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Michail fährt mich heute zu den Lagerräumen, die er hier gemietet oder gekauft hat.
Wo endlich die Dido-und-Aeneas-Theater-Klamotten angekommen sind.
Ein mir ganz unbekanntes Industriegelände.
In einer Lieferzone halten wir, steigen eine Rampe hoch. Ein elektronisch gesicherter Eingang.
Dann treppauf, treppab, einen Gang entlang, eine große Tür mit Querriegel.
Notbeleuchtung; Michail sucht den Lichtschalter.
Ein Tisch aus gestapelten Paletten, darauf ein Haufen weißer Schuhe.
Eine Kleiderstange, eine Menge Kleiderbügel, jeder mit Jacke und Kniebundhose.
Ich schiebe die Kleider auseinander, um eine Garnitur herauszunehmen - wie kalt sich der Stoff anfühlt!
Michail: alles war zuvor im Kühlraum.
Wegen Motten oder sonstigem Befall.
Noch jemand erscheint, steckt in einem Overall - wer aus der Kapuze herausschaut, kommt mir bekannt vor.
Ada, die Dolmetscherin.
Bei Chorproben steht sie nur herum - hier hat sie sinnvoll was zu tun.
Auch zuhause betreiben seine Leute ein Kühlhaus, berichtet Michail. Er habe den Verdacht, in seiner Firma werde, mit falschen Etiketten versehen, militärisches Material gelagert. Elektronikbauteile? ein Angriffsziel für Drohnen aus der Ukraine! Bislang sei von Angehörigen oder Mitarbeitern noch niemand zu Schaden gekommen.
Vorerst frage ich nicht, was er eigentlich hier noch alles lagert.
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