Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 875, davon 872 (99,66%) mit einer Bewertung ber dem eingestellten Schwellwert (-3) und 210 positiv bewertete (24,00%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 23.1. 2001 um 05:30:21 Uhr schrieb
Daniel Arnold ber DATENMLL
Der neuste Text am 23.4. 2024 um 14:31:25 Uhr schrieb
schmidt ber DATENMLL
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(insgesamt: 509)

am 20.12. 2002 um 03:16:43 Uhr schrieb
elfboi ber DATENMLL

am 22.5. 2002 um 11:10:51 Uhr schrieb
Gronkor ber DATENMLL

am 1.3. 2003 um 08:44:58 Uhr schrieb
elfboi ber DATENMLL

Einige berdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »DATENMLL«

Daniel Arnold schrieb am 23.1. 2001 um 05:30:21 Uhr zu

DATENMLL

Bewertung: 6 Punkt(e)

Mir fehlt(e bisher) ein Stichwort bei dem man mal so richtig ohne nachzudenken seinen Mist loswerden kann.
Daher nun also Datenmll.

Dabei muss gesagt werden, dass es schwer ist Datenmll zu definieren. Denn sobald jemand Stift, Papier oder Tastatur zur Hand nimmt und einen Text schreibt, muss man ihm/ihr zumindest das Recht einrumen, den Text nicht zu verabscheuen solange man ihn nicht gelesen hat.
Dennoch hier nun also die Kategorie Datenmll!
!$%&()=?`*_:; Dazu erzhle ich euch nun, dass ich bereits so ( ) kurz davor stand diese Kategorie einzufhren, als mir mein ich verachte dich, ich hasse dich abgrundtief, bist du eigentlich total beknackt, eines Tages werde ich dich mit einer Axt...-Computer - korrigiere PC - einen Strich durch die Rechnung machte und mich aus dem Netscape-Navigator warf. Warum auch immer.;.jczj f
Und auf grund von bis zur selbstzerstrung gehendem kampfes gegen alles was tasten hat eckigist undwo pc draufsteht fange ichgv nun an dich wie #-..-.#_&/%mit datenmll zu rgern erg.#_ich wei das ist dir egal, aber solange ich meine vernnftigen daten die auf dir sind wenigstens einigermaen behalten will , was mich vor der axt zurckschrecken lsst, mllei hc dich hin und wieder mit dastenmll zu auch wenns dir ega l ist egal um dich dann doch wieder ach arghhtrhjdgflkjdhgfklngblbpoujkljpojklcbfjkgflxd warum sapiorusekrljdnm,gf.warumwarumwarumwarum

Ichtter schrieb am 23.9. 2004 um 22:25:58 Uhr zu

DATENMLL

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ich wurde mal von einer Frau gefragt, die sich eher mit dem Sozialen, gar Politischen und nicht weniger dem Kunstgeschichtlich-Archologischen befasste, dazu auch noch Rachmaninov und die Beatles mochte, was ich denn gerade lse (sie gebrauchte bestimmt jenen conjunctivus brachialis). Nachdem sie vorher etwas ber Rudolf Steiner referiert hatte (sie gehrte zu jenen, die, wenn sie ber Rudolf Steiner referieren, es so tun, als sei es selbstverstndlich, dass es den Gegenber brennend interessiere), erwartete sie von mir einen hnlich lodernden Vortrag. Ich sagte: »h, so 'n Buch ber Kosmologie«, und schloss den Vortrag damit ab. »Aaah, ja«, entgegnete sie knapp. Ich schmte mich sehr, so etwas zu lesen; ich vermutete Jahre spter, meine Wortkargheit hinsichtlich des Themas hatte einen arg arroganten Eindruck auf sie gemacht. Das war aber nur eine spte Spekulation. Ich bin sicher, im Moment des Ereignisses schmte ich mich so sehr wie sie mich bemitleidete und sie war froh, dass ich mich so kurz gefasst hatte. Und eigentlich schme ich mich heute noch und, wenn ich berhaupt noch was lesen wrde, lse (conjunctivus brachialis!) ich so was lieber heimlich unter der Bettdecke. berhaupt wei ich gar nicht, wie ein Leben ohne Scham funktioniert, also ich meine, wie sich das von innen anfhlt. Diese sozial-politisch-kunsthistorisch-archologische Steiner-Leserin schien mir allerdings nah vor dieser Himmelspforte gestanden haben; man stelle sich einmal vor: sie legte, ohne ihre leckere Tortellini essenden Gste zu fragen, ein Klavierkonzert von Rachmaninov auf und gestikulierte von herrlich schwelgenden Streichern redend mit ausgebreiteten Armen am Tisch herum. Das war einer meiner vielen und ganz groen in Depression endenden Abende.

(egozentrischer Scheitext)

susanne schrieb am 31.8. 2005 um 16:54:46 Uhr zu

DATENMLL

Bewertung: 2 Punkt(e)

nun, und sie hatten einander nichts mehr zu sagen,


erst du mir,






und jetzt fllt mir auch nichts mehr ein,

















































































































































































nun ....












































































































































hier unten kommt nichts mehr



































































































































































warum hast du weiter geschaut?













































































weil du dachtest, hier kme noch text?



















































































































ja, so kanns gehn




















































































































und ...















































SUCHMASCHINE schrieb am 25.9. 2001 um 12:01:30 Uhr zu

DATENMLL

Bewertung: 2 Punkt(e)

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hybrid schrieb am 31.12. 2002 um 18:29:43 Uhr zu

