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Am Rande eines Waldes wohnte ein Eichhörnchen. Es sauste den ganzen Tag von einem Baum zum anderen, um Vorräte für den Winter zu suchen. Es hatte schon viele Samen, Zapfen und Eicheln gesammelt, die es in einer Baumhöhle aufbewahrte. Aber so sehr es sich auch bemühte, es fand keine einzige Nuss. So kletterte es zur Eule, die in der Nähe der Baumhöhle schlief. »Du Eule, kannst du mir einen Strauch mit Nüssen zeigen?« fragte das Eichhörnchen.
Aber die Eule blinzelte mit einem Auge, schlug ein wenig mit den Flügeln und gab keine Antwort. Da lief das Eichhörnchen den Baum hinunter.
Dort traf es viele schwarze Ameisen, die geschäftig hin und her krabbelten. »Ihr Ameisen, kennt ihr einen Haselstrauch?« fragte das Eichhörnchen.
Aber die Ameisen waren so beschäftigt, dass sie für das Eichhörnchen keine Zeit hatten.
Da sprang es auf die Wiese.
Dort flogen viele Schmetterlinge von einer Blume zur anderen. »Hallo, du gelber Schmetterling, kannst du mir sagen, wo es gute Nüsse gibt?« rief das Eichhörnchen. Aber der Schmetterling flatterte zur nächsten Blüte.
Die Frage des Eichhörnchens hörte eine Schwalbe, die gerade von einem Ausflug zurückkam.
»Dort drüben am Ende der Waldwiese steht ein schöner Haselstrauch«, zwitscherte sie.
»Danke«, sagte das Eichhörnchen und sauste, so schnell es konnte, zum Strauch. Dort knackte es einige Nüsse und verspeiste sie.
Die anderen brachte es nach und nach in seine Baumhöhle.
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