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Yahwe Mutabo schrieb am 28.12. 2005 um 16:13:00 Uhr über

DasFüllhornDesEwigenErbrechens

Huhu - hier ist die Lady Cindy!
Ja - also im Prinzip ist es mir fast schon peinlich darüber zu sprechen, aber es haben sich Dinge ereignet die an Respektlosigkeit, mangelndem Benehmen und Anstand nur schwerlich zu überbieten sind:
Wie bereits von Lady Mandy mitgeteilt, sucht unsere Ländereien neuerdings dieser fussig-getigerte Kater heim.
Da Birch House Gardens zur Zeit gerne von vielen Katzen aus der näheren Umgebung besucht wird, würde dieser Kerl eigentlich gar nicht weiter auffallen, wenn er es nicht fertig gebracht
hätte, sich durch ein absolut unglaubliches Benehmen zu profilieren...
Kaum umschmeichelt die warme Frühlingssonne das frische, grüne Blätterwerk unseres Anwesens und lässt eine mannigfaltige Blütenpracht ersprießen, begeben Lady Mandy und ich uns gerne in eine windstille und sonnendurchflutete Ecke unseres Gartens, um den zahlreichen Katzen und Katern die auf Besichtigung vorbeikommen, kurz die Hausordnung zu erklären und ihnen einen angenehmen Aufenthalt auf unserer Wiese zu wünschen. Diese doch wirklich großzügige Haltung unsererseits wird auch in den allermeisten Fällen dankbar angenommen und die pelzigen Besucher beschnuffeln erst alle
Büsche und Blumen, um sich dann in ein gemütliches Eckchen zurück zu ziehen.
Ganz anders jedoch der fussige Kater: Nicht nur, dass er offensichtlich davon ausgeht, sein Gegurre wäre ein gefragter Ohrenschmeichler - nein - er sucht auch in sehr plumper und nachdrücklicher Art den körperlichen Kontakt und unterbreitet uns pausenlos schweinische Offerten, deren genauen
Wortlaut hier wiederzugeben ich mich strikt weigere!!
Am Samstag war es wieder soweit. Wir lagen friedlich unter der Gartenbank am Holunderbaum als der obszöne Romeo der Poebene mit einem Hechtsprung über den Zaun in unser Gründstück eindrang.
Kaum gelandet, steuerte er hoch hormonisiert auf mich zu und begann sofort in rüpelhafter Wortwahl die Kraft seiner Lenden zu lobpreisen.
Lady Mandy und mir blieb schlichtweg die Spucke weg - how embarassing... So ein Ferkel!!!
Ich beschloss dem Schauspiel - Kraft meiner soliden Erscheinung - ein verbindliches Ende zu setzen
und pumpte mich auf die Größe eines Cockerspaniels auf. Wild fauchend und keifend stemmte ich mich dem kopulationswütigen Kobold entgegen. Sichtlich über die Tatsache irritiert, dass wir sein unmoralisches Angebot ausschlugen, blieb der fussige Kater wie angewurzelt stehen und gurrte aber weiter erwartungsvoll auf uns ein. Ich machte einen großen Satz nach vorne und fauchte nochmals unmissverständlich und angsteinflößend - doch dann geschah das absolut Unbeschreibliche:
Der heißgelaufene Gigolo vom Katzenklo drehte sich langsam um und ließ selbstverliebt sein Gemächt in der Nachmittagssonne erstrahlen. Doch kurz bevor ich ihm mit der Pfote eins aufs gut ausgeleuchtete Glockenspiel geben konnte, traf mich ein warmer, feuchter Strahl!
Oh my dear - dieser erbärmliche Crétin... - hatte mich doch tatsächlich angepinkelt!
Das Aroma dieser feuchten Zuwendung ließ mich halb betäubt zu Boden sinken.
Wohl nicht zuletzt um dem fürchterlichen Gestank zu entfliehen, stürzte sich Lady Mandy sofort schwungvoll und beherzt auf die rot getigerte Stinkdrüse und zeigte ihm im Schweinsgalopp den kürzesten Weg zum Komposthaufen, während ich noch angewidert an mir rumschnupperte.
Völlig erschüttert kletterte ich die Startrampe hoch, um auch Guido meine aktuelle, äußerst unvorteilhafte Duftnote vorzustellen. Nach einer kurzen Riechprobe, die auch Guido nicht wirklich überzeugen konnte, wurde beschlossen dem Problem mit Shampoo und lauwarmen Wasser zu Leibe zu rücken. Endlich vom vermeintlichen Aphrodisiaka des roten Pinklers befreit ging es mir schon wieder viel besser und auch Lady Mandy traute sich wieder in meine Nähe. In Anbetracht dieser völlig neuen Situation, haben wir natürlich die Hausordnung sofort grundlegend überarbeitet.
Denn ab sofort gilt:
Wer sich in unserem Garten nicht benehmen kann, dem machen wir an seinen Schniepelmann ganz unverbindlich einen Siffon dran...


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