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Pedant0815, am 8.3. 2007 um 21:45:23 Uhr
Softair

Das waren noch Zeiten... damals, als wir mit »Erbsenpistolen« rumballerten und uns keine Gedanken darum machen mussten, dass ein Polizist eine hellblaue Pistole in der Hand eines Acht-- oder Zehnjährigen für ein gefährliches Mordwerkzeug hält und vorsichtshalber mal selber abdrückt.

Dann kamen die Nerfguns. Knallbunte supersoakergroße Druckkammerapparate, die daumengroße Schaumstoffprojektile fast 8 Meter weit so was ähnliches wie zielgenau schleudern konnten.

Etwas später machten sich die Gummipöppelgewehre und -pistolen eines namhaften italienischen Spielzeugfabrikanten breit.

Aber mit dem Siegeszug der Softair begann der Untergang der Spielzeugwaffen in Deutschland.
Denn plötzlich merkten Politiker, wie gesund es für die eigene Karriere sein kann, wenn man ein Feindbild heraufbeschwört, um es dann vor den Augen der Öffentlichkeit zu bekämpfen und einzudämmen.

Daher gibt es jetzt ein Gesetz, dass Sielzeugwaffen ausschließlich aufgrund der Austrittsenergie ihrer Projektile beurteilt und einteilt.
Diese wurde aber anhand von Softairwaffen gemessen. Da Softairs sehr kleine, harte Geschosse verwenden, liegt der Grenzwert der Austrittsenergie jetzt bei 0,08 Joule. Eine Energie, die nicht in der Lage ist, einen Nerf (einen etwa daumengroßen Schaumstoffpöppel) auch nur 1 m weit zu bewegen.

Daher sind die lustigen bunten, zum großen Teil futuristisch anmutenden, und niemals einer Waffe auch nur im entferntesten ähnlich sehenden Nerf-Spielzeuge in Deutschland verboten.

Softairs, die hingegen originalen Vorbildern oftmals zum Verwechseln ähnlich nachgebaut werden, dürfen - wenn die Austrittsenergie der kleinen Plastikkügelchen nur gering genug ist - sogar von Dreijährigen auf unbefriedetem Gelände (also auf offener Straße) getragen und benutzt werden.

Denkt mal drüber nach.

>ped


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