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Cyrus schrieb am 8.12. 2013 um 20:31:57 Uhr über

Windel

Im Vorflur zur Hinrichtungskammer befand sich der Windelraum, in den der Delinquent jetzt auf seinem letzten Gang hineingeführt wurde. Meine Kollegen und ich zogen die schwarzen Shorts, die auf der Hälfte des Oberschenkels endeten bis zu den Knien herunter. Der Todeskandidat, kaum 20 Jahre alt, stand jetzt in grauem T-Shirt und Slip vor uns. Wir holten eine passende Windel aus dem Schrank, zogen sie zwischen seinen Beinen hindurch und hielten Vor- und Rückteil vor Gemächt und Po. Dann wurde der Slip an den Seiten durchgeschnitten, zwischen den Beinen herausgezogen und in die bereitstehende Mülltonne geworfen. Danach verklebten wir die Windel, so dass ein Windelhöschen entstand, und zogen die Turnhose wieder hoch. Jetzt würde der Delinquent die Gaskammer nicht mehr beschmutzen. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, als die Verurteilten in Boxer- oder Satinshorts starben. Man konnte sehen, wie sie sich einpullerten und vollkackten, wenn das Gas anfing zu wirken. Einige Wärter bezeichneten die Hinrichtung daher auch zynisch als »ins Höschen Pupsen«. Der Delinquent durfte jetzt die Hose wieder zubinden, dann führten wir ihn weiter in die Hinrichtungskammer. Nachdem die Vorbereitungsprozedur abgearbeitet war, schnallten wir ihn in der Gaskammer fest. Um 12 begann er zu Husten, der Körper verkrampfte sich. Die Windel blieb dicht, bis das EKG den Tod anzeigte.


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