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Tee
[chin.], 1) (echter T.) die getrockneten Blattknospen und jungen Blätter des Teestrauchs, die je nach Herkunft und Qualität
1-5 % Koffein, ferner Theobromin, Theophyllin, etwas äther. Öl und 7-12 % Gerbstoffe enthalten. Beim Aufbrühen werden das Koffein und die Aromastoffe rasch, die Gerbstoffe, die auch die Bräunung bestimmen, erst nach und nach ausgezogen. Bei der Herstellung des schwarzen Tees wird das Pflückgut nach dem Welken gerollt (um die Zellwände aufzubrechen) und dann in Gärkammern bei 35-40 °C über vier Stunden fermntiert. Das Trocknen erfolgt bei 85 bis 125 °C. - Beim grünen Tee unterbleibt die Fermentation. Durch kurzes Dämpfen über siedendem Wasser bleibt die grüne Farbe erhalten. - Grüner T. ist ebenso wie der halbfermentierte »gelbe« Oolong-Tee v. a. in China und Japan verbreitet. Die Handelssorten werden nach der Blattqualität unterschieden: Flowery Orange Pekoe (im wesentl. nur Knospen), Orange Pekoe (Knospen und oberstes Blatt), Pekoe Souchong (das zweite Blatt) und Souchong (das dritte, gröbste Blatt). Der Rest wird als Fannings (Blattbruch) und (Blattstiele), als Backsteintee (Ziegel-T., Tafel-T.; zusammengepreßte Blattabfälle) und als Dust(abgesiebter Teestaub)gehandelt. Auch die beim Rollen gebrochenen Blätter werden sortiert und in den Qualitäten Broken Orange, Pekoe, Broken Pekoe oder Broken angeboten. Der beste T. kommt aus den klimat. günstigen Hochlagen von Darjeeling, Ceylon und Assam
(Temperatur im Jahresdurchschnitt 18 °C, 2000 mm Jahresniederschlag).
2) allg. Bez. für Getränke aus Aufgüssen und Abkochungen bestimmter Pflanzenteile bzw. für die dazu verwendete, meist getrocknete Substanz, z. B. Kräutertee, Pfefferminztee.
Quelle: Meyers Lexikon - Das Wissen von A-Z
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