>Info zum Stichwort ErnestoMariaKillefitt | >diskutieren | >Permalink 
Prof. Dr. Gablonz-Müller-Meier schrieb am 26.2. 2010 um 23:13:44 Uhr über

ErnestoMariaKillefitt

Was mich an der mittleren Periode im Werk des Ernesto Maria Killefitt so anrührt, ist die Art und Weise, wie er zu dieser Zeit sein im Altkatholizismus neugefundenes Menschentum immer und immer wieder in fragilen poetischen Versuchen an die Oberfläche zu kommen lassen sucht, ohne dass ihm letztlich wahrhaft der Durchbruch gelingen mag. Das Romanwerk, die dramatische Dichtung, die Novellen, das alles tritt ja zu dieser Zeit merklich hinter diese Lyrik zurück. Es war ja genau die Zeit, als er sich in seine berühmte »Zellerfelder Klause« zurückgezogen hatte, weitab vom Treiben des Alltags, wo er mit seinen »Liedern über die Menschlein und ihren Unnutz« das mächtige - wenn auch unvollendete - Grundbuch der Dichtung eines - wenn man so sagen will - innerlich deutsch-katholischen, allumfassenden Skeptizismus schuf. Ich will kurz aus dem in dieser Sammlung enthaltenen Gedicht »Zum Morgenroth« zitieren:


"ich soff des Tags und in der Nacht
doch wurd' ein Kelch mir dann gebracht
Und voller Pein spie ich hinein,
der KelchDerKotze sollt' es sein!"




   User-Bewertung: /
Was hat ganz besonders viel mit »ErnestoMariaKillefitt« zu tun? Beschreibe es und erläutere warum.

Dein Name:
Deine Assoziationen zu »ErnestoMariaKillefitt«:
Hier nichts eingeben, sonst wird der Text nicht gespeichert:
Hier das stehen lassen, sonst wird der Text nicht gespeichert:
 Konfiguration | Web-Blaster | Statistik | »ErnestoMariaKillefitt« | Hilfe | Startseite 
0.0411 (0.0377, 0.0019) sek. –– 998416400