Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »ErnestoMariaKillefitt«
Duckman schrieb am 30.9. 2001 um 23:35:36 Uhr zu
Bewertung: 11 Punkt(e)
ich kann mich noch gut an die (jeweils mindestens sechs seiten umfassenden) fotoreportagen in den einschlägigen illustrierten erinnern, als es killefitt damals (ca. 1987) schaffte, der ganzen republik weiszumachen, er sei in wirklichkeit der gar nicht tote thomas münzer, und sich für einen kurzen, geschichtserhellenden augenblick die bauernmassen um ihn scharten, um gegen ihre junker und die pfaffenheit aufzubegehren. als bereits die ersten klöster niedergebrannt waren, erdreistete sich dietrich kittner aber, im zuge eines kabarettabends darauf aufmerksam zu machen, dass »herrn eugen dührings umwälzung der wissenschaft« eben nicht von guy de maupassant, sondern von friedrich engels geschrieben war, und der ganze schwindel flog auf. was für ein skandal, welch schande für killefitt! doch für ein paar wochen schien die lethargie im staate besiegt.
basti2@t-online.de schrieb am 11.10. 2001 um 00:41:09 Uhr zu
Bewertung: 16 Punkt(e)
In »Legenden einer unirdischen Palisade« legte ErnestoMariaKillefit ein umfangreiches Geständnis ab. Autobiographisch sind einige Andeutungen über Probleme mit Alkohol und Kokain.
"Orpheus: Legte die schwache Braut ich Dir zu Füßen, Hades, O, Hades. Tat es aus Trunksucht, nicht aber aus Hingabe.
Chor: O, Schmölze doch dies allzufeste Fleisch.
Ödipus: Zerging und lößt in Tau sich auf
Chor: Und hätte nicht der Ew'ge sein Gebot gerichtet gegen Selbstmord
Orpheus: Läge längst blutig ich vor Dir, o, sanftmütige Flasche.
Flasche: Tröffe nicht honigsüß berauschender Traubensaft aus meiner Öffnung, Du wärest ein guter Weltenwanderer.
Orpheus: Doch der Schnee fällt leis in meine Nasenlöcher.
Chor: Und so blau, blau, blau blüht die schwarzbraune Haselnuß, dem Toten zum Gruße. Herakles senkt sein Haupt in die wehenden Fahnen der Verdammnis.
ErnestoMariaKillefit, »Legenden einer unirdischen Palisade - Trauerspiel in 211 Akten«, CarlFriedrichHerzblut Verlag, Wien, 1977
Verda schrieb am 14.5. 2003 um 18:48:09 Uhr zu
Bewertung: 33 Punkt(e)
Ich begreifs nicht, aber EMKs kleiner Roman »Wie und womit mich eine Schwedin einmal ohrfeigte« wurde ins Persische, Arabische und sogar Kurdische übersetzt und in Saddam Husseins Schlafzimmer gefunden.
basti2@t-online.de schrieb am 22.10. 2001 um 23:20:13 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
"Die Vollständigkeit der Formen des nicht realen Bewußtseins wird sich durch die
Notwendigkeit des Fortganges und Zusammenhanges selbst ergeben. Um dies
begreiflich zu machen, kann im allgemeinen zum Voraus bemerkt werden, daß die
Darstellung des nicht wahrhaften Bewußtseins in seiner Unwahrheit nicht eine
bloß negative Bewegung ist. Eine solche einseitige Ansicht hat das natürliche
Bewußtsein überhaupt von ihr; und ein Wissen, welches diese Einseitigkeit zu
seinem Wesen macht, ist eine der Gestalten des unvollendeten Bewußtseins, welche
in den Verlauf des Weges selbst fällt, und darin sich darbieten wird. Sie ist
nämlich der Skeptizismus, der in dem Resultate nur immer das reine Nichts sieht,
und davon abstrahiert, daß dies Nichts bestimmt das Nichts dessen ist, woraus es
resultiert. Das Nichts ist aber nur, genommen als das Nichts dessen, woraus es
herkömmt, in der Tat das wahrhafte Resultat; es ist hiemit selbst ein bestimmtes
und hat einen Inhalt. Der Skeptizismus, der mit der Abstraktion des Nichts oder
der Leerheit endigt, kann von dieser nicht weiter fortgehen, sondern muß es
erwarten, ob, und was ihm etwas Neues sich darbietet, um es in denselben leeren
Abgrund zu werfen. Indem dagegen das Resultat, wie es in Wahrheit ist, aufgefaßt
wird, als bestimmte Negation, so ist damit unmittelbar eine neue Form
entsprungen, und in der Negation der Übergang gemacht, wodurch sich der Fortgang
durch die vollständige Reihe der Gestalten von selbst ergibt."
Das ist der Beweis! Hegel hat nur von ErnestoMariaKillefitt abgeschrieben. Erwischt!
Donken schrieb am 10.10. 2001 um 23:15:15 Uhr zu
Bewertung: 7 Punkt(e)
»'Keiner kann den wahren Feind töten, wenn er ihm nicht direkt gegenübersteht', sagte WALDEMEER DER GROSSE. Wir wissen heute, daß das 'Töten', das 'Auslöschen' des Feindes, oder sagen wir mal, 'Das Ausrotten des Übels schlechthin«, unmöglich ist. Das heißt noch lange nicht, daß wir damit leben müßten!
Welcher wahrhafte und aufrechte Mensch könnte dies verantworten!
Nein, es gilt, viele und neue, schöpferische, wohlausgedachte Wege - also Lösungsmöglichkeiten zu probieren! Um es deutlich zu sagen: Wenn wir dem Feind zu essen geben, damit er nicht mehr hungern muß, wenn wir ihm Aufmerksamkeit und Anerkennung geben, mamit er sie nicht mehr erstreiten muß, wenn wir ihm Arbeit geben, damit er sein Brot verdienen kann, wenn wir ihm Werkzeug geben, damit er arbeiten kann ... dann ist er nicht mehr unser Feind!"
Und darin stimme ich, gerade in der heutigen, politischen Lage, mit Ernestomariakillefitt überein.
Chrissi schrieb am 16.9. 2001 um 00:08:04 Uhr zu
Bewertung: 6 Punkt(e)
'Habaniel' ist als eines der literarischen Schlüsselwerke ErnestoMariaKillefitts zu verstehen. Der als Melange aus realer Gegenwartsbewältigungsheldenfiur und Märchenprinzgeschichte, vor allem auf die Hauptperson Habaniel angelegte Stoff, läßt den >Helden< Habaniel mit verschiedensten Figuren aus Mythos, Geschichte und Gegenwart konfrontieren, wie dem Drachen Gronkor und der Prinzessin Tiana Pu. Habaniel durchlebt gleichsam die Stadien des menschlichen Geschichtsbewußtseins, von der Entstehung der Menschheit an. Drachen, Spielleute, Dämonen, Mönche, Ritter, Magier,Elfen und Feen spielen hierbei eine ebenso große Rolle wie Könige, Kaiser, Ritter, Klöster, Bischöfe, der Papst und die öffentliche Meinung.
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