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Snafru schrieb am 30.10. 2002 um 20:02:45 Uhr über

DATENMÜLL

WITTGENSTEIN, Ludwig: Philosophische Grammatik. Frankfurt am Main: Suhrkamp 1973
Kapitel I (S.39-51)
Gesprochenes kann man nur durch die Sprache erklären, drum kann man die Sprache selbst, in diesem Sinn nicht erklären. (S. 40)

Die Sprache muss für sich selbst sprechen. (S. 40)

Verstehen wir Gedichte von Christian Morgenstern, oder Lewis Carroll’s Gedicht „Jabberwocky“? Es zeigt sich hier klar, dass der Begriff des Verstehens fließt. (S. 43)

„Einen Satz verstehen“ kann heißen, „wissen, was der Satz besagt“, d.h.: die Frage ,was sagt dieser Satz’ beantworten können. (S. 44)

“Ein Wort verstehen“ kann heißen: Wissen, wie es gebraucht wird; es anwenden können. (S. 47)

Das Wissen, das Können, die Fähigkeit, wird man einen Zustand nennen wollen. (S. 48)

Man darf also nicht denken, es handle sich beim Verstehen, Meinen eines Wortes um einen Akt des momentanen [...] Erfassens der Grammatik. [...] Es ist, wie wenn ich mir im Werkzeugkasten der Sprache Werkzeuge zum zukünftigen Gebrauch herrichte. (S. 49)

“Ich kann das Wort ,gelb‘ anwenden“, dem ist analog: „ich kann mit dem König im Schachspiel ziehen. (S. 49)



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