Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 875, davon 872 (99,66%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 210 positiv bewertete (24,00%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 23.1. 2001 um 05:30:21 Uhr schrieb
Daniel Arnold über DATENMÜLL
Der neuste Text am 23.4. 2024 um 14:31:25 Uhr schrieb
schmidt über DATENMÜLL
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(insgesamt: 509)

am 16.8. 2002 um 10:53:08 Uhr schrieb
Duckman über DATENMÜLL

am 30.3. 2006 um 12:41:44 Uhr schrieb
Smo-Tan über DATENMÜLL

am 8.1. 2003 um 18:49:15 Uhr schrieb
elfboi über DATENMÜLL

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »DATENMÜLL«

Daniel Arnold schrieb am 23.1. 2001 um 05:30:21 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 6 Punkt(e)

Mir fehlt(e bisher) ein Stichwort bei dem man mal so richtig ohne nachzudenken seinen Mist loswerden kann.
Daher nun also „Datenmüll“.

Dabei muss gesagt werden, dass es schwer ist Datenmüll zu definieren. Denn sobald jemand Stift, Papier oder Tastatur zur Hand nimmt und einen Text schreibt, muss man ihm/ihr zumindest das Recht einräumen, den Text nicht zu verabscheuen solange man ihn nicht gelesen hat.
Dennoch hier nun also die Kategorie Datenmüll!
!“§$%&()=?`*’_:; Dazu erzähle ich euch nun, dass ich bereits so ( ) kurz davor stand diese Kategorie einzuführen, als mir mein „ich verachte dich, ich hasse dich abgrundtief, bist du eigentlich total beknackt, eines Tages werde ich dich mit einer Axt...“-Computer - korrigiere PC - einen Strich durch die Rechnung machte und mich aus dem Netscape-Navigator warf. Warum auch immer.;.jczj f
Und auf grund von bis zur selbstzerstörung gehendem kampfes gegen alles was tasten hat eckigist undwo pc draufsteht fange ichgv nun an dich wie #-..-.#_Ä&/%mit datenmüll zu ärgern erg.#_ich weiß das ist dir egal, aber solange ich meine vernünftigen daten die auf dir sind wenigstens einigermaßen behalten will , was mich vor der axt zurückschrecken lässt, müllei hc dich hin und wieder mit dastenmüll zu auch wenns dir ega l ist egal um dich dann doch wieder ach arghhtrhjdgflkjdhgfklöngblbäöpoujkljüpoöjklcbföjkgflxd warum sapiorusekrlöjdnm,gf.warumwarumwarumwarum

Ichtöter schrieb am 23.9. 2004 um 22:25:58 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ich wurde mal von einer Frau gefragt, die sich eher mit dem Sozialen, gar Politischen und nicht weniger dem Kunstgeschichtlich-Archäologischen befasste, dazu auch noch Rachmaninov und die Beatles mochte, was ich denn gerade läse (sie gebrauchte bestimmt jenen conjunctivus brachialis). Nachdem sie vorher etwas über Rudolf Steiner referiert hatte (sie gehörte zu jenen, die, wenn sie über Rudolf Steiner referieren, es so tun, als sei es selbstverständlich, dass es den Gegenüber brennend interessiere), erwartete sie von mir einen ähnlich lodernden Vortrag. Ich sagte: »öh, so 'n Buch über Kosmologie«, und schloss den Vortrag damit ab. »Aaah, ja«, entgegnete sie knapp. Ich schämte mich sehr, so etwas zu lesen; ich vermutete Jahre später, meine Wortkargheit hinsichtlich des Themas hatte einen arg arroganten Eindruck auf sie gemacht. Das war aber nur eine späte Spekulation. Ich bin sicher, im Moment des Ereignisses schämte ich mich so sehr wie sie mich bemitleidete und sie war froh, dass ich mich so kurz gefasst hatte. Und eigentlich schäme ich mich heute noch und, wenn ich überhaupt noch was lesen würde, läse (conjunctivus brachialis!) ich so was lieber heimlich unter der Bettdecke. Überhaupt weiß ich gar nicht, wie ein Leben ohne Scham funktioniert, also ich meine, wie sich das von innen anfühlt. Diese sozial-politisch-kunsthistorisch-archäologische Steiner-Leserin schien mir allerdings nah vor dieser Himmelspforte gestanden haben; man stelle sich einmal vor: sie legte, ohne ihre leckere Tortellini essenden Gäste zu fragen, ein Klavierkonzert von Rachmaninov auf und gestikulierte von herrlich schwelgenden Streichern redend mit ausgebreiteten Armen am Tisch herum. Das war einer meiner vielen und ganz großen in Depression endenden Abende.

(egozentrischer Scheißtext)

elfboi schrieb am 20.12. 2002 um 04:07:10 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 1 Punkt(e)

Johann Wolfgang von Goethe



Der Tragödie zweiter Teil



Auf dem Vorgebirg

Trommeln und kriegerische Musik von unten.
Des Kaisers Zelt wird aufgeschlagen.
Kaiser, Obergeneral, Trabanten.

OBERGENERAL. Noch immer scheint der Vorsatz wohlerwogen,
Daß wir in dies gelegene Tal
Das ganze Heer gedrängt zurückgezogen;
Ich hoffe fest: uns glückt die Wahl.

KAISER. Wie es nun geht, es muß sich zeigen;
Doch mich verdrießt die halbe Flucht, das Weichen.

OBERGENERAL.
Schau hier, mein Fürst, auf unsre rechte Flanke!
Solch ein Terrain wünscht sich der Kriegsgedanke:
Nicht steil die Hügel, doch nicht allzu gänglich,
Den Unsern vorteilhaft, dem Feind verfänglich,
Wir, halb versteckt, auf wellenförmigem Plan;
Die Reiterei, sie wagt sich nicht heran.

KAISER. Mir bleibt nichts übrig als zu loben;
Hier kann sich Arm und Brust erproben.

OBERGENERAL. Hier, auf der Mittelwiese flachen Räumlichkeiten,
Siehst du den Phalanx, wohlgemut zu streiten.
Die Piken blinken flimmernd in der Luft,
Im Sonnenglanz, durch Morgennebelduft.
Wie dunkel wogt das mächtige Quadrat!
Zu Tausenden glühts hier auf große Tat.
Du kannst daran der Masse Kraft erkennen;
Ich trau ihr zu, der Feinde Kraft zu trennen.

KAISER. Den schönen Blick hab ich zum erstenmal.
Ein solches Heer gilt für die Doppelzahl.

OBERGENERAL. Von unsrer Linken hab ich nichts zu melden:
Den starren Fels besetzen wackere Helden;
Das Steingeklipp, das jetzt von Waffen blitzt,
Den wichtigen Paß der engen Klause schützt.
Ich ahne schon: hier scheitern Feindeskräfte
Unvorgesehn im blutigen Geschäfte.
KAISER. Dort ziehn sie her, die falschen Anverwandten,
Wie sie mich Oheim, Vetter, Bruder nannten,
Sich immer mehr und wieder mehr erlaubten,
Dem Zepter Kraft, dem Thron Verehrung raubten,
Dann, unter sich entzweit, das Reich verheerten
Und nun, gesamt, sich gegen mich empörten!
Die Menge schwankt im ungewissen Geist;
Dann strömt sie nach, wohin der Strom sie reißt.

OBERGENERAL.
Ein treuer Mann, auf Kundschaft ausgeschickt,
Kommt eilig felsenab; seis ihm geglückt!

