|
Aufgewachsen bin ich in Zeiten, in denen die Prügelstrafe eine Selbstverständlichkeit war. Zeiten die, Gott sei Dank, vorüber sind. In meiner mittelständischen Familie gab es – noch mal Gott sei ´s gedankt – selten was auf den Arsch.
Die erste Tracht, an die ich mich erinnere, genoss ich mit vier Jahren: Ich bekam jeden Tag 10 Pfennig Taschengeld. Eines Tages, ich hatte das Geld schon verbraucht, kam mir auf der Straße ein Nachbarjunge entgegen, glücklich eine lange Stange Lakritz in der Hand:
Gibt es bei Kunze, kostet 10 Pfennig!
Wollte ich natürlich auch gern haben, meine Mutter jedoch, übertrieben schematisch:
Nein Axel, du hast heute schon deine 10 Pfennig gekriegt.
Ich wütend ins Wohnzimmer, mir die Tränen der Enttäuschung abwischend zerschnitt ich zur Strafe eine Tischdecke. Was meine Eltern wenig begeisterte, mein Vater zog mich ins Badezimmer, ich wusste, was mit jetzt bevorstand, heulte gleich los wie ein Schlosshund.
Er löste die Träger meiner Lederhose: Lass sie man sacken, lass sie man sacken! zog mir das Unterhöschen runter und dann setzte es etwas auf den Nackten.
|