»Geld, Gold und Gottspieler« ist der Titel einer aufschlussreichen neoliberalen Kampfschrift eines Autors namens Roland Baader - eines neoliberalen Privatgelehrten. »Neoliberal« heißt hier die Wiederentdeckung klassischer Lehren der Nationalökonomie und Kritik der herrschenden sozialdemokratischen Kommando- und Verschwendungswirtschaft. Die entsprechende Schule wird in der lingua franca der Ökonomen auch als »the austrians« bezeichnet, weil ihre Säulenheiligen Ludwig v. Mieses und Leopold v. Hayek aus Österreich stammen. Das Buch von 2004 ist neben seiner auch für ökonomisch weniger Beschlagene verständlichen Darstellung insbesondere auch dadurch empfohlen daß der seit 2007 tobende Malstrom der Weltwirtschaftskrise sehr präzise vorausgesagt wird. Der Titel ist etwas sperrig: »Geld« und »Gold« - ok, klar. Aber was sollen »Gottspieler« sein zum Teufel noch mal ? Es sind diejenigen rhetorisch immer noch herrschenden weiten Kreise von Hysterikern, die da meinen, mit theoretischen Konstrukten ein Paradies auf Erden schaffen zu können, zu wollen - ja in ethischer Hinsicht: zu müssen. Diejenigen, die stets nach »Regulierung« schreien und dem totalitären Herrschaftsanspruch der Intellektuellen das Wort reden.