DATENMLL

Bewertung: 1 Punkt(e)

baldKommtHerrYamasakiNachHause
dasNix
derOlleSamurai
dieYamasakisWurdenVonEinemKugelfischVerspeist
die-Yamasaki-Toschi-Bar
EinGeheimnisvollerFremderBesuchtHerrnYamasaki
frauKawahaLebtInAfrika
frauKawahaSchlgtFrauYamasaki
frauYamasakiBekommtWitwenrente
FrauYamasakiBereitetEinWundervollesAbendessenVor
FrauYamasakiGingDieGanzeZeitMitToschibarFremd
frauYamasakiHatHerrnRiesterAlsKugelfischVerfttert
frauYamasakiHatHerrnSchrderMitDemSchirmVerprgelt
frauYamasakiheiratetHerrnKawaha
FrauYamasakiHeiratetWiederUndErNimmtIhrenNamenAn
FrauYamasakiSuchtDasKlopapier
herrKahawaIstAgentDesMossad
herrKawahaBespringtFrauYamasaki
herrKawahaBewertetJtdHsTexteRunter
herrKawahaHatAtlantisEntdeckt
herrKawahaHatDenGroenRebbachGemacht
herrKawahaHatHerrnRiesterEtwasReisVerkauft
herrKawahaHatHerrnSumiyoshiInformiert
herrKawahaHatSeinenReisVerkauft
herrKawahaHetztRantanplanAufHerrnMitzuki
HerrKawahaIstAgentDesMossad
herrKawahaIstberHerrnMitzukiSehrVerrgert
herrKawahaSchicktToschibarEineE-mail
herrKawahaTrifftHerrnMitzuki
herrKawahaVerkauftKugelfischenAlsFublle
herrKawahaVerprgeltHerrnUndFrauYamasaki
herrKawahaWarEinkaufen
herrKawahaWurdeVomWildenAffenGebissen
herrKawasakiHatFrauKawahaGefunden
herrMitzukiBewertetJtdHsTexteRunter
HerrMitzukiGibtToschibarEineKopfnuss
herrMitzukiHat1000eVonNadelbumenGeschlachtet
herrMitzukiHatKeniaBesucht
herrMitzukiHatSichAlsKugelfischGetarnt
herrMitzukiHatTinaBesucht
herrMitzukiHatTinaVerarscht
herrMitzukiHatTinaVernascht
herrMitzukiHatWaffenImBlasterVersteckt
herrMitzukiHatWaffenImReisVersteckt
herrMitzukiHatWaffenInDenKugelfischenVersteckt
herrMitzukiHatWaffenInDerKopfnuVersteckt
herrMitzukiHatWaffenInHerrnYamasakiVersteckt
HerrMitzukiIstAgentdesMossad
herrMitzukiIstAllianzversichert
herrMitzukiIstDerLiebhaberVonFrauYamasaki
herrMitzukiMachtErnst
herrMitzukiSpieltSchiffeversenken
herrMitzukiSprengtDenSumiyoshiSchrein
HerrMitzukiTrinktAusDemSagenumwobenenKelchDerKotze
HerrMitzukiWirdAlsKugelfischWiedergeboren
herrMllemannHatHerrnMitzukiGestrt
HerrnYamasakiSchmecktDasAbendessenNicht
herrnYamasakisHerzSchlgtPltzlichNichtMehr
herrSumiyoshiHatHerrnMitzukiDenKampfAngesagt
herrSumiyoshiTrifftMetternich
herrSumiyoshiVerpatHerrnMitzukiEinenZwerl
herrToschibarIstFrauYamasaki-htetEuch
HerrUndFrauYamasakiInEinenSack
HerrUndFrauYamasakiSchlagenToschibar
HerrYamasakiBetrachtetDieSterne
HerrYamasakiErbrichtDasAbendessen
herrYamasakiHatDenPapiersargZerknllt
herrYamasakiHatFrauKawahaGefunden
herrYamasakiHeiratetFrauKawaha
HerrYamasakiistinWirklichkeitUllaSchmidt
herrYamasakiKannNurNochStaunen
HerrYamasakiliegtaufZimmer301
HerrYamasakiliegtaufZimmer302
HerrYamasakiliegtaufZimmer303
HerrYamasakiliegtaufZimmer304
HerrYamasakiliegtaufZimmer305
HerrYamasakiliegtaufZimmer306
HerrYamasakiliegtaufZimmer307
HerrYamasakiliegtaufZimmer308
HerrYamasakiliegtaufZimmer309
HerrYamasakiliegtaufZimmer310
HerrYamasakiliegtaufZimmer311
HerrYamasakiliegtaufZimmer312
HerrYamasakiliegtaufZimmer313
HerrYamasakiliegtaufZimmer314
HerrYamasakiliegtaufZimmer315
HerrYamasakiliegtaufZimmer316
HerrYamasakiliegtaufZimmer317
HerrYamasakiliegtaufZimmer318
HerrYamasakiliegtaufZimmer319
HerrYamasakiLiegtImPapiersarg
HerrYamasakiSchlgtSeineFrau
HerrYamasakischneidetHerrnKawahadieOhrenab
HerrYamasakisFrauRedetmitHerrnYamasaki
herrYamasakiSuchtFrauKawaha
HerrYamasakiVerspeistHerrnMitzuki
HerrYamasakiVerzehrtEinenGiftigenKugelfisch
herrYamasakiWirdAlsKugelfischWiedergeboren
herrYehoudiMenuinHatHerrnMitzukiEinenAbgefiedelt
HerYamasakiSchlgtSeineFrau
HerYamasakisFrauSchlgtHerrnYamasaki
Jakutza
Kaihido
Kawaha
KintaroOe
KintaroOeRettetJapanOderDieGanzeWelt
Mitzuki
Mossad
NachrufeAufHerrnYamasaki
PannkookeTrifftHerrnYamasaki
Sumiyoshi
TeestundeBeiFrauYamasaki
toschiBar
ToschibarholtdieVierlingsFLAKraus
ToschibarZeigtHerrnUndFrauYamasakiAn
werHatHerrnYamasakiUmgebracht
Yakuza
Yamasaki
Yamasaki-Fieber
Yamasaki-Stichworte

Nofretete schrieb am 31.10. 2002 um 19:34:54 Uhr zu

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Bewertung: 1 Punkt(e)