ERSTER KUNDSCHAFTER. Glücklich ist sie uns gelungen,
Listig, mutig, unsre Kunst,
Daß wir hin- und hergedrungen;
Doch wir bringen wenig Gunst.
Viele schwören reine Huldigung
Dir, wie manche treue Schar;
Doch Untätigkeitsentschuldigung:
Innere Gärung, Volksgefahr.

KAISER. Sich selbst erhalten bleibt der Selbstsucht Lehre,
Nicht Dankbarkeit und Neigung, Pflicht und Ehre.
Bedenkt ihr nicht, wenn eure Rechnung voll,
Daß Nachbars Hausbrand euch verzehren soll?

OBERGENERAL. Der Zweite kommt; nur langsam steigt er nieder:
Dem müden Manne zittern alle Glieder.

ZWEITER KUNDSCHAFTER. Erst gewahrten wir vergnüglich
Wilden Wesens irren Lauf;
Unerwartet, unverzüglich
Trat ein neuer Kaiser auf,
Und auf vorgeschriebenen Bahnen
Zieht die Menge durch die Flur;
Den entrollten Lügenfahnen
Folgen alle! - Schafsnatur!

KAISER. Ein Gegenkaiser kommt mir zum Gewinn:
Nun fühl ich erst, daß Ich der Kaiser bin!
Nur als Soldat legt ich den Harnisch an,
Zu höherem Zweck ist er nun umgetan.
Bei jedem Fest, wenns noch so glänzend war,
Nichts ward vermißt: mir fehlte die Gefahr!
Wie ihr auch seid, zum Ringspiel rietet ihr,
Mir schlug das Herz, ich atmete Turnier,
Und hättet ihr mir nicht vom Kriegen abgeraten,
Jetzt glänzt ich schon in lichten Heldentaten.
Selbständig fühlt ich meine Brust besiegelt,
Als ich mich dort im Feuerreich bespiegelt:
Das Element drang gräßlich auf mich los;
Es war nur Schein, allein der Schein war groß.
Von Sieg und Ruhm hab ich verwirrt geträumt;
Ich bringe nach, was frevelhaft versäumt.
Die Herolde werden abgefertigt zu Herausforderung des Gegenkaisers.
Faust, geharnischt, mit halbgeschloßnem Helme.
Die drei Gewaltigen, gerüstet und gekleidet wie oben.

FAUST. Wir treten auf und hoffen: ungescholten;
Auch ohne Not hat Vorsicht wohl gegolten.
Du weißt: das Bergvolk denkt und simuliert.
Ist in Natur- und Felsenschrift studiert.
Die Geister, längst dem flachen Land entzogen,
Sind mehr als sonst dem Felsgebirg gewogen.
Sie wirken still durch labyrinthische Klüfte
Im edlen Gas metallisch-reicher Düfte;
In stetem Sondern, Prüfen und Verbinden
Ihr einziger Trieb ist, Neues zu erfinden.
Mit leisem Finger geistiger Gewalten
Erbauen sie durchsichtige Gestalten;
Dann im Kristall und seiner ewigen Schweignis
Erblicken sie der Oberwelt Ereignis.

KAISER. Vernommen hab ichs, und ich glaube dir;
Doch, wackrer Mann, sag an: was soll das hier?

FAUST. Der Nekromant von Norcia, der Sabiner,
Ist dein getreuer, ehrenhafter Diener.
Welch greulich Schicksal droht ihm ungeheuer:
Das Reisig prasselte, schon züngelte das Feuer;
Die trocknen Scheite ringsumher verschränkt,
Mit Pech und Schwefelruten untermengt;
Nicht Mensch noch Gott noch Teufel konnte retten -
Die Majestät zersprengte glühende Ketten!
Dort wars in Rom. Er bleibt dir hoch verpflichtet,
Auf deinen Gang in Sorge stets gerichtet.
Von jener Stund an ganz vergaß er sich,
Er fragt den Stern, die Tiefe nur für dich.
Er trug uns auf als eiligstes Geschäfte,
Bei dir zu stehn. Groß sind des Berges Kräfte;
Da wirkt Natur so übermächtig frei,
Der Pfaffen Stumpfsinn schilt es Zauberei.

KAISER. Am Freudentag, wenn wir die Gäste grüßen,
Die heiter kommen, heiter zu genießen,
Da freut uns jeder, wie er schiebt und drängt
Und, Mann für Mann, der Säle Raum verengt.
Doch höchst willkommen muß der Biedre sein,
Tritt er als Beistand kräftig zu uns ein
Zur Sorgenstunde, die bedenklich waltet,
Weil über ihr des Schicksals Wage schaltet.
Doch lenket hier, im hohen Augenblick,
Die starke Hand vom willigen Schwert zurück!
Ehrt den Moment, wo manche Tausend schreiten,
Für oder wider mich zu streiten!
Selbst ist der Mann! Wer Thron und Kron begehrt,
Persönlich sei er solcher Ehren wert!
Sei das Gespenst, das, gegen uns erstanden,
Sich Kaiser nennt und Herr von unsern Landen,
Des Heeres Herzog, Lehnsherr unsrer Großen,
Mit eigner Faust ins Totenreich gestoßen!

FAUST. Wie es auch sei, das Große zu vollenden,
Du tust nicht wohl, dein Haupt so zu verpfänden.
Ist nicht der Helm mit Kamm und Busch geschmückt?
Er schützt das Haupt, das unsern Mut entzückt.
Was, ohne Haupt, was förderten die Glieder?
Denn schläfert jenes, alle sinken nieder;
Wird es verletzt, gleich alle sind verwundet,
Erstehen frisch, wenn jenes rasch gesundet.
Schnell weiß der Arm sein starkes Recht zu nützen,
Er hebt den Schild, den Schädel zu beschützen;
Das Schwert gewahret seiner Pflicht sogleich,
Lenkt kräftig ab und wiederholt den Streich;
Der tüchtige Fuß nimmt teil an ihrem Glück,
Setzt dem Erschlagenen frisch sich ins Genick.

KAISER. Das ist mein Zorn, so möcht ich ihn behandeln,
Das stolze Haupt in Schemeltritt verwandeln!

HEROLDE kommen zurück.
Wenig Ehre, wenig Geltung
Haben wir daselbst genossen;
Unsrer kräftig-edlen Meldung
Lachten sie als schaler Possen:
»Euer Kaiser ist verschollen,
Echo dort im engen Tal!
Wenn wir sein gedenken sollen,
Märchen sagt: Es war einmal.«

FAUST. Dem Wunsch gemäß der Besten ists geschehn,
Die, fest und treu, an deiner Seite stehn.
Dort naht der Feind, die Deinen harren brünstig:
Befiehl den Angriff! Der Moment ist günstig.

KAISER. Auf das Kommando leist ich hier Verzicht.
Zum Obergeneral.
In deinen Händen, Fürst, sei deine Pflicht!

OBERGENERAL. So trete denn der rechte Flügel an!
Des Feindes Linke, eben jetzt im Steigen,
Soll, eh sie noch den letzten Schritt getan,
Der Jugendkraft geprüfter Treue weichen.

FAUST. Erlaube denn, daß dieser muntre Held
Sich ungesäumt in deine Reihen stellt,
Sich deinen Reihen innigst einverleibt
Und, so gesellt, sein kräftig Wesen treibt!
Er deutet zur Rechten.

