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Hans*im*Glück, am 3.6. 2005 um 14:13:38 Uhr
tolerant

Auf den Punkt gebracht: tolerant ist ein Synonym für verlogen.

Ich bin gezwungen, viel Schrecken auszuhalten, sprich: die Menschen um mich herum zu ertragen (weil ich kein Geld = keine Macht habe, und mich nicht traue, böse zu sein) - aber tolerant bin ich deshalb noch lange nicht.

Die Annahme, man sei tolerant, stützt sich in 999 von 1000 Fällen auf Selbstbetrug - unterhalte dich 20 Minuten mit einem Menschen, und seine sogenante 'Toleranz' wird zusammen gestürzt sein wie ein Kartenhaus. Auch bei Windstille.

Wenn er niemanden erschlägt in Gedanken in diesen 20 Minuten, ist das schon viel.

Tolerant sein heißt in der Praxis das an sich Abgelehnte trotzdem ertragen: das ist ja nicht schlecht (obwohl eine Selbstverständlichkeit in zivilisierten Gesellschaften); unbefriedigend finde ich es, weil es abplatzt wie alter Firnis, sobald man die Macht hat, es nicht mehr ertragen zu müssen.

Mir ist in 58 Jahren persönlich noch nicht eine Ausnahme begegnet; und den weisen Gurus in Asien traue ich dabei nicht einen Millimeter mehr über den Weg.





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