GOETHE

Reineke Fuchs

Erster Gesang

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen! es grnten und blhten
Feld und Wald; auf Hgeln und Hhn, in Bschen und Hecken
bten ein frhliches Lied die neuermunterten Vgel;
Jede Wiese sprote von Blumen in duftenden Grnden,
Festlich heiter glnzte der Himmel und farbig die Erde.
Nobel, der Knig, versammelt den Hof; und seine Vasallen
Eilen gerufen herbei mit groem Geprnge; da kommen
Viele stolze Gesellen von allen Seiten und Enden,
Ltke, der Kranich, und Markart, der Hher, und alle die Besten.
Denn der Knig gedenkt mit allen seinen Baronen
Hof zu halten in Feier und Pracht; er lt sie berufen
Alle miteinander, so gut die Groen als Kleinen.
Niemand sollte fehlen! und dennoch fehlte der Eine,
Reineke Fuchs, der Schelm! der viel begangenen Frevels
Halben des Hofs sich enthielt. So scheuet das bse Gewissen
Licht und Tag, es scheute der Fuchs die versammelten Herren.
Alle hatten zu klagen, er hatte sie alle beleidigt,
Und nur Grimbart, den Dachs, den Sohn des Bruders, verschont' er.

Isegrim aber, der Wolf, begann die Klage; von allen
Seinen Vettern und Gnnern, von allen Freunden begleitet,
Trat er vor den Knig und sprach die gerichtlichen Worte:
Gndigster Knig und Herr! vernehmet meine Beschwerden.
Edel seid Ihr und gro und ehrenvoll, jedem erzeigt Ihr
Recht und Gnade: so lat Euch denn auch des Schadens erbarmen,
Den ich von Reineke Fuchs mit groer Schande gelitten.
Aber vor allen Dingen erbarmt Euch, da er mein Weib so
Freventlich fters verhhnt und meine Kinder verletzt hat.
Ach! er hat sie mit Unrat besudelt, mit tzendem Unflat,
Da mir zu Hause noch drei in bittrer Blindheit sich qulen.
Zwar ist alle der Frevel schon lange zur Sprache gekommen,
Ja, ein Tag war gesetzt, zu schlichten solche Beschwerden;
Er erbot sich zum Eide, doch bald besann er sich anders
Und entwischte behend nach seiner Feste. Das wissen
Alle Mnner zu wohl, die hier und neben mir stehen.
Herr! ich knnte die Drangsal, die mir der Bube bereitet,
Nicht mit eilenden Worten in vielen Wochen erzhlen.
Wrde die Leinwand von Gent, so viel auch ihrer gemacht wird,
Alle zu Pergament, sie fate die Streiche nicht alle,
Und ich schweige davon. Doch meines Weibes Entehrung
Frit mir das Herz; ich rche sie auch, es werde, was wolle.

Als nun Isegrim so mit traurigem Mute gesprochen,
Trat ein Hndchen hervor, hie Wackerlos, redte franzsisch
Vor dem Knig: wie arm es gewesen und nichts ihm geblieben
Als ein Stckchen Wurst in einem Wintergebsche;
Reineke hab auch das ihm genommen! Jetzt sprang auch der Kater
Hinze zornig hervor und sprach: Erhabner Gebieter,
Niemand beschwere sich mehr, da ihm der Bsewicht schade,
Denn der Knig allein! Ich sag Euch, in dieser Gesellschaft
Ist hier niemand, jung oder alt, er frchtet den Frevler
Mehr als Euch! Doch Wackerlos' Klage will wenig bedeuten.
Schon sind Jahre vorbei, seit diese Hndel geschehen;
Mir gehrte die Wurst! ich sollte mich damals beschweren.
Jagen war ich gegangen; auf meinem Wege durchsucht ich
Eine Mhle zu Nacht; es schlief die Mllerin; sachte
Nahm ich ein Wrstchen, ich will es gestehn; doch hatte zu dieser
Wackerlos irgendein Recht, so dankt' ers meiner Bemhung.

Und der Panther begann: Was helfen Klagen und Worte!
Wenig richten sie aus, genug, das bel ist ruchtbar.
Er ist ein Dieb, ein Mrder! Ich darf es khnlich behaupten,
Ja, es wissens die Herren, er bet jeglichen Frevel.
Mchten doch alle die Edlen, ja selbst der erhabene Knig
Gut und Ehre verlieren: er lachte, gewnn er nur etwa
Einen Bissen dabei von einem fetten Kapaune.
Lat Euch erzhlen, wie er so bel an Lampen, dem Hasen,
Gestern tat; hier steht er! der Mann, der keinen verletzte.
Reineke stellte sich fromm und wollt ihn allerlei Weisen
Krzlich lehren, und was zum Kaplan noch weiter gehret,
Und sie setzten sich gegeneinander, begannen das Kredo.
Aber Reineke konnte die alten Tcken nicht lassen;
Innerhalb unsers Kniges Fried und freiem Geleite
Hielt er Lampen gefat mit seinen Klauen und zerrte
Tckisch den redlichen Mann. Ich kam die Strae gegangen,
Hrte beider Gesang, der, kaum begonnen, schon wieder
Endete. Horchend wundert ich mich, doch als ich hinzukam,
Kannt ich Reineken stracks, er hatte Lampen beim Kragen;
Ja, er htt ihm gewi das Leben genommen, wofern ich
Nicht zum Glcke des Wegs gekommen wre. Da steht er!
Seht die Wunden an ihm, dem frommen Manne, den keiner
Zu beleidigen denkt. Und will es unser Gebieter,
Wollt ihr Herren es leiden, da so des Kniges Friede,
Sein Geleit und Brief von einem Diebe verhhnt wird,
O, so wird der Knig und seine Kinder noch spten
Vorwurf hren von Leuten, die Recht und Gerechtigkeit lieben.

