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Der Platz, auf welchen man nach dem Hinabsteigen zuerst gelangt, ist der Mittelpunkt einer Reihenfolge unregelmäßiger Gänge, die sich nach rechts und links vier bis fünf Stunden weit im Umkreise erstrecken und auf die verworrenste Weise durchkreuzen. Diese Gänge sind durchschnittlich drei bis vier Ellen breit, ungefähr eben so hoch und durch den weichen Kalksteinfelsen gehauen. Im Ganzen genommen jedoch ist ihre Dimension sehr unregelmäßig und sie sind zuweilen so niedrig und schmal, daß nur eine Person hindurchpassiren kann. Hier giebt es Kreuzwege, Seitenstraßen und Sackgäßchen, in welchen man wieder umkehren muß. Soweit als die Champignonszucht betrieben wird – und diese nimmt einen sehr bedeutenden Theil der Höhle ein – sind hier und da vergitterte Oeffnungen nach oben angebracht, durch welche der nothwendige Dünger eingebracht wird und die zugleich als Luftlöcher dienen, ohne welche die Arbeiter ihre Arbeit nicht lange verrichten könnten. Jenseits des Champignonsgebiets fällt kein Lichtstrahl in diese ewige Nacht, aber selbst wo dies der Fall ist, und auch mit einem Lichte in der Hand, möchte es Jedem, der diese Gänge nicht kennt, sehr schwer fallen, ohne Führer heil Rückweg zu finden.
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