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Zum Thema Rechtswissenschaften zitiere ich gerne den von Kirchmanns »Die Werthlosigkeit der Jurisprudenz als Wissenschaft« :
"Es widerspricht der Natur des menschlichen Geistes, der gleich kräftig ist und bleibt, mag der Gegenstand wohin er sich wendet, sein, welcher er wolle. Gesetzt also, die Jurisprudenz wäre wirklich hinter den andern Wissenschaften zurückgeblieben, so kann der Grund nur in dem Gegenstände liegen, in geheimen hemmenden Kräften welche dem Gegenstände einwohnend, den Anstrengungen deS menschlichen Geistes in dieser Region hindernd entgegen treten. (...)
Die nächste Eigenthümlichkeit die hervortritt, ist die Veränderlichkeit des natürlichen Rechts als Gegenstandes der Jurisprudenz. Sonne, Mond und Sterne scheinen heute wie vor Jahrtausenden; die Rose blüht heute noch so wie im Paradiese; das Recht aber ist seitdem ein Anderes geworden. (...)"
Nun, woher nur wusste er das über den menschlichen Geist?
Die Juristen nacherzählen was der Gesetzgeber vorgibt. Darin unterscheiden sie sich von »richtigen« Wissenschaften wie der Mathematik, Physik, Historik oder sogar Literaturwissenschaft. Denn selbst die Literatur existiert unabhängig von den Entscheidungen irgendeiner Autorität.
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