Isegrim sagte darauf. So wird es bleiben, und leider
Wird uns Reineke nie was Gutes erzeigen. O! lg er
Lange tot, das wre das beste fr friedliche Leute;
Aber wird ihm diesmal verziehn, so wird er in kurzem
Etliche khnlich bercken, die nun es am wenigsten glauben.

Reinekens Neffe, der Dachs, nahm jetzt die Rede, und mutig
Sprach er zu Reinekens Bestem, so falsch auch dieser bekannt war.
Alt und wahr, Herr Isegrim! sagt' er, beweist sich das Sprichwort:
Feindes Mund frommt selten. So hat auch wahrlich mein Oheim
Eurer Worte sich nicht zu getrsten. Doch ist es ein leichtes.
Wr er hier am Hofe so gut als Ihr, und erfreut' er
Sich des Kniges Gnade, so mcht es Euch sicher gereuen,
Da Ihr so hmisch gesprochen und alte Geschichten erneuert.
Aber was Ihr bels an Reineken selber verbet,
bergeht Ihr; und doch, es wissen es manche der Herren,
Wie Ihr zusammen ein Bndnis geschlossen und beide versprochen,
Als zwei gleiche Gesellen zu leben. Das mu ich erzhlen;
Denn im Winter einmal erduldet' er groe Gefahren
Euretwegen. Ein Fuhrmann, er hatte Fische geladen,
Fuhr die Strae, Ihr sprtet ihn aus und httet um alles
Gern von der Ware gegessen; doch fehlt' es Euch leider am Gelde.
Da beredetet Ihr den Oheim, er legte sich listig
Grade fr tot in den Weg. Es war, beim Himmel, ein khnes
Abenteuer! Doch merket, was ihm fr Fische geworden.
Und der Fuhrmann kam und sah im Gleise den Oheim,
Hastig zog er sein Schwert, ihm eins zu versetzen; der Kluge
Rhrt' und regte sich nicht, als wr er gestorben; der Fuhrmann
Wirft ihn auf seinen Karrn und freut sich des Balges im voraus.
Ja, das wagte mein Oheim fr Isegrim; aber der Fuhrmann
Fuhr dahin, und Reineke warf von den Fischen herunter.
Isegrim kam von ferne geschlichen, verzehrte die Fische.
Reineken mochte nicht lnger zu fahren belieben; er hub sich,
Sprang vom Karren und wnschte nun auch von der Beute zu speisen.
Aber Isegrim hatte sie alle verschlungen; er hatte
ber Not sich beladen, er wollte bersten. Die Grten
Lie er allein zurck und bot dem Freunde den Rest an.
Noch ein anderes Stckchen! auch dies erzhl ich Euch wahrhaft.
Reineken war es bewut, bei einem Bauer am Nagel
Hing ein gemstetes Schwein, erst heute geschlachtet; das sagt' er
Treu dem Wolfe: sie gingen dahin, Gewinn und Gefahren
Redlich zu teilen. Doch Mh und Gefahr trug jener alleine.
Denn er kroch zum Fenster hinein und warf mit Bemhen
Die gemeinsame Beute dem Wolf herunter; zum Unglck
Waren Hunde nicht fern, die ihn im Hause versprten
Und ihm wacker das Fell zerzausten. Verwundet entkam er,
Eilig sucht' er Isegrim auf und klagt' ihm sein Leiden
Und verlangte sein Teil. Da sagte jener: Ich habe
Dir ein kstliches Stck verwahrt, nun mache dich drber
Und benage mirs wohl; wie wird das Fette dir schmecken!
Und er brachte das Stck, das Krummholz war es, der Schlchter
Hatte daran das Schwein gehngt; der kstliche Braten
War vom gierigen Wolfe, dem ungerechten, verschlungen.
Reineke konnte vor Zorn nicht reden, doch was er sich dachte,
Denket euch selbst. Herr Knig, gewi, da hundert und drber
Solcher Stckchen der Wolf an meinem Oheim verschuldet!
Aber ich schweige davon. Wird Reineke selber gefordert,
Wird er sich besser verteidigen. Indessen, gndigster Knig,
Edler Gebieter, ich darf es bemerken: Ihr habet, es haben
Diese Herren gehrt, wie tricht Isegrims Rede
Seinem eignen Weibe und ihrer Ehre zu nah tritt,
Die er mit Leib und Leben beschtzen sollte. Denn freilich
Sieben Jahre sinds her und drber, da schenkte mein Oheim
Seine Lieb und Treue zum guten Teile der schnen
Frauen Gieremund; solches geschah beim nchtlichen Tanze;
Isegrim war verreist, ich sag es, wie mirs bekannt ist.
Freundlich und hflich ist sie ihm oft zu Willen geworden,
Und was ist es denn mehr? Sie bracht es niemals zur Klage,
Ja, sie lebt und befindet sich wohl, was macht er fr Wesen?
Wr er klug, so schwieg' er davon, es bringt ihm nur Schande.
Weiter sagte der Dachs: Nun kommt das Mrchen vom Hasen!
Eitel leeres Gewsche! Den Schler sollte der Meister
Etwa nicht zchtigen, wenn er nicht merkt und bel bestehet?
Sollte man nicht die Knaben bestrafen, und ginge der Leichtsinn,
Ginge die Unart so hin, wie sollte die Jugend erwachsen?
Nun klagt Wackerlos, wie er ein Wrstchen im Winter verloren
Hinter der Hecke; das sollt er nur lieber im stillen verschmerzen,
Denn wir hren es ja, sie war gestohlen; zerronnen
Wie gewonnen; und wer kann meinem Oheim verargen,
Da er gestohlenes Gut dem Diebe genommen? Es sollen
Edle Mnner von hoher Geburt sich gehssig den Dieben
Und gefhrlich erzeigen. Ja, htt er ihn damals gehangen,
War es verzeihlich. Doch lie er ihn los, den Knig zu ehren;
Denn am Leben zu strafen, gehrt dem Knig alleine.
Aber wenigen Danks kann sich mein Oheim getrsten,
So gerecht er auch sei und beltaten verwehret.
Denn seitdem des Kniges Friede verkndiget worden,
Hlt sich niemand wie er. Er hat sein Leben verndert,
Speiset nur einmal des Tags, lebt wie ein Klausner, kasteit sich,
Trgt ein hrenes Kleid auf bloem Leibe und hat schon
Lange von Wildbret und zahmem Fleische sich gnzlich enthalten,
Wie mir noch gestern einer erzhlte, der bei ihm gewesen.
Malepartus, sein Schlo, hat er verlassen und baut sich
Eine Klause zur Wohnung. Wie er so mager geworden,
Bleich von Hunger und Durst und andern strengeren Buen,
Die er reuig ertrgt, das werdet Ihr selber erfahren.
Denn was kann es ihm schaden, da hier ihn jeder verklaget?
Kommt er hieher, so fhrt er sein Recht aus und macht sie zuschanden.