RAUFEBOLD tritt vor.
Wer das Gesicht mir zeigt, der kehrts nicht ab
Als mit zerschlagnen Unter- und Oberbacken;
Wer mir den Rücken kehrt, gleich liegt ihm schlapp
Hals, Kopf und Schopf hinschlotternd graß im Nacken.
Und schlagen deine Männer dann
Mit Schwert und Kolben, wie ich wüte,
So stürzt der Feind, Mann über Mann,
Ersäuft im eigenen Geblüte. Ab.

OBERGENERAL. Der Phalanx unsrer Mitte folge sacht,
Dem Feind begegn er, klug mit aller Macht,
Ein wenig rechts! dort hat bereits, erbittert,
Der Unseren Streitkraft ihren Plan erschüttert.

FAUST auf den Mittelsten deutend.
So folge denn auch dieser deinem Wort!
Er ist behend, reißt alles mit sich fort.

HABEBALD tritt vor.
Dem Heldenmut der Kaiserscharen
Soll sich der Durst nach Beute paaren,
Und allen sei das Ziel gestellt:
Des Gegenkaisers reiches Zelt!
Er prahlt nicht lang auf seinem Sitze;
Ich ordne mich dem Phalanx an die Spitze.

EILEBEUTE, Marketenderin, sich an ihn anschmiegend.
Bin ich auch ihm nicht angeweibt,
Er mir der liebste Buhle bleibt.
Für uns ist solch ein Herbst gereift!
Die Frau ist grimmig, wenn sie greift,
Ist ohne Schonung, wenn sie raubt;
Im Sieg voran! und alles ist erlaubt. Beide ab.

OBERGENERAL. Auf unsre Linke, wie vorauszusehn,
Stürzt ihre Rechte kräftig. Widerstehn
Wird Mann für Mann dem wütenden Beginnen,
Den engen Paß des Felswegs zu gewinnen.

FAUST winkt nach der Linken.
So bitte, Herr, auch diesen zu bemerken:
Es schadet nichts, wenn Starke sich verstärken.

HALTEFEST tritt vor.
Dem linken Flügel keine Sorgen!
Da, wo ich bin, ist der Besitz geborgen;
In ihm bewähret sich der Alte:
Kein Strahlblitz spaltet, was ich halte. Ab.

MEPHISTOPHELES von oben herunterkommend.
Nun schauet, wie im Hintergrunde
Aus jedem zackigen Felsenschlunde
Bewaffnete hervor sich drängen,
Die schmalen Pfade zu verengen,
Mit Helm und Harnisch, Schwertern, Schilden
In unserm Rücken eine Mauer bilden,
Den Wink erwartend, zuzuschlagen!
Leise zu den Wissenden.
Woher das kommt, müßt ihr nicht fragen!
Ich habe freilich nicht gesäumt,
Die Waffensäle ringsum ausgeräumt:
Da standen sie zu Fuß, zu Pferde,
Als wären sie noch Herrn der Erde;
Sonst warens Ritter, König, Kaiser,
Jetzt sind es nichts als leere Schneckenhäuser;
Gar manch Gespenst hat sich darein geputzt,
Das Mittelalter lebhaft aufgestutzt.
Welch Teufelchen auch drinne steckt,
Für diesmal macht es doch Effekt. Laut.
Hört, wie sie sich voraus erbosen,
Blechklappernd aneinander stoßen!
Auch flattern Fahnenfetzen bei Standarten,
Die frischer Lüftchen ungeduldig harrten.
Bedenkt: hier ist ein altes Volk bereit
Und mischte gern sich auch zum neuen Streit.
Furchtbarer Posaunenschall von oben, im feindlichen Heere
merkliche Schwankung.

FAUST. Der Horizont hat sich verdunkelt,
Nur hie und da bedeutend funkelt
Ein roter, ahnungsvoller Schein;
Schon blutig blinken die Gewehre,
Der Fels, der Wald, die Atmosphäre,
Der ganze Himmel mischt sich ein.

MEPHISTOPHELES. Die rechte Flanke hält sich kräftig;
Doch seh ich ragend unter diesen
Hans Raufbold, den behenden Riesen,
Auf seine Weise rasch-geschäftig.

KAISER. Erst sah ich einen Arm erhoben,
Jetzt seh ich schon ein Dutzend toben;
Naturgemäß geschieht es nicht.

FAUST. Vernahmst du nichts von Nebelstreifen,
Die auf Siziliens Küsten schweifen?
Dort, schwankend-klar, im Tageslicht,
Erhoben zu den Mittellüften,
Gespiegelt in besondern Düften,
Erscheint ein seltsames Gesicht:
Da schwanken Städte hin und wieder,
Da steigen Gärten auf und nieder,
Wie Bild um Bild den Äther bricht.

KAISER. Doch wie bedenklich! Alle Spitzen
Der hohen Speere seh ich blitzen,
Auf unsers Phalanx blanken Lanzen
Seh ich behende Flämmchen tanzen:
Das scheint mir gar zu geisterhaft.

FAUST. Verzeih, o Herr, das sind die Spuren
Verschollner geistiger Naturen,
Ein Widerschein der Dioskuren,
Bei denen alle Schiffer schwuren:
Sie sammeln hier die letzte Kraft.
KAISER. Doch sage: wem sind wir verpflichtet,
Daß die Natur, auf uns gerichtet,
Das Seltenste zusammenrafft?

MEPHISTOPHELES. Wem als dem Meister, jenem hohen,
Der dein Geschick im Busen trägt?
Durch deiner Feinde starkes Drohen
Ist er im Tiefsten aufgeregt.
Sein Dank will dich gerettet sehen,
Und sollt er selbst daran vergehen.

KAISER. Sie jubelten, mich pomphaft umzuführen;
Ich war nun was, das wollt ich auch probieren
Und fands gelegen, ohne viel zu denken,
Dem weißen Barte kühle Luft zu schenken.
Dem Klerus hab ich eine Lust verdorben
Und ihre Gunst mir freilich nicht erworben.
Nun sollt ich seit so manchen Jahren
Die Wirkung frohen Tuns erfahren?

FAUST. Freiherzige Wohltat wuchert reich.
Laß deinen Blick sich aufwärtswenden!
Mich deucht, Er will ein Zeichen senden -
Gib acht: es deutet sich sogleich!

KAISER. Ein Adler schwebt im Himmelhohen,
Ein Greif ihm nach mit wildem Drohen.

FAUST. Gib acht: gar günstig scheint es mir!
Greif ist ein fabelhaftes Tier;
Wie kann er sich so weit vergessen,
Mit echtem Adler sich zu messen!

KAISER. Nunmehr, in weitgedehnten Kreisen,
Umziehn sie sich - in gleichem Nu
Sie fahren aufeinander zu,
Sich Brust und Hälse zu zerreißen.

FAUST. Nun merke, wie der leidige Greif,
Zerzerrt, zerzaust, nur Schaden findet
Und mit gesenktem Löwenschweif,
Zum Gipfelwald gestürzt, verschwindet.

KAISER. Seis, wie gedeutet, so getan!
Ich nehm es mit Verwundrung an.

MEPHISTOPHELES gegen die Rechte.
Dringend wiederholten Streichen
Müssen unsre Feinde weichen,
Und mit ungewissem Fechten
Drängen sie nach ihrer Rechten
Und verwirren so im Streite
Ihrer Hauptmacht linke Seite.
Unsers Phalanx feste Spitze
Zieht sich rechts, und gleich dem Blitze
Fährt sie in die schwache Stelle. -
Nun, wie sturmerregte Welle
Sprühend, wüten gleiche Mächte
Wild in doppeltem Gefechte:
Herrlichers ist nichts ersonnen,
Uns ist diese Schlacht gewonnen!

