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Der Kommissar schrieb am 18.12. 2005 um 20:11:57 Uhr über

DasFüllhornDesEwigenErbrechens

»Haben Sie mir nichts zu erzählen, Herr Kommissar?« Berto dreht sich im Fahren um. »Na, na, na! Ich verbitte mir diesen Ton, mein lieber Berto, Sie scheinen zu vergessen, ich bin Ihr ChefDer Kommissar ist zu Recht unwirsch, ja ungehalten. Da greift sich Berto blitzschnell in die Manteltasche und zückt urplötzlich einen Revolver, der Kommissar weiß gar nicht, warum. Er zielt auf den Kommissar und will gerade abdrücken, vergißt einen winzigkleinen Moment das Lenkrad, da wird der schwere Wagen von einer Windböe gebeutelt! Es hat angefangen zu stürmen. Das ist die Rettung für den Kommissar, er hat jetzt die Möglichkeit, sich wie ein nasser Sack auf den Wagenboden hinten fallen zu lassen, dabei tritt er mit gewaltiger Wucht Berto die Pistole aus dem Handgelenk. Der schreit vor Schmerz auf. Wie ein Stehaufmännchen ist der Kommissar schon wieder oben und hat Berto im Polizeigriff fest, er packt mit angewinkeltem Unterarm durch die Schulter und zieht durch Hebelwirkung Bertos Arm über seine Rippen. Dabei jagt der Wagen über die nasse Fahrbahn. Die Scheinwerfer der entgegenkommenden Autos blenden die beiden Kampfhähne, sie kämpfen um Leben und Tod. Mit Getöse kracht der Wagen mit der Schnauze gegen einen Lastwagen, der nicht mehr ausweichen kann. Blutüberströmt hängt der Fahrer über seinem Lenkrad, seine Ladung ist über die gesamte Autobahn verteilt. Da sind auch schon Fanfaren und Blaulicht. Der Kommissar quetscht sich durch das Windschutzfenster ins Freie, Berto liegt wimmernd, in Blech eingeschweißt, unter seinem Fahrersitz begraben, der Wagen hat sich verkehrtrum unter den LKW katapultiert. Aus diesem Blechhaufen kann Berto nicht mehr entfliehen, sein Körper hat sich sowieso mit dem teuren Auto vermengt, man weiß nicht mehr, wo Fleisch ist und wo Metall. Er stirbt mit den Worten auf den Lippen: »... Herr Ko...m...m...i...ssar, der...«, und dann kommt noch eine Art Husten oder so. Der Kommissar ist glücklicherweise kaum verletzt, das heißt, er hat eine Platzwunde auf der Stirn, ein Pflaster ist bereits schon draufgeklebt. Er konnte die Brombeeren retten, seine Hand gleitet in das Körbchen.
(Was war denn das, warum hat Berto durchgedreht? Oder wollte er ihn wirklich umbringen? Hat er vielleicht den Torso in die Büsche gelegt, nur um Kommissar Schneider zu prüfen, das heißt, ob der Kommissar vor ihm Geheimnisse hat? Warum schoß, oder besser, wollte Berto auf den Kommissar schießen? Warum gerade in diesem Moment? Hat er ihn gekränkt?) Der Kommissar wundert sich ein bißchen. Doch kann er keinen mehr fragen. Am wenigsten Berto. Ein bißchen allein fühlt der Kommissar sich schon. Die Brombeeren sind alle. Er hat sie alle aufgegessen.
»O Gott, ich wollte sie meiner Frau mitbringenSchnell geht der Kommissar in ein Blumengeschäft und holt Wicken oder so.



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