>Info zum Stichwort Band | >diskutieren | >Permalink 
wuming schrieb am 22.5. 2010 um 00:27:51 Uhr über

Band

Coil war eine britische Avantgarde-Band.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Bandgeschichte
2 Musikalischer Stil
3 Diskografie
3.1 Alben
3.2 Compilations
3.3 Singles / EPs
4 Literatur
5 Quellen
6 Weblinks


Bandgeschichte [Bearbeiten]
Die Gruppe Coil wurde 1983 von John Balance in London gegründet. London war damals die Anlaufstelle für Musiker und Bands aus den experimentelleren Bereichen der Musik. Sowohl Noise, Industrial als auch Neofolk wurden hier entwickelt. Dies sorgte dafür, dass sich die Musiker untereinander austauschten und ein Jahr später schloss sich Peter Christopherson, genannt Sleazy, Coil an. Christopherson hatte zuvor die Band Throbbing Gristle mitbegründet. Beide waren auch Mitglieder von Psychic TV, einem der Nachfolgeprojekte von Throbbing Gristle. Auch andere Mitglieder der Industrial-Szene entstammten diesem Umfeld. Künstlerische Differenzen über die musikalische Zukunft von Psychic TV waren schließlich der Auslöser dafür, dass Christopherson und Balance gemeinsame musikalische Wege gingen und dafür den von Balance bereits genutzten Namen Coil verwendeten.

Am 13. November 2004 starb John Balance an schweren Kopfverletzungen, nachdem er unter Alkoholeinfluss im Treppenhaus des von ihm und Christopherson bewohnten Hauses gestürzt war[1]. Daraufhin verkündete Peter Christopherson das Ende von Coil.

Ein Musikvideo zu Coils Coverversion von Gloria Jones'/Ed Cobbs Tainted Love, in dem Marc Almond als Todesengel auftritt, wird im Museum of Modern Art ausgestellt, obwohl mehrere Fernsehsender sich weigerten, das Video aufgrund seiner AIDS-Thematik zu spielen. Für den Film Hellraiser bat Regisseur Clive Barker die Band, die Filmmusik zu komponieren, die dann allerdings vom Studio abgelehnt wurde. Sie wurde zunächst als 10"-Single und später auch mit zusätzlichem Material als Maxi-CD unter dem Titel The unreleased Themes for Hellraiser bei dem Bonner Label Normal veröffentlicht.

Musikalischer Stil [Bearbeiten]
Die Musik von Coil ist düster und psychedelisch, variiert aber von Aufnahme zu Aufnahme. Samples, Synthesizer, Tape Loops werden ebenso benutzt wie orchestrale Instrumente. Einflüsse von Folkmusik bis hin zu Acid House sind je nach Album zu hören. Sexualität, Drogen und Spiritualität werden häufig thematisiert.

Zwischen der Gruppe und den anderen Projekten desselben künstlerischen Dunstkreises fand ein reger Austausch von Gastmusikern statt. Besonders hervorzuheben wären hier J. G. Thirlwell von Foetus, Stephen Thrower von Cyclobe, Gavin Friday, Boyd Rice, Steven Stapleton von Nurse With Wound, Current 93 und Marc Almond von Soft Cell.

Bands wie Nine Inch Nails, Marilyn Manson und Ulver zählen Coil zu ihren Einflüssen.

Diskografie [Bearbeiten]
Alben [Bearbeiten]
1984: Transparent
1984: Scatology
1986: Horse Rotorvator
1987: Gold Is The Metal
1988: Scatology - 1988 Reissue
1991: Love's Secrets Domain
1994: The Angelic Conversation
1995: Worship the Glitch
1996: Black Light District: A Thousand Lights in a Darkened Room
1998: Time Machines
1999: Astral Disaster (LP)
1999: Musick to Play in the Dark
2000: Astral Disaster (CD)
2000: Constant Shallowness Leads to Evil
2000: Musick to Play in the Dark 2
2001: Scatology - 2001 Reissue
2003: The Plastic Spider Thing (Remixed)
2003: Moon's Milk
2003: Live One
2003: Live Two
2003: Live Three
2003: Live Four
2004: Selvaggina, Go Back into the Woods
2005: …And the Ambulance Died in His Arms
2005: Black Antlers
2005: The Ape of Naples
Compilations [Bearbeiten]
1990: Unnatural History I
1992: Stolen And Contaminated Songs
1995: Unnatural History II
1996: Windowpane/The Snow
1997: Unnatural History III
2002: The Golden Hair With a Voice of Silver (2 CD, ursprünglich ein russisches Bootleg, nachträglich durch die Band autorisiert)
Singles / EPs [Bearbeiten]
1984: How To Destroy Angels
1985: Panic
1987: The Anal Staircase (12")
1987: The Unreleased Themes for Hellraiser (10")
1987: The Wheel (7")
1990: Windowpane (12», auch als 12« Picture Disk)
1991: The Snow (12")
1992: How to Destroy Angels (Remixes and Re-Recordings) (CD)
1993: Airborne Bells
1993: Themes for Derek Jarman'sBlue“ (7", auf 1.000 Stk. limitiert, 23 Exemplare in gelbem Vinyl, der Rest dunkelblau.
1994: pHILM #1 (10")
1996: Coil Vs. Elph (10")
1998: Summer Solstice: Bee Stings
1998: Autumn Equinox: Amethyst Deceivers (7", mit zusätzlichem Material auch als CD)
1998: Spring Equinox: Moon's Milk
1999: Winter Solstice: North
Literatur [Bearbeiten]
David Keenan: England's Hidden Reverse: A Secret History of the Esoteric Underground. New edition, 2004. ISBN 978-0946719679
Quellen [Bearbeiten]
The Death of Jhonn Balance of Coil
Weblinks [Bearbeiten]
Porträt bei laut.de
Coil Website (engl.)
Website von Coils Label The Threshold House (engl.)
Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Coil_(Band)“
Kategorie: Britische Band


   User-Bewertung: /
»Band« ist ein auf der ganzen Welt heiß diskutiertes Thema. Deine Meinung dazu schreibe bitte in das Eingabefeld.

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »Band«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »Band« | Hilfe | Startseite 
0.0333 (0.0253, 0.0066) sek. –– 946890920