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Res schrieb am 16.8. 2017 um 18:22:49 Uhr über

Prügel

Meine Geschwister und ich haben bis kurz vor dem Abitur - wenn nötig - die Prügelstrafe erhalten: als Kleinerer gabs den Ausklopfer, der den Hintern gleichmässig rot färbte. Wenn wir einige Jahre älter waren gebrauchten die Eltern den Bambusstock, der schlimme Schmerzen und ebensolche Striemen machten.Wenn wir in der Pubertät waren, gab's die mehrstriemige Peitsche aus Schnur und wenn wir fast erwachsen waren:, aus Gummi. Die Striemen waren dann fast blutend. So geschah es in er Kindheit meist einmal in der Woche, später, als wir fast erwachsen waren, etwa einmal in 14 Tagen. Bei uns auf dem Land waren wir nicht die einzigen, die auch vor dem Abitur noch gepeitscht wurden: wir erzählten von den schlimmen Strafen allen Kameraden. Wenn der Lehrer das hörte, lächelte er befriedigt vor sich hin. Er nahm sich auch das Recht heraus, den Eltern zu telefonieren, wenn wir in der Schule schlecht arbeiteten oder frech waren. Er wusste, dass wir dann »drankamen«, d.h. gepeitscht wurden. Ja, man muss das Wort schon verwenden: alle Eltern, ohne Ausnahme, erzogen ihre Rangen mit der härtesten Prügelstrafe! Ja, sie besprachen offen vor uns mit einander am Sonntag nach dem Kirchgang, was es in der Woche abgesetzt hatte, wie und womit und wieviel. So stützten sie einander und machten sich bereit für die nächste Züchtigung. Heute kann man das nicht mehr so machen - wir bedauern es aber!!


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