Als nun Grimbart geendigt, erschien zu groem Erstaunen
Henning, der Hahn, mit seinem Geschlecht. Auf trauriger Bahre,
Ohne Hals und Kopf, ward eine Henne getragen,
Kratzefu war es, die beste der eierlegenden Hennen.
Ach, es flo ihr Blut, und Reineke hatt es vergossen!
Jetzo sollt es der Knig erfahren. Als Henning, der wackre,
Vor dem Knig erschien, mit hchstbetrbter Gebrde,
Kamen mit ihm zwei Hhne, die gleichfalls trauerten. Kreyant
Hie der eine, kein besserer Hahn war irgend zu finden
Zwischen Holland und Frankreich; der andere durft ihm zur Seite
Stehen, Kantart genannt, ein stracker, khner Geselle;
Beide trugen ein brennendes Licht; sie waren die Brder
Der ermordeten Frau. Sie riefen ber den Mrder
Ach und Weh! Es trugen die Bahr zwei jngere Hhne,
Und man konnte von fern die Jammerklage vernehmen.
Henning sprach: Wir klagen den unersetzlichen Schaden,
Gndigster Herr und Knig! Erbarmt Euch, wie ich verletzt bin,
Meine Kinder und ich. Hier seht Ihr Reinekens Werke!
Als der Winter vorbei, und Laub und Blumen und Blten
Uns zur Frhlichkeit riefen, erfreut ich mich meines Geschlechtes,
Das so munter mit mir die schnen Tage verlebte!
Zehen junge Shne, mit vierzehn Tchtern, sie waren
Voller Lust zu leben; mein Weib, die treffliche Henne,
Hatte sie alle zusammen in Einem Sommer erzogen.
Alle waren so stark und wohl zufrieden, sie fanden
Ihre tgliche Nahrung an wohlgesicherter Sttte.
Reichen Mnchen gehrte der Hof, uns schirmte die Mauer,
Und sechs groe Hunde, die wackern Genossen des Hauses,
Liebten meine Kinder und wachten ber ihr Leben;
Reineken aber, den Dieb, verdro es, da wir in Frieden
Glckliche Tage verlebten und seine Rnke vermieden.
Immer schlich er bei Nacht um die Mauer und lauschte beim Tore,
Aber die Hunde bemerktens; da mocht er laufen! sie faten
Wacker ihn endlich einmal und ruckten das Fell ihm zusammen;
Doch er rettete sich und lie uns ein Weilchen in Ruhe.
Aber nun hret mich an! es whrte nicht lange, so kam er
Als ein Klausner und brachte mir Brief und Siegel. Ich kannt es:
Euer Siegel sah ich am Briefe; da fand ich geschrieben:
Da Ihr festen Frieden so Tieren als Vgeln verkndigt.
Und er zeigte mir an: er sei ein Klausner geworden,
Habe strenge Gelbde getan, die Snden zu ben,
Deren Schuld er leider bekenne. Da habe nun keiner
Mehr vor ihm sich zu frchten, er habe heilig gelobet,
Nimmermehr Fleisch zu genieen. Er lie mich die Kutte beschauen,
Zeigte sein Skapulier. Daneben wies er ein Zeugnis,
Das ihm der Prior gestellt, und, um mich sicher zu machen,
Unter der Kutte ein hrenes Kleid. Dann ging er und sagte:
Gott dem Herren seid mir befohlen! ich habe noch vieles
Heute zu tun! ich habe die Sext und die None zu lesen
Und die Vesper dazu. Er las im Gehen und dachte
Vieles Bse sich aus, er sann auf unser Verderben.
Ich mit erheitertem Herzen erzhlte geschwinde den Kindern
Eures Briefes frhliche Botschaft, es freuten sich alle.
Da nun Reineke Klausner geworden, so hatten wir weiter
Keine Sorge, noch Furcht. Ich ging mit ihnen zusammen
Vor die Mauer hinaus, wir freuten uns alle der Freiheit.
Aber leider bekam es uns bel. Er lag im Gebsche
Hinterlistig; da sprang er hervor und verrannt uns die Pforte;
Meiner Shne schnsten ergriff er und schleppt' ihn von dannen,
Und nun war kein Rat, nachdem er sie einmal gekostet;
Immer versucht' er es wieder, und weder Jger noch Hunde
Konnten vor seinen Rnken bei Tag und Nacht uns bewahren.
So entri er mir nun fast alle Kinder; von zwanzig
Bin ich auf fnfe gebracht, die andern raubt' er mir alle.
O, erbarmt Euch des bittern Schmerzes! er ttete gestern
Meine Tochter, es haben die Hunde den Leichnam gerettet.
Seht, hier liegt sie! Er hat es getan, o! nehmt es zu Herzen!

