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Liquidationsdefensive, am 14.12. 2002 um 17:57:49 Uhr
Caesar

Die Philosophen von heute haben ja echt ernste Probleme, z.B. hinsichtlich der Frage, was für eine Art von Objekt denn wohl eine Zahl sei, oder was die Kriterien dafür sind, etwas als eine Zahl zu identifizieren. Dieses Problem wurde das »Julius-Caesar-Problem« getauft, was auf die folgende Bemerkung von Frege zurückgeht, der sich zuerst über solcherlei Dinge den Kopf zerbrach: »...aber wir können, um ein krasses Beispiel zu geben, durch unsere Definitionen nie entscheiden, ob einem Begriffe die Zahl Julius Caesar zukomme, ob dieser bekannte Eroberer Galliens eine Zahl ist oder nichtMag dies den Historiker nur geringfügig beunruhigen, so wäre es doch für den Mathematiker eine Katastrophe, wenn es sich bei Julius Caesar tatsächlich um eine Zahl handeln sollte, sagen wir die 123, weil damit ja alle induktiven Beweise, die bei n=0 beginnen und von n auf n+1 schließen, quasi seit dem Tode Caesars bei 123 in ein bodenloses Loch stürzen müssten, womit doch die ganze Mathematik ins Wanken geraten würde, und das alles nur wegen Caesars Sterblichkeit. Man darf also diese philosophische Frage auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen.


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