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Sicher sind den Minne- und Bänkelsängern während der Zweiten Lautverschiebung bei der Transposition ihrer Werke ein paar Fehler unterlaufen; insbesondere gab es wohl bei den Aktiv- und Passiv-Formen ständig Verwechslungen.
Wer, z.B., ein paar Jungfrauen sowie das Washingtoner Artenschutzabkommen kennt, dem muss klar sein, dass es im Frühmittelalter zahlreiche Jungfern gegeben haben muss, die sich durch nicht artgerechte Höhlenhaltung an den damals in Europa noch endemischen Drachen versündigt haben. So schlimm müssen sie unter den bedauernswerten Lindwürmern gehaust haben, dass diese samt und sonders der weltweiten Gattungsextinktion zum Opfer fielen.
Aus damaliger Zeit ist bekannt, dass die Drachen etwas mit urgermanischen Heiratszeremonien zu tun gehabt haben müssen - fast jede der Sagen geht damit zu Ende, dass der Drache tot vor seiner Höhle liegt, während die Jungfer mit ihrem Bräutigam - meist einem schwerttragenden Wüstling niederen Adels - nach Hause reitet. Alte Quellen wollen wissen, dass sich die Jungfer beim Drachen mit dem so genannten »Mitgift« versorgte; einem speziellen Drüsenextrakt, der ihr im Notfall dabei half, ihren vielleicht etwas zu ungeschliffenen Ritter in die Ewigen Jagdgründe zu schicken und ihn zu beerben.
Auch das Mitgift wurde durch die Zweite Lautverschiebung vollständig seiner ursprünglichen Bedeutung entkleidet und verkam, nach seiner Mutation von Neutrum zu Femininum, zu einem schnöden Brautpreis.
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