Und der Knig begann: Kommt nher, Grimbart, und sehet,
Also fastet der Klausner, und so beweist er die Bue!
Leb ich noch aber ein Jahr, so soll es ihn wahrlich gereuen!
Doch was helfen die Worte! Vernehmet, trauriger Henning:
Eurer Tochter ermangl es an nichts, was irgend den Toten
Nur zu Rechte geschieht. Ich lass ihr Vigilie singen,
Sie mit groer Ehre zur Erde bestatten; dann wollen
Wir mit diesen Herren des Mordes Strafe bedenken.

Da gebot der Knig, man solle Vigilie singen.
Domino placebo begann die Gemeine, sie sangen
Alle Verse davon. Ich knnte ferner erzhlen,
Wer die Lektion gesungen und wer die Responsen;
Aber es whrte zu lang, ich lass es lieber bewenden.
In ein Grab ward die Leiche gelegt und drber ein schner
Marmorstein, poliert wie ein Glas, gehauen im Viereck,
Gro und dick, und oben darauf war deutlich zu lesen:
Kratzefu, Tochter Hennings des Hahns, die beste der Hennen,
Legte viel Eier ins Nest und wute klglich zu scharren.
Ach, hier liegt sie! durch Reinekens Mord den Ihren genommen.
Alle Welt soll erfahren, wie bs und falsch er gehandelt,
Und die Tote beklagen. So lautete, was man geschrieben.

Und es lie der Knig darauf die Klgsten berufen,
Rat mit ihnen zu halten, wie er den Frevel bestrafte,
Der so klrlich vor ihn und seine Herren gebracht war.
Und sie rieten zuletzt: man habe dem listigen Frevler
Einen Boten zu senden, da er um Liebes und Leides
Nicht sich entzge, er solle sich stellen am Hofe des Knigs
An dem Tage der Herrn, wenn sie zunchst sich versammeln;
Braun, den Bren, ernannte man aber zum Boten. Der Knig
Sprach zu Braun, dem Bren: Ich sag es, Euer Gebieter,
Da Ihr mit Flei die Botschaft verrichtet! Doch rat ich zur Vorsicht:
Denn es ist Reineke falsch und boshaft, allerlei Listen
Wird er gebrauchen, er wird Euch schmeicheln, er wird Euch belgen,
Hintergehen, wie er nur kann. Mitnichten, versetzte
Zuversichtlich der Br: bleibt ruhig! Sollt er sich irgend
Nur vermessen und mir zum Hohne das mindeste wagen,
Seht, ich schwr es bei Gott! der mge mich strafen, wofern ich
Ihm nicht grimmig verglte, da er zu bleiben nicht wte.

elfboi schrieb am 16.9. 2002 um 21:52:13 Uhr zu

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Bettina Beispiel schrieb am 12.3. 2003 um 03:24:46 Uhr zu

DATENMLL

Bewertung: 1 Punkt(e)

In den letzten 24 Stunden kamen zum Assoziations-Blaster 364 Assoziationen und 32 neue Stichwrter hinzu.
In the last 24 hours 364 associations and 32 new references were added to the association Blaster.
最後の24 時間に364 の連合及び32 の新しい参照は連合の発破工 へ 加えられた。
Combination of 364 and the reference whose 32 is new were added to the blast manufacture of combination in last 24 hours.
Una combinazione di 364 ed il riferimento di cui 32 sono nuovi sono stati aggiunti alla fabbricazione di scoppio di combinazione in ultimo 24 ore.
A combination of the 364 and reference of which 32 they are new has been added to the fabrication of last explosion of combination in 24 hours.
Eine Kombination der 364 und Hinweis, von dem 32 sie neu sind, ist der Herstellung der letzten Explosion der Kombination in 24 Stunden hinzugefgt worden.
Une combinaison des 364 et l'indication, dont 32 ils sont nouveaux, ont t ajoutes la fabrication de la dernire explosion de la combinaison dans 24 heures.
A combination of the 364 and the indication, of which 32 they are new, was added to the manufacture of the last explosion of the combination in 24 hours.
364의 조합및 32이 그들 새로운, 표시는 24 시간안에 조합의 마지막 폭발의 제조에 추가되었다.
The union of 364 and 32 they is new, the indication inside 24 hours was added in manufacture of last explosion of the union.
A unio de 364 e de 32 que so novos, a indicao dentro de 24 horas foi adicionada na manufatura da ltima exploso da unio.
The union of 364 and 32 that they are new, the indication inside 24-hour was added in the manufacture of the last explosion of the union.
联合364 和32, 他们新, 征兆在24 小时里面被增加在联合的最后爆炸的制造。
Unites 364 and 32, they is new, the indication is increased inside 24 hours in the union final detonation manufacture.
Une 364 y 32, son nuevos, la indicacin se aumentan dentro de 24 horas en la fabricacin final de la detonacin de la unin.
It unites 364 and 32, are new, the indication are increased within 24 hours in the final manufacture of the detonation of the union.
Es vereinigt 364 und 32, sind, die Anzeige werden erhht innerhalb 24 Stunden in der abschlieenden Herstellung der Detonation des Anschlues neu.

elfboi schrieb am 20.12. 2002 um 03:52:56 Uhr zu

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Bewertung: 1 Punkt(e)

Johann Wolfgang von Goethe



Der Tragdie zweiter Teil



Lustgarten

Morgensonne.
Der Kaiser, Hofleute. Faust, Mephistopheles, anstndig,
nicht auffallend, nach Sitte gekleidet; beide knieen.

FAUST. Verzeihst du, Herr, das Flammengaukelspiel?

