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Die Gäule, am 23.4. 2015 um 17:51:25 Uhr
Sporenreiter

Daß von uns der Winter scheide,
Wohl noch weiß ich, wers verriet
Amsel, du im schwarzen Kleide
Sangst das erste Frühlingslied
Aus dem Schnee, dem kalten, schwangest
Du dich auf zum kahlen Baum
Wenge glaubten, was du sangest
Und es schien sein schöner Traum.

Aber hier und da vernommen
Ward die Botschaft dir geglaubt
Ward es, daß der Lenz gekommen
Eh sich noch der Wald belaubt
Bald aus kühler Luft hernieder
Scholl der Lerchen Jubel auch
Und dann klangen tausend Lieder
Überall von Baum und Strauch.

Sagt, wer hat zuückgerufen
Aus der Ferndie Sänger all
Die und einstmals Freude schufen
Durch der Kehlen süßen Schall?
Wem, zur Heimkehr sie zu mahnen,
War das rechte Wort bewußt
Ach, ein Sehnen wohl und Ahnen
Regte sich in ihrer Brust.

Und sie kamen, aufzuwecken
Aus dem Schlaf, was zart und hold
Blüh’nder Schnee glänzt in den Hecken
Auf den Wiesen blüh’ndes Gold
Junges Grün sproßt an den Zweigen
Ersten Rösleins Knospe springt
Denn vorüber ist das Schweigen
Feld und Wald und Heide klingt.

Herz, dem Lenz dich zu verschließen
Ganz umsonst wär all dein Mühn
Oeffne dich, es zu genießen,
Dieses Klingen, dieses Blühn
In dem Blühen, in dem Klingen,
Löst sich leise Freudund Schmerz
Frühling kommt, so viel zu bringen
Sollter dir nichts bringen, Herz?


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