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Baumhaus schrieb am 23.3. 2010 um 22:12:02 Uhr über
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Der letzte Eintrag zu diesem Stichwort ist aus dem Jahr 2007. Jeder hat so ein Ding, eine Digitalkamera ist nichts Besonderes mehr. Und es sagt auch niemand mehr »Digitalkamera«. Würde ja auch niemand auf die Idee kommen, »Digitalrechner« zu einem Computer bzw. PC zu sagen.
Ein Phänomen unserer Kultur, ein Phänomen der Sprache? Was in aller Munde, was Usus ist, wird in der Gebrauchssprache immer weiter verkürzt. Jeder hat eine »Cam«. Mobiltelefon? Jeder hat ein »Handy«. Electronic Mailing? Jeder schickt »Mails«. »World Wide Web«? Jeder ist im »Netz«.
Was populär ist, wird smalltalktauglich zusammengekürzt, wird Pop. Digitalkameras sind Pop.
Mit der Sprache verändert sich aber auch das Verhältnis zu den Dingen. Man könnte vielleicht von einer Entwertung sprechen. Aber das trifft es nicht ganz. Denn der Gebrauchswert ist hoch und wächst sogar mit steigender Popularität. Nur die menschliche Eigenschaft, sich schnell an Tatsachen zu gewöhnen, führt zu einem sinkenden subjektiven Wert. Die Macht, überall und jederzeit Bilder festhalten und wieder löschen zu können, ist dermaßen präsent, daß die Faszination und somit auch die Freude an ihr verblaßt wie ein altes Farbfoto.
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Versuche nicht, auf den oben stehenden Text zu antworten. Niemand kann wissen, worauf Du Dich beziehst. Schreibe lieber einen eigenständigen Text zum Thema »Digitalkamera«!
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