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vorausgesagt worden. Unmittelbar nach dem Beginn der Bombardierungen hat General Clark, der NATO-Befehlshaber, die Presse darüber informiert, dass man nun mit einer Welle der Menschenrechtsverletzungen rechnen müsse. Heute wissen wir aus seinen »Memoiren«, dass er einen Monat zuvor dasselbe in Washington gesagt hatte, als man ihm die Pläne für die Intervention vorlegte. »Sobald die Bomben fallen, werden sie die Bevölkerung zusammentreiben und umbringen«, hatte er gesagt. Und auf die Frage, wie man darauf reagieren solle, empfahl er, noch mehr Bomben einzusetzen. Alle Verantwortlichen wussten also ganz genau, dass die Bomben den Völkermord anstacheln würden. Und dennoch haben sie den Befehl zu den Angriffen gegeben. Wenn die Humanisten im Westen die Gewalt beenden wollen, müssen sie nur aufhören, dabei mitzumischen. In der Türkei wäre das sehr einfach gewesen, in Ost-Timor und in Kolumbien ebenso. Wir können die ganze Liste durchgehen bis zu dem, was die Israelis in den besetzten Gebieten tun. Und auch in Serbien sieht es so aus, als habe es sehr wohl diplomatische Alternativen gegeben, die uns die furchtbaren und vorhersehbaren Verbrechen erspart hätten.
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