KAISER zum Aufstehn winkend.
Ich wnsche mir dergleichen Scherze viel. -
Auf einmal sah ich mich in glhnder Sphre:
Es schien mir fast, als ob ich Pluto wre.
Aus Nacht und Kohlen lag ein Felsengrund,
Von Flmmchen glhend. Dem und jenem Schlund
Aufwirbelten viel tausend wilde Flammen
Und flackerten in ein Gewlb zusammen.
Zum hchsten Dome zngelt es empor,
Der immer ward und immer sich verlor.
Durch fernen Raum gewundner Feuersulen
Sah ich bewegt der Vlker lange Zeilen;
Sie drngten sich im weiten Kreis heran
Und huldigten, wie sie es stets getan.
Von meinem Hof erkannt ich ein- und andern;
Ich schien ein Frst von tausend Salamandern.

MEPHISTOPHELES. Das bist du, Herr! weil jedes Element
Die Majestt als unbedingt erkennt.
Gehorsam Feuer hast du nun erprobt;
Wirf dich ins Meer, wo es am wildsten tobt,
Und kaum betrittst du perlenreichen Grund,
So bildet wallend sich ein herrlich Rund,
Siehst auf und ab lichtgrne, schwanke Wellen
Mit Purpursaum zur schnsten Wohnung schwellen
Um dich, den Mittelpunkt. Bei jedem Schritt,
Wohin du gehst, gehn die Palste mit.
Die Wnde selbst erfreuen sich des Lebens,
Pfeilschnellen Wimmlens, Hin- und Wiederstrebens.
Meerwunder drngen sich zum neuen milden Schein,
Sie schieen an, und keines darf herein.
Da spielen farbig-goldbeschuppte Drachen,
Der Haifisch klafft: du lachst ihm in den Rachen.
Wie sich auch jetzt der Hof um dich entzckt,
Hast du doch nie ein solch Gedrng erblickt.
Doch bleibst du nicht vom Lieblichsten geschieden:
Es nahen sich neugierige Nereiden
Der prchtgen Wohnung in der ewgen Frische,
Die jngsten scheu und lstern wie die Fische,
Die sptern klug. Schon wird es Thetis kund:
Dem zweiten Peleus reicht sie Hand und Mund. -
Den Sitz alsdann auf des Olymps Revier - -

KAISER. Die luftgen Rume, die erla ich dir:
Noch frh genug besteigt man jenen Thron.

MEPHISTOPHELES.

Und, hchster Herr! die Erde hast du schon.

KAISER. Welch gut Geschick hat dich hierher gebracht,
Unmittelbar aus Tausendeiner Nacht?
Gleichst du an Fruchtbarkeit Scheherazaden,
Versichr ich dich der hchsten aller Gnaden.
Sei stets bereit, wenn eure Tageswelt,
Wies oft geschieht, mir widerlichst mifllt!

MARSCHALK tritt eilig auf.
Durchlauchtigster, ich dacht in meinem Leben
Vom schnsten Glck Verkndung nicht zu geben
Als diese, die mich hoch beglckt,
In deiner Gegenwart entzckt:
Rechnung fr Rechnung ist berichtigt,
Die Wucherklauen sind beschwichtigt,
Los bin ich solcher Hllenpein;
Im Himmel kanns nicht heitrer sein.

HEERMEISTER folgt eilig.
Abschlgig ist der Sold entrichtet,
Das ganze Heer aufs neu verpflichtet,
Der Lanzknecht fhlt sich frisches Blut,
Und Wirt und Dirnen habens gut.

KAISER. Wie atmet eure Brust erweitert!
Das faltige Gesicht erheitert!
Wie eilig tretet ihr heran!

SCHATZMEISTER, der sich einfindet.
Befrage diese, die das Werk getan!

FAUST. Dem Kanzler ziemts, die Sache vorzutragen.

KANZLER, der langsam herankommt.
Beglckt genug in meinen alten Tagen. -
So hrt und schaut das schicksalschwere Blatt,
Das alles Weh in Wohl verwandelt hat! Er liest.
Zu wissen sei es jedem, ders begehrt:
Der Zettel hier ist tausend Kronen wert.
Ihm liegt gesichert, als gewisses Pfand,
Unzahl vergrabnen Guts im Kaiserland.
Nun ist gesorgt, damit der reiche Schatz,
Sogleich gehoben, diene zum Ersatz.

KAISER. Ich ahne Frevel, ungeheuren Trug!
Wer flschte hier des Kaisers Namenszug?
Ist solch Verbrechen ungestraft geblieben?

SCHATZMEISTER. Erinnre dich! hast selbst es unterschrieben!
Erst heute nacht! Du standst als groer Pan,
Der Kanzler sprach mit uns zu dir heran:
Gewhre dir das hohe Festvergngen,
Des Volkes Heil, mit wenig Federzgen!
Du zogst sie rein, dann wards in dieser Nacht
Durch Tausendknstler schnell vertausendfacht.
Damit die Wohltat allen gleich gedeihe,
So stempelten wir gleich die ganze Reihe:
Zehn, Dreiig, Funfzig, Hundert sind parat.
Ihr denkt euch nicht, wie wohls dem Volke tat.
Seht eure Stadt, sonst halb im Tod verschimmelt,
Wie alles lebt und lustgenieend wimmelt!
Obschon dein Name lngst die Welt beglckt,
Man hat ihn nie so freundlich angeblickt.
Das Alphabet ist nun erst berzhlig,
In diesem Zeichen wird nun jeder selig.

KAISER. Und meinen Leuten gilts fr gutes Gold?
Dem Heer, dem Hofe gngts zu vollem Sold?
So sehr michs wundert, mu ichs gelten lassen.

MARSCHALK. Unmglich wrs, die Flchtigen einzufassen;
Mit Blitzeswink zerstreute sichs im Lauf.
Die Wechslerbnke stehen sperrig auf:
Man honoriert daselbst ein jedes Blatt
Durch Gold und Silber, freilich mit Rabatt.
Nun gehts von da zum Fleischer, Bcker, Schenken:
Die halbe Welt scheint nur an Schmaus zu denken,
Wenn sich die andre neu in Kleidern blht;
Der Krmer schneidet aus, der Schneider nht.
Bei: Hoch dem Kaiser! sprudelts in den Kellern;
Dort kochts und brts und klappert mit den Tellern.