KAISER an der linken Seite zu Faust.
Schau! Mir scheint es dort bedenklich:
Unser Posten steht verfänglich.
Keine Steine seh ich fliegen,
Niedre Felsen sind erstiegen,
Obre stehen schon verlassen.
Jetzt! - Der Feind, zu ganzen Massen
Immer näher angedrungen,
Hat vielleicht den Paß errungen:
Schlußerfolg unheiligen Strebens!
Eure Künste sind vergebens!
Pause.

MEPHISTOPHELES. Da kommen meine beiden Raben:
Was mögen die für Botschaft haben?
Ich fürchte gar: es geht uns schlecht!

KAISER. Was sollen diese leidigen Vögel?
Sie richten ihre schwarzen Segel
Hierher vom heißen Felsgefecht.

MEPHISTOPHELES zu den Raben.
Setzt euch ganz nah zu meinen Ohren!
Wen ihr beschützt, ist nicht verloren;
Denn euer Rat ist folgerecht.

FAUST zum Kaiser.
Von Tauben hast du ja vernommen,
Die aus den fernsten Landen kommen
Zu ihres Nestes Brut und Kost.
Hier ists mit wichtigen Unterschieden:
Die Taubenpost bedient den Frieden,
Der Krieg befiehlt die Rabenpost.

MEPHISTOPHELES. Es meldet sich ein schwer Verhängnis:
Seht hin! gewahret die Bedrängnis
Um unsrer Helden Felsenrand!
Die nächsten Höhen sind erstiegen,
Und würden sie den Paß besiegen,
Wir hätten einen schweren Stand.

KAISER. So bin ich endlich doch betrogen!
Ihr habt mich in das Netz gezogen;
Mir graut, seitdem es mich umstrickt.

MEPHISTOPHELES. Nur Mut! Noch ist es nicht mißglückt.
Geduld und Pfiff zum letzten Knoten!
Gewöhnlich gehts am Ende scharf.
Ich habe meine sichern Boten;
Befehlt, daß ich befehlen darf!

OBERGENERAL, der indessen herangekommen.
Mit diesen hast du dich vereinigt,
Mich hats die ganze Zeit gepeinigt;
Das Gaukeln schafft kein festes Glück.
Ich weiß nichts an der Schlacht zu wenden;
Begannen sies, sie mögens enden:
Ich gebe meinen Stab zurück.

KAISER. Behalt ihn bis zu bessern Stunden,
Die uns vielleicht das Glück verleiht!
Mir schaudert vor dem garstigen Kunden
Und seiner Rabentraulichkeit.
Zu Mephistopheles.
Den Stab kann ich dir nicht verleihen,
Du scheinst mir nicht der rechte Mann.
Befiehl und such uns zu befreien!
Geschehe, was geschehen kann!
Ab ins Zelt mit dem Obergeneral.

MEPHISTOPHELES. Mag ihn der stumpfe Stab beschützen!
Uns andern könnt er wenig nützen:
Es war so was vom Kreuz daran.

FAUST. Was ist zu tun?

MEPHISTOPHELES. Es ist getan! -
Nun, schwarze Vettern, rasch im Dienen,
Zum großen Bergsee! grüßt mir die Undinen
Und bittet sie um ihrer Fluten Schein!
Durch Weiberkünste, schwer zu kennen,
Verstehen sie, vom Sein den Schein zu trennen,
Und jeder schwört, das sei das Sein.
Pause.

FAUST. Den Wasserfräulein müssen unsre Raben
Recht aus dem Grund geschmeichelt haben:
Dort fängt es schon zu rieseln an.
An mancher trocknen, kahlen Felsenstelle
Entwickelt sich die volle, rasche Quelle:
Um jener Sieg ist es getan!

MEPHISTOPHELES. Das ist ein wunderbarer Gruß!
Die kühnsten Kletterer sind konfus.

FAUST. Schon rauscht ein Bach zu Bächen mächtig nieder,
Aus Schluchten kehren sie gedoppelt wieder,
Ein Strom nun wirft den Bogenstrahl;
Auf einmal legt er sich in flache Felsenbreite
Und rauscht und schäumt nach der und jener Seite,
Und stufenweise wirft er sich ins Tal.
Was hilft ein tapfres, heldenmäßiges Stemmen?
Die mächtige Woge strömt, sie wegzuschwemmen.
Mir schaudert selbst vor solchem wilden Schwall.

MEPHISTOPHELES. Ich sehe nichts von diesen Wasserlügen;
Nur Menschenaugen lassen sich betrügen,
Und mich ergötzt der wunderliche Fall.
Sie stürzen fort zu ganzen hellen Haufen:
Die Narren wähnen zu ersaufen,
Indem sie frei auf festem Lande schnaufen
Und lächerlich mit Schwimmgebärden laufen!
Nun ist Verwirrung überall.
Die Raben sind wiedergekommen.
Ich werd euch bei dem hohen Meister loben;
Wollt ihr euch nun als Meister selbst erproben,
So eilet zu der glühenden Schmiede,
Wo das Gezwergvolk, nimmer müde,
Metall und Stein zu Funken schlägt!
Verlangt, weitläufig sie beschwatzend,
Ein Feuer, leuchtend, blinkend, platzend,
Wie mans im hohen Sinne hegt!
Zwar Wetterleuchten in der weiten Ferne,
Blickschnelles Fallen allerhöchster Sterne
Mag jede Sommernacht geschehn;
Doch Wetterleuchten in verworrnen Büschen
Und Sterne, die am feuchten Boden zischen,
Das hat man nicht so leicht gesehn.
So müßt ihr, ohn euch viel zu quälen,
Zuvörderst bitten, dann befehlen.
Raben ab. Es geschieht wie vorgeschrieben.

MEPHISTOPHELES. Den Feinden dichte Finsternisse!
Und Tritt und Schritt ins Ungewisse!
Irrfunkenblick an allen Enden,
Ein Leuchten, plötzlich zu verblenden!
Das alles wäre wunderschön;
Nun aber brauchts noch Schreckgetön.

FAUST. Die hohlen Waffen aus der Säle Grüften
Empfinden sich erstarkt in freien Lüften;
Dadroben klapperts, rasselts lange schon:
Ein wunderbarer falscher Ton.

MEPHISTOPHELES. Ganz recht! Sie sind nicht mehr zu zügeln:
Schon schallts von ritterlichen Prügeln
Wie in der holden alten Zeit!
Armschienen wie der Beine Schienen,
Als Guelfen und als Ghibellinen,
Erneuern rasch den ewigen Streit.
Fest, im ererbten Sinne wöhnlich,
Erweisen sie sich unversöhnlich;
Schon klingt das Tosen weit und breit.
Zuletzt, bei allen Teufelsfesten,
Wirkt der Parteihaß doch zum besten,
Bis in den allerletzten Graus,
Schallt wider-widerwärtig panisch,
Mitunter grell und scharf satanisch,
Erschreckend in das Tal hinaus.

Kriegstumult im Orchester, zuletzt übergehend in militärisch-heitre Weisen.

suchmaschine 2.2 schrieb am 14.4. 2002 um 02:07:51 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 1 Punkt(e)

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elfboi schrieb am 20.12. 2002 um 04:17:50 Uhr zu

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Johann Wolfgang von Goethe



Der Tragödie erster Teil



Studierzimmer

Faust. Mephistopheles.

