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traum, intensiver und realer, als es die realität je sein könnte, berührungen, die an jeder faser meines körpers sengen, blicke die unlösbar miteinander verbinden, und doch springt der letzte funke nicht über, ich bleibe passiv, warte, daß mich der andere mitreißt, dazu bringt, aktiv zu werden, aber nicht einmal im traum kann mein alter ego das ego abwerfen, das mich dazu verdammt, mich von oben zu beobachten und zu bewerten. kein endgültiges sich gehen lassen - auch wenn ich auf den gefühlswellen mitsurfe, der letzte anker wird nicht gelöst.
nach dem aufwachen dann ein wahnsinniges sehnen im ganzen körper, es zerrt an meinem herzen, am hirn, am magen, an meiner seele, und ich weiß genau, es muß etwas passieren, es wird etwas passieren.
pustekuchen - nichts wird passieren, denn ich warte, daß jemand anderes den anstoß gibt, daß mich jemand in seiner aktivität mitnimmt, und ich warte, ich warte... aber warum auch sollte ich irgendetwas beginnen, wo doch die wirklichkeit nie so intensiv und ganz sein kann wie das traumerlebnis...
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