MEPHISTOPHELES. Wer die Terrassen einsam abspaziert,
Gewahrt die Schnste, herrlich aufgeziert,
Ein Aug verdeckt vom stolzen Pfauenwedel;
Sie schmunzelt uns und blickt nach solcher Schedel,
Und hurtger als durch Witz und Redekunst
Vermittelt sich die reichste Liebesgunst.
Man wird sich nicht mit Brs und Beutel plagen:
Ein Blttchen ist im Busen leicht zu tragen,
Mit Liebesbrieflein paarts bequem sich hier.
Der Priester trgts andchtig im Brevier,
Und der Soldat, um rascher sich zu wenden,
Erleichtert schnell den Grtel seiner Lenden.
Die Majestt verzeihe, wenn ins Kleine
Das hohe Werk ich zu erniedern scheine!

FAUST. Das berma der Schtze, das, erstarrt,
In deinen Landen tief im Boden harrt,
Liegt ungenutzt. Der weiteste Gedanke
Ist solches Reichtums kmmerlichste Schranke;
Die Phantasie, in ihrem hchsten Flug,
Sie strengt sich an und tut sich nie genug.
Doch fassen Geister, wrdig, tief zu schauen,
Zum Grenzenlosen grenzenlos Vertrauen.

MEPHISTOPHELES. Ein solch Papier, an Gold und Perlen Statt,
Ist so bequem, man wei doch, was man hat;
Man braucht nicht erst zu markten noch zu tauschen,
Kann sich nach Lust in Lieb und Wein berauschen.
Will man Metall: ein Wechsler ist bereit,
Und fehlt es da, so grbt man eine Zeit.
Pokal und Kette wird verauktioniert,
Und das Papier, sogleich amortisiert,
Beschmt den Zweifler, der uns frech verhhnt.
Man will nicht anders, ist daran gewhnt.
So bleibt von nun an allen Kaiserlanden
An Kleinod, Gold, Papier genug vorhanden.

KAISER. Das hohe Wohl verdankt euch unser Reich;
Wo mglich sei der Lohn dem Dienste gleich.
Vertraut sei euch des Reiches innrer Boden,
Ihr seid der Schtze wrdigste Kustoden.
Ihr kennt den weiten, wohlverwahrten Hort,
Und wenn man grbt, so seis auf euer Wort.
Vereint euch nun, ihr Meister unsres Schatzes,
Erfllt mit Lust die Wrden eures Platzes,
Wo mit der obern sich die Unterwelt,
In Einigkeit beglckt, zusammenstellt!

SCHATZMEISTER.
Soll zwischen uns kein fernster Zwist sich regen!
Ich liebe mir den Zaubrer zum Kollegen. Ab mit Faust.

KAISER. Beschenk ich nun bei Hofe Mann fr Mann,
Gesteh er mir, wozu ers brauchen kann.

PAGE empfangend. Ich lebe lustig, heiter, guter Dinge.

EIN ANDRER gleichfalls.
Ich schaffe gleich dem Liebchen Kett und Ringe.

KMMERER annehmend. Von nun an trink ich doppelt bere Flasche.

EIN ANDRER gleichfalls. Die Wrfel jucken mich schon in der Tasche.

BANNERHERR mit Bedacht.
Mein Schlo und Feld, ich mach es schuldenfrei.

EIN ANDRER gleichfalls.
Es ist ein Schatz, den leg ich Schtzen bei.

KAISER. Ich hoffte Lust und Mut zu neuen Taten;
Doch wer euch kennt, der wird euch leicht erraten.
Ich merk es wohl: bei aller Schtze Flor,
Wie ihr gewesen, bleibt ihr nach wie vor.

NARR. Ihr spendet Gnaden: gnnt auch mir davon!

KAISER. Und lebst du wieder, du vertrinkst sie schon.

NARR. Die Zauberbltter! ich verstehs nicht recht.

KAISER. Das glaub ich wohl; denn du gebrauchst sie schlecht.

NARR. Da fallen andere; wei nicht, was ich tu.

KAISER. Nimm sie nur hin! sie fielen dir ja zu. Ab.

NARR. Fnftausend Kronen wren mir zuhanden!

MEPHISTOPHELES. Zweibeiniger Schlauch, bist wieder auferstanden?

NARR. Geschieht mir oft, doch nicht so gut als jetzt.

MEPHISTOPHELES. Du freust dich so, da dichs in Schwei versetzt.

NARR. Da seht nur her: ist das wohl Geldeswert?

MEPHISTOPHELES. Du hast dafr, was Schlund und Bauch begehrt.

NARR. Und kaufen kann ich Acker, Haus und Vieh?

MEPHISTOPHELES. Versteht sich! biete nur: das fehlt dir nie.

NARR. Und Schlo mit Wald und Jagd und Fischbach?

MEPHISTOPHELES. Traun!
Ich mchte dich gestrengen Herrn wohl schaun!

NARR. Heut abend wieg ich mich im Grundbesitz! Ab.

MEPHISTOPHELES solus. Wer zweifelt noch an unsres Narren Witz!

hopla schrieb am 31.7. 2002 um 13:57:43 Uhr zu

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Bewertung: 2 Punkt(e)

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Einige zufllige Stichwrter

ansatzweise
Erstellt am 13.12. 2005 um 23:18:19 Uhr von SAcher, enthlt 3 Texte

entlieben
Erstellt am 8.10. 2001 um 02:09:44 Uhr von Otto, enthlt 36 Texte

Liebeslied
Erstellt am 27.12. 2000 um 21:14:53 Uhr von Charch, enthlt 60 Texte

Gleichaltrige
Erstellt am 7.9. 2003 um 23:31:05 Uhr von Zabuda, enthlt 6 Texte

halbmond
Erstellt am 16.9. 2002 um 04:47:54 Uhr von daysailor, enthlt 13 Texte


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