FAUST:
Es klopft? Herein!
Wer will mich wieder plagen?

MEPHISTOPHELES:
Ich bin's.

FAUST:
Herein!

MEPHISTOPHELES:
Du mußt es dreimal sagen.

FAUST:
Herein denn!

MEPHISTOPHELES:
So gefällst du mir.
Wir werden, hoff ich, uns vertragen;
Denn dir die Grillen zu verjagen,
Bin ich als edler Junker hier,
In rotem, goldverbrämtem Kleide,
Das Mäntelchen von starrer Seide,
Die Hahnenfeder auf dem Hut,
Mit einem langen, spitzen Degen,
Und rate nun dir, kurz und gut,
Dergleichen gleichfalls anzulegen;
Damit du, losgebunden, frei,
Erfahrest, was das Leben sei.

FAUST:
In jedem Kleide werd ich wohl die Pein
Des engen Erdelebens fühlen.
Ich bin zu alt, um nur zu spielen,
Zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
Was kann die Welt mir wohl gewähren?
Entbehren sollst du! sollst entbehren!
Das ist der ewige Gesang,
Der jedem an die Ohren klingt,
Den, unser ganzes Leben lang,
Uns heiser jede Stunde singt.
Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf,
Ich möchte bittre Tränen weinen,
Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf
Nicht einen Wunsch erfüllen wird, nicht einen,
Der selbst die Ahnung jeder Lust
Mit eigensinnigem Krittel mindert,
Die Schöpfung meiner regen Brust
Mit tausend Lebensfratzen hindert.
Auch muß ich, wenn die Nacht sich niedersenkt,
Mich ängstlich auf das Lager strecken;
Auch da wird keine Rast geschenkt,
Mich werden wilde Träume schrecken.
Der Gott, der mir im Busen wohnt,
Kann tief mein Innerstes erregen;
Der über allen meinen Kräften thront,
Er kann nach außen nichts bewegen;
Und so ist mir das Dasein eine Last,
Der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt.

MEPHISTOPHELES:
Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast.

FAUST:
O selig der, dem er im Siegesglanze
Die blut'gen Lorbeern um die Schläfe windet,
Den er, nach rasch durchrastem Tanze,
In eines Mädchens Armen findet!
O wär ich vor des hohen Geistes Kraft
Entzückt, entseelt dahin gesunken!

MEPHISTOPHELES:
Und doch hat jemand einen braunen Saft,
In jener Nacht, nicht ausgetrunken.

FAUST:
Das Spionieren, scheint's, ist deine Lust.

MEPHISTOPHELES:
Allwissend bin ich nicht; doch viel ist mir bewußt.

FAUST:
Wenn aus dem schrecklichen Gewühle
Ein süß bekannter Ton mich zog,
Den Rest von kindlichem Gefühle
Mit Anklang froher Zeit betrog,
So fluch ich allem, was die Seele
Mit Lock- und Gaukelwerk umspannt,
Und sie in diese Trauerhöhle
Mit Blend- und Schmeichelkräften bannt!
Verflucht voraus die hohe Meinung
Womit der Geist sich selbst umfängt!
Verflucht das Blenden der Erscheinung,
Die sich an unsre Sinne drängt!
Verflucht, was uns in Träumen heuchelt
Des Ruhms, der Namensdauer Trug!
Verflucht, was als Besitz uns schmeichelt,
Als Weib und Kind, als Knecht und Pflug!
Verflucht sei Mammon, wenn mit Schätzen
Er uns zu kühnen Taten regt,
Wenn er zu müßigem Ergetzen
Die Polster uns zurechte legt!
Fluch sei dem Balsamsaft der Trauben!
Fluch jener höchsten Liebeshuld!
Fluch sei der Hoffnung! Fluch dem Glauben,
Und Fluch vor allen der Geduld!

GEISTERCHOR (unsichtbar):
Weh! weh!
Du hast sie zerstört
Die schöne Welt,
Mit mächtiger Faust;
Sie stürzt, sie zerfällt!
Ein Halbgott hat sie zerschlagen!
Wir tragen
Die Trümmern ins Nichts hinüber,
Und klagen
Über die verlorne Schöne.
Mächtiger
Der Erdensöhne,
Prächtiger
Baue sie wieder,
In deinem Busen baue sie auf!
Neuen Lebenslauf
Beginne,
Mit hellem Sinne,
Und neue Lieder
Tönen darauf!

MEPHISTOPHELES:
Dies sind die Kleinen
Von den Meinen.
Höre, wie zu Lust und Taten
Altklug sie raten!
In die Welt weit,
Aus der Einsamkeit
Wo Sinnen und Säfte stocken,
Wollen sie dich locken.
Hör auf, mit deinem Gram zu spielen,
Der, wie ein Geier, dir am Leben frißt;
Die schlechteste Gesellschaft läßt dich fühlen,
Daß du ein Mensch mit Menschen bist.
Doch so ist's nicht gemeint
Dich unter das Pack zu stoßen.
Ich bin keiner von den Großen;
Doch willst du, mit mir vereint,
Deine Schritte durchs Leben nehmen,
So will ich mich gern bequemen,
Dein zu sein, auf der Stelle.
Ich bin dein Geselle,
Und mach ich dir's recht,
Bin ich dein Diener, bin dein Knecht!

FAUST:
Und was soll ich dagegen dir erfüllen?

MEPHISTOPHELES:
Dazu hast du noch eine lange Frist.

FAUST:
Nein, nein! der Teufel ist ein Egoist
Und tut nicht leicht um Gottes willen,
Was einem andern nützlich ist.
Sprich die Bedingung deutlich aus;
Ein solcher Diener bringt Gefahr ins Haus.

MEPHISTOPHELES:
Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden,
Auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn;
Wenn wir uns drüben wiederfinden,
So sollst du mir das gleiche tun.

FAUST:
Das Drüben kann mich wenig kümmern;
Schlägst du erst diese Welt zu Trümmern,
Die andre mag darnach entstehn.
Aus dieser Erde quillen meine Freuden,
Und diese Sonne scheinet meinen Leiden;
Kann ich mich erst von ihnen scheiden,
Dann mag, was will und kann, geschehn.
Davon will ich nichts weiter hören,
Ob man auch künftig haßt und liebt,
Und ob es auch in jenen Sphären
Ein Oben oder Unten gibt.

MEPHISTOPHELES:
In diesem Sinne kannst du's wagen.
Verbinde dich; du sollst, in diesen Tagen,
Mit Freuden meine Künste sehn,
Ich gebe dir, was noch kein Mensch gesehn.

FAUST:
Was willst du armer Teufel geben?
Ward eines Menschen Geist, in seinem hohen Streben,
Von deinesgleichen je gefaßt?
Doch hast du Speise, die nicht sättigt, hast
Du rotes Gold, das ohne Rast,
Quecksilber gleich, dir in der Hand zerrinnt,
Ein Spiel, bei dem man nie gewinnt,
Ein Mädchen, das an meiner Brust
Mit Äugeln schon dem Nachbar sich verbindet,
Der Ehre schöne Götterlust,
Die, wie ein Meteor, verschwindet?
Zeig mir die Frucht, die fault, eh man sie bricht,
Und Bäume, die sich täglich neu begrünen!

MEPHISTOPHELES:
Ein solcher Auftrag schreckt mich nicht,
Mit solchen Schätzen kann ich dienen.
Doch, guter Freund, die Zeit kommt auch heran,
Wo wir was Guts in Ruhe schmausen mögen.

