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Cedric Deberché schrieb am 30.12. 2005 um 23:24:15 Uhr über

DasFüllhornDesEwigenErbrechens

Auf dem Dachboden entdeckte Luisa eine Truhe, darin waren Spielsachen und ein Buch. Durch die weite Welt, so hiess es, und auf dem Umschlag segelte ein Schiff im Wind. Oft trug Luisa das Buch in den Keller und wieder hinauf. Dann schaute sie die Bilder an. Sie lernte, die Tiere hinterlassen Spuren. Luisa malte Flecken auf ein Papier. Die Zeichnungen verteilte sie auf dem Dachboden und küsste dann das Buch.

Mit einem Stecken angelte sie unter den Holzlatten durch, in fremde Dachbodenabteile. Luisa wollte sehen, was unter den Tüchern versteckt war. Meistens waren es Schränke. Und dann entdeckte sie ein Bild mit einer grossen Frau. Ihr Kleid war weiss und lang. Oben war das Kleid verrutscht und die Frau schaute nach hinten, zu den Bäumen. Luisa freute sich über das Bild, sie war aufgeregt. Wie damals, als sie in Bernhards Zimmer war.

Bernhard Tobler hatte seine Hose ausgezogen. Luisa konnte nicht anders als hinschauen. Bernhard sagte, er habe das im Film gesehen. Er legte seine Hände auf den Kopf und starrte Luisa an, du hast einen Mund wie Himbeereis, flüsterte Bernhard und Luisa bebte. Dann sagte Bernhard, zieh deine Hose aus. Luisa tat es. Auch sie legte die Hände auf den Kopf. Lange standen sie da und Bernhard sagte, komm nächsten Mittwoch wieder.


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