst dem Sklaven wohnt Macht inne - schon Camus hat hat statuiert, daß der revoltierende Sklave weit mächtiger sei, als der regierungssüchtige Herr.


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