FAUST:
Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen,
So sei es gleich um mich getan!
Kannst du mich schmeichelnd je belügen,
Daß ich mir selbst gefallen mag,
Kannst du mich mit Genuß betrügen-
Das sei für mich der letzte Tag!
Die Wette biet ich!

MEPHISTOPHELES:
Topp!

FAUST:
Und Schlag auf Schlag! Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Dann mag die Totenglocke schallen,
Dann bist du deines Dienstes frei,
Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen,
Es sei die Zeit für mich vorbei!

MEPHISTOPHELES:
Bedenk es wohl, wir werden's nicht vergessen.

FAUST:
Dazu hast du ein volles Recht;
Ich habe mich nicht freventlich vermessen.
Wie ich beharre, bin ich Knecht,
Ob dein, was frag ich, oder wessen.

MEPHISTOPHELES:
Ich werde heute gleich, beim Doktorschmaus,
Als Diener meine Pflicht erfüllen.
Nur eins!- Um Lebens oder Sterbens willen
Bitt ich mir ein paar Zeilen aus.

FAUST:
Auch was Geschriebnes forderst du Pedant?
Hast du noch keinen Mann, nicht Manneswort gekannt?
Ist's nicht genug, daß mein gesprochnes Wort
Auf ewig soll mit meinen Tagen schalten?
Rast nicht die Welt in allen Strömen fort,
Und mich soll ein Versprechen halten?
Doch dieser Wahn ist uns ins Herz gelegt,
Wer mag sich gern davon befreien?
Beglückt, wer Treue rein im Busen trägt,
Kein Opfer wird ihn je gereuen!
Allein ein Pergament, beschrieben und beprägt,
Ist ein Gespenst, vor dem sich alle scheuen.
Das Wort erstirbt schon in der Feder,
Die Herrschaft führen Wachs und Leder.
Was willst du böser Geist von mir?
Erz, Marmor, Pergament, Papier?
Soll ich mit Griffel, Meißel, Feder schreiben?
Ich gebe jede Wahl dir frei.

MEPHISTOPHELES:
Wie magst du deine Rednerei
Nur gleich so hitzig übertreiben?
Ist doch ein jedes Blättchen gut.
Du unterzeichnest dich mit einem Tröpfchen Blut.

FAUST:
Wenn dies dir völlig Gnüge tut,
So mag es bei der Fratze bleiben.

MEPHISTOPHELES:
Blut ist ein ganz besondrer Saft.

FAUST:
Nur keine Furcht, daß ich dies Bündnis breche!
Das Streben meiner ganzen Kraft
Ist grade das, was ich verspreche.
Ich habe mich zu hoch gebläht,
In deinen Rang gehör ich nur.
Der große Geist hat mich verschmäht,
Vor mir verschließt sich die Natur
Des Denkens Faden ist zerrissen
Mir ekelt lange vor allem Wissen.
Laß in den Tiefen der Sinnlichkeit
Uns glühende Leidenschaften stillen!
In undurchdrungnen Zauberhüllen
Sei jedes Wunder gleich bereit!
Stürzen wir uns in das Rauschen der Zeit,
Ins Rollen der Begebenheit!
Da mag denn Schmerz und Genuß,
Gelingen und Verdruß
Miteinander wechseln, wie es kann;
Nur rastlos betätigt sich der Mann.

MEPHISTOPHELES:
Euch ist kein Maß und Ziel gesetzt.
Beliebt's Euch, überall zu naschen,
Im Fliehen etwas zu erhaschen,
Bekomm Euch wohl, was Euch ergetzt.
Nur greift mir zu und seid nicht blöde!

FAUST:
Du hörest ja, von Freud' ist nicht die Rede.
Dem Taumel weih ich mich, dem schmerzlichsten Genuß,
Verliebtem Haß, erquickendem Verdruß.
Mein Busen, der vom Wissensdrang geheilt ist,
Soll keinen Schmerzen künftig sich verschließen,
Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist,
Will ich in meinem innern Selbst genießen,
Mit meinem Geist das Höchst' und Tiefste greifen,
Ihr Wohl und Weh auf meinen Busen häufen,
Und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern,
Und, wie sie selbst, am End auch ich zerscheitern.

MEPHISTOPHELES:
O glaube mir, der manche tausend Jahre
An dieser harten Speise kaut
Daß von der Wiege bis zur Bahre
Kein Mensch den alten Sauerteig verdaut!
Glaub unsereinem, dieses Ganze
Ist nur für einen Gott gemacht!
Er findet sich in einem ew'gen Glanze
Uns hat er in die Finsternis gebracht,
Und euch taugt einzig Tag und Nacht.

FAUST:
Allein ich will!

MEPHISTOPHELES:
Das läßt sich hören!
Doch nur vor einem ist mir bang:
Die Zeit ist kurz, die Kunst ist lang.
Ich dächt, ihr ließet Euch belehren.
Assoziiert Euch mit einem Poeten,
Laßt den Herrn in Gedanken schweifen,
Und alle edlen Qualitäten
Auf Euren Ehrenscheitel häufen,
Des Löwen Mut,
Des Hirsches Schnelligkeit,
Des Italieners feurig Blut,
Des Nordens Dau'rbarkeit.
Laßt ihn Euch das Geheimnis finden,
Großmut und Arglist zu verbinden,
Und Euch, mit warmen Jugendtrieben,
Nach einem Plane zu verlieben.
Möchte selbst solch einen Herren kennen,
Würd ihn Herrn Mikrokosmus nennen.

FAUST:
Was bin ich denn, wenn es nicht möglich ist,
Der Menschheit Krone zu erringen,
Nach der sich alle Sinne dringen?

MEPHISTOPHELES:
Du bist am Ende- was du bist.
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken,
Setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
Du bleibst doch immer, was du bist.

FAUST:
Ich fühl's, vergebens hab ich alle Schätze
Des Menschengeists auf mich herbeigerafft,
Und wenn ich mich am Ende niedersetze,
Quillt innerlich doch keine neue Kraft;
Ich bin nicht um ein Haar breit höher,
Bin dem Unendlichen nicht näher.

MEPHISTOPHELES:
Mein guter Herr, Ihr seht die Sachen,
Wie man die Sachen eben sieht;
Wir müssen das gescheiter machen,
Eh uns des Lebens Freude flieht.
Was Henker! freilich Händ und Füße
Und Kopf und H[intern], die sind dein;
Doch alles, was ich frisch genieße,
Ist das drum weniger mein?
Wenn ich sechs Hengste zahlen kann,
Sind ihre Kräfte nicht die meine?
Ich renne zu und bin ein rechter Mann,
Als hätt ich vierundzwanzig Beine.
Drum frisch! Laß alles Sinnen sein,
Und grad mit in die Welt hinein!
Ich sag es dir: ein Kerl, der spekuliert,
Ist wie ein Tier, auf dürrer Heide
Von einem bösen Geist im Kreis herum geführt,
Und rings umher liegt schöne grüne Weide.

FAUST:
Wie fangen wir das an?

MEPHISTOPHELES:
Wir gehen eben fort. Was ist das für ein Marterort?
Was heißt das für ein Leben führen,
Sich und die Jungens ennuyieren?
Laß du das dem Herrn Nachbar Wanst!
Was willst du dich das Stroh zu dreschen plagen?
Das Beste, was du wissen kannst,
Darfst du den Buben doch nicht sagen.
Gleich hör ich einen auf dem Gange!

