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Alvar schrieb am 25.9. 2000 um 01:29:46 Uhr über

Waldorfschule

Elternbeiträge

Eine Chancengleichheit für alle Schulen besteht in Deutschland nicht: die gemeinnützigen Schulen in freier Trägerschaft werden gegenüber den staatlichen Schulen finanziell benachteiligt, und zwar in den gegenwärtigen Spardebatten mit zunehmender Tendenz (im Gegensatz z. B. zu Schweden oder den Niederlanden, welche ihre staatlichen Schulen nicht finanziell bevorzugen). Obwohl namhafte Politiker bis hin zum Bundespräsidenten immer wieder zu einer Ermutigung privater Bildungsinitiativen aufrufen, hat sich die Tendenz staatlicher Kultusverwaltungen, bei den freien Schulen stärker als bei den eigenen Schulen zu sparen, eher noch verstärkt. Da Waldorfschulen deshalb 20% bis 45% weniger finanzielle Unterstützung als staatliche Schulen erhalten, klafft eine Finanzierungslücke, die monatliche Elternbeiträge von durchschnittlich 170,- bis 300,- DM pro Kind, regional unterschiedlich, notwendig macht (in den neuen Ländern etwas weniger). Sie werden aber stets abhängig vom Einkommen in Absprache mit den Eltern festgelegt, um einen Schulbesuch nicht aus finanziellen Gründen scheitern zu lassen. Dieses System der finanziellen Solidarität unter den Schuleltern hat sich an Waldorfschulen bewährt. Ungerecht ist es dennoch, denn Eltern werden doppelt zur Kasse gebeten: Einmal sollen sie über ihre Steuern das staatliche Schulwesen mitfinanzieren; zusätzlich aber trotz grundgesetzlich garantierter freier Schulwahl für den Besuch Freier Schulen zahlen.



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