FAUST:
Mir ist's nicht möglich, ihn zu sehn.

MEPHISTOPHELES:
Der arme Knabe wartet lange,
Der darf nicht ungetröstet gehn.
Komm, gib mir deinen Rock und Mütze;
Die Maske muß mir köstlich stehn.
(Er kleidet sich um.)
Nun überlaß es meinem Witze!
Ich brauche nur ein Viertelstündchen Zeit;
Indessen mache dich zur schönen Fahrt bereit!
(Faust ab.)

MEPHISTOPHELES (in Fausts langem Kleide):
Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
So hab ich dich schon unbedingt-
Ihm hat das Schicksal einen Geist gegeben,
Der ungebändigt immer vorwärts dringt,
Und dessen übereiltes Streben
Der Erde Freuden überspringt.
Den schlepp ich durch das wilde Leben,
Durch flache Unbedeutenheit,
Er soll mir zappeln, starren, kleben,
Und seiner Unersättlichkeit
Soll Speis und Trank vor gier'gen Lippen schweben;
Er wird Erquickung sich umsonst erflehn,
Und hätt er sich auch nicht dem Teufel übergeben,
Er müßte doch zugrunde gehn!

Ein Schüler tritt auf.

SCHÜLER:
Ich bin allhier erst kurze Zeit,
Und komme voll Ergebenheit,
Einen Mann zu sprechen und zu kennen,
Den alle mir mit Ehrfucht nennen.

MEPHISTOPHELES:
Eure Höflichkeit erfreut mich sehr!
Ihr seht einen Mann wie andre mehr.
Habt Ihr Euch sonst schon umgetan?

SCHÜLER:
Ich bitt Euch, nehmt Euch meiner an!
Ich komme mit allem guten Mut,
Leidlichem Geld und frischem Blut;
Meine Mutter wollte mich kaum entfernen;
Möchte gern was Rechts hieraußen lernen.

MEPHISTOPHELES:
Da seid Ihr eben recht am Ort.

SCHÜLER:
Aufrichtig, möchte schon wieder fort:
In diesen Mauern, diesen Hallen
Will es mir keineswegs gefallen.
Es ist ein gar beschränkter Raum,
Man sieht nichts Grünes, keinen Baum,
Und in den Sälen, auf den Bänken,
Vergeht mir Hören, Sehn und Denken.

MEPHISTOPHELES:
Das kommt nur auf Gewohnheit an.
So nimmt ein Kind der Mutter Brust
Nicht gleich im Anfang willig an,
Doch bald ernährt es sich mit Lust.
So wird's Euch an der Weisheit Brüsten
Mit jedem Tage mehr gelüsten.

SCHÜLER:
An ihrem Hals will ich mit Freuden hangen;
Doch sagt mir nur, wie kann ich hingelangen?

MEPHISTOPHELES:
Erklärt Euch, eh Ihr weiter geht,
Was wählt Ihr für eine Fakultät?

SCHÜLER:
Ich wünschte recht gelehrt zu werden,
Und möchte gern, was auf der Erden
Und in dem Himmel ist, erfassen,
Die Wissenschaft und die Natur.

MEPHISTOPHELES:
Da seid Ihr auf der rechten Spur;
Doch müßt Ihr Euch nicht zerstreuen lassen.

SCHÜLER:
Ich bin dabei mit Seel und Leib;
Doch freilich würde mir behagen
Ein wenig Freiheit und Zeitvertreib
An schönen Sommerfeiertagen.

MEPHISTOPHELES:
Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen,
Doch Ordnung lehrt Euch Zeit gewinnen.
Mein teurer Freund, ich rat Euch drum
Zuerst Collegium Logicum.
Da wird der Geist Euch wohl dressiert,
In spanische Stiefeln eingeschnürt,
Daß er bedächtiger so fortan
Hinschleiche die Gedankenbahn,
Und nicht etwa, die Kreuz und Quer,
Irrlichteliere hin und her.
Dann lehret man Euch manchen Tag,
Daß, was Ihr sonst auf einen Schlag
Getrieben, wie Essen und Trinken frei,
Eins! Zwei! Drei! dazu nötig sei.
Zwar ist's mit der Gedankenfabrik
Wie mit einem Weber-Meisterstück,
Wo ein Tritt tausend Fäden regt,
Die Schifflein herüber hinüber schießen,
Die Fäden ungesehen fließen,
Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.
Der Philosoph, der tritt herein
Und beweist Euch, es müßt so sein:
Das Erst wär so, das Zweite so,
Und drum das Dritt und Vierte so;
Und wenn das Erst und Zweit nicht wär,
Das Dritt und Viert wär nimmermehr.
Das preisen die Schüler allerorten,
Sind aber keine Weber geworden.
Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist heraus zu treiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt, leider! nur das geistige Band.
Encheiresin naturae nennt's die Chemie,
Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie.

SCHÜLER:
Kann Euch nicht eben ganz verstehen.

MEPHISTOPHELES:
Das wird nächstens schon besser gehen,
Wenn Ihr lernt alles reduzieren
Und gehörig klassifizieren.

SCHÜLER:
Mir wird von alledem so dumm,
Als ging, mir ein Mühlrad im Kopf herum.

MEPHISTOPHELES:
Nachher, vor allen andern Sachen,
Müßt Ihr Euch an die Metaphysik machen!
Da seht, daß Ihr tiefsinnig faßt,
Was in des Menschen Hirn nicht paßt;
Für was drein geht und nicht drein geht,
Ein prächtig Wort zu Diensten steht.
Doch vorerst dieses halbe Jahr
Nehmt ja der besten Ordnung wahr.
Fünf Stunden habt Ihr jeden Tag;
Seid drinnen mit dem Glockenschlag!
Habt Euch vorher wohl präpariert,
Paragraphos wohl einstudiert,
Damit Ihr nachher besser seht,
Daß er nichts sagt, als was im Buche steht;
Doch Euch des Schreibens ja befleißt,
Als diktiert, Euch der Heilig Geist!

SCHÜLER:
Das sollt Ihr mir nicht zweimal sagen!
Ich denke mir, wie viel es nützt
Denn, was man schwarz auf weiß besitzt,
Kann man getrost nach Hause tragen.

MEPHISTOPHELES:
Doch wählt mir eine Fakultät!

SCHÜLER:
Zur Rechtsgelehrsamkeit kann ich mich nicht bequemen.

MEPHISTOPHELES:
Ich kann es Euch so sehr nicht übel nehmen,
Ich weiß, wie es um diese Lehre steht.
Es erben sich Gesetz' und Rechte
Wie eine ew'ge Krankheit fort;
Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte,
Und rücken sacht von Ort zu Ort.
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage;
Weh dir, daß du ein Enkel bist!
Vom Rechte, das mit uns geboren ist,
Von dem ist, leider! nie die Frage.

SCHÜLER:
Mein Abscheu wird durch Euch vermehrt.
O glücklich der, den Ihr belehrt!
Fast möcht ich nun Theologie studieren.

MEPHISTOPHELES:
Ich wünschte nicht, Euch irre zu führen.
Was diese Wissenschaft betrifft,
Es ist so schwer, den falschen Weg zu meiden,
Es liegt in ihr so viel verborgnes Gift,
Und von der Arzenei ist's kaum zu unterscheiden.
Am besten ist's auch hier, wenn Ihr nur einen hört,
Und auf des Meisters Worte schwört.
Im ganzen- haltet Euch an Worte!
Dann geht Ihr durch die sichre Pforte
Zum Tempel der Gewißheit ein.

SCHÜLER:
Doch ein Begriff muß bei dem Worte sein.

MEPHISTOPHELES:
Schon gut! Nur muß man sich nicht allzu ängstlich quälen
Denn eben wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte läßt sich trefflich glauben,
Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben.

SCHÜLER:
Verzeiht, ich halt Euch auf mit vielen Fragen,
Allem ich muß Euch noch bemühn.
Wollt Ihr mir von der Medizin
Nicht auch ein kräftig Wörtchen sagen?
Drei Jahr ist eine kurze Zeit,
Und, Gott! das Feld ist gar zu weit.
Wenn man einen Fingerzeig nur hat,
Läßt sich's schon eher weiter fühlen.

MEPHISTOPHELES (für sich):
Ich bin des trocknen Tons nun satt,
Muß wieder recht den Teufel spielen.
(Laut.) Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen;
Ihr durchstudiert die groß, und kleine Welt,
Um es am Ende gehn zu lassen,
Wie's Gott gefällt.
Vergebens, daß Ihr ringsum wissenschaftlich schweift,
Ein jeder lernt nur, was er lernen kann;
Doch der den Augenblick ergreift,
Das ist der rechte Mann.
Ihr seid noch ziemlich wohl gebaut,
An Kühnheit wird's Euch auch nicht fehlen,
Und wenn Ihr Euch nur selbst vertraut,
Vertrauen Euch die andern Seelen.
Besonders lernt die Weiber führen;
Es ist ihr ewig Weh und Ach
So tausendfach
Aus einem Punkte zu kurieren,
Und wenn Ihr halbweg ehrbar tut,
Dann habt Ihr sie all unterm Hut.
Ein Titel muß sie erst vertraulich machen,
Daß Eure Kunst viel Künste übersteigt;
Zum Willkomm tappt Ihr dann nach allen Siebensachen,
Um die ein andrer viele Jahre streicht,
Versteht das Pülslein wohl zu drücken,
Und fasset sie, mit feurig schlauen Blicken,
Wohl um die schlanke Hüfte frei,
Zu sehn, wie fest geschnürt sie sei.

SCHÜLER:
Das sieht schon besser aus! Man sieht doch, wo und wie.

MEPHISTOPHELES:
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum.

SCHÜLER:
Ich schwör Euch zu, mir ist's als wie ein Traum.
Dürft ich Euch wohl ein andermal beschweren,
Von Eurer Weisheit auf den Grund zu hören?

MEPHISTOPHELES:
Was ich vermag, soll gern geschehn.

SCHÜLER:
Ich kann unmöglich wieder gehn,
Ich muß Euch noch mein Stammbuch überreichen,
Gönn Eure Gunst mir dieses Zeichen!

MEPHISTOPHELES:
Sehr wohl. (Er schreibt und gibt's.)

SCHÜLER (liest):
Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum.
(Macht's ehrerbietig zu und empfiehlt sich.)

MEPHISTOPHELES:
Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme, der Schlange,
Dir wird gewiß einmal bei deiner Gottähnlichkeit bange!

Faust tritt auf.

FAUST:
Wohin soll es nun gehn?

MEPHISTOPHELES:
Wohin es dir gefällt.
Wir sehn die kleine, dann die große Welt.
Mit welcher Freude, welchem Nutzen
Wirst du den Cursum durchschmarutzen!

FAUST:
Allein bei meinem langen Bart
Fehlt mir die leichte Lebensart.
Es wird mir der Versuch nicht glücken;
Ich wußte nie mich in die Welt zu schicken.
Vor andern fühl ich mich so klein;
Ich werde stets verlegen sein.

MEPHISTOPHELES:
Mein guter Freund, das wird sich alles geben;
Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.

FAUST:
Wie kommen wir denn aus dem Haus?
Wo hast du Pferde, Knecht und Wagen?

MEPHISTOPHELES:
Wir breiten nur den Mantel aus,
Der soll uns durch die Lüfte tragen.
Du nimmst bei diesem kühnen Schritt
Nur keinen großen Bündel mit.
Ein bißchen Feuerluft, die ich bereiten werde,
Hebt uns behend von dieser Erde.
Und sind wir leicht, so geht es schnell hinauf;
Ich gratuliere dir zum neuen Lebenslauf!

elfboi schrieb am 19.3. 2003 um 06:15:14 Uhr zu

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Kein Blut für Öl - ist es wirklich so einfach?

elfboi, 19.03.2003 03:37

Oft wird die Vermutung geäußert, es ginge im bevorstehenden Krieg gegen den Irak nur um das Öl. Nun, ganz offensichtlich geht


es auch um Öl, doch nicht um das Öl als solches, sondern um den damit verbundenen Dollar.

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Turkey Parliament to present motion as soon as Today

Franki, 19.03.2003 03:05

Can we have an influence on their decision??




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Wieder Blockade in Mannheim

Unabhängige Kriegsgegner, 19.03.2003 01:58

Blockade Mannheimer Kaserne nach Stunden geräumt



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Redebeitrag von ARAS MAROUF auf der

Antikriegsdemonstration

Archivar, 19.03.2003 01:29

Redebeitrag von ARAS MAROUF – Kurdin, Nordirak – auf der Antikriegsdemonstration, Saarbrücken, Montag, 17. März 2003.

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Kolumbien Paramilitär: Morddrohung an Gewerkschafter

selva, 19.03.2003 00:51

Schon wieder! - sozusagen unermüdlich bemüht sich Coca Cola in Kolumbien die Gewerkschafter von SINALTRAINAL mundtot

zu machen.
Diesmal per Morddrohung seitens der paramilitärischen Organisation AUC........


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Anti-war protester hurls red paint at Danish prime

minister

HAHAHA, 19.03.2003 00:32

AP. 18 March 2003. Anti-war protester hurls red paint at Danish prime minister.

COPENHAGEN -- An anti-war protester hurled red paint at Denmark's prime minister Tuesday shortly before a press a conference where he was expected to back U.S. military action against Iraq.


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Sitzblockade an der Rhein-Main Airbase am 15.03.03

Flo Lück, Witten, 19.03.2003 00:14

Ein kurzer persönlicher Bericht von der Aktion, geschrieben für die Attac-Ortsgruppe in Witten.



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U.S. PLANS FOR WAR .. IRAQ ARE HISTORICAL MISTAKE

devil's advocate, 19.03.2003 00:14

An Urgent Appeal from Students of the Allied Occupation of Japan



The administration of U.S. President George W. Bush has announced plans to
occupy Iraq, following »pre-emptive« military strikes, based on the
so-called Japanese model -- the post-World War II Allied occupation of
Japan. As students of the Japanese occupation, we protest this reckless and
self-serving misreading of history and strongly urge the U.S. government to
reconsider its ill-conceived project of war and occupation.

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Wahrheit

Björn Sickel, 18.03.2003 23:56

Meint ihr wirklich?



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Demonstration gegen den Bielefelder Nazitreffpunkt

äktschen02, 18.03.2003 23:37

Heute um 19.00 Ur fand eine Demonstration gegen den Bielefelder


Nazitreffpunkt in der Gaststätte Postmeister statt.

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Die Zersetzung der US-Army im Vietnamkrieg

ArbeitsGruppeMarxismus, 18.03.2003 23:13

GIs im Widerstand



Die Zersetzung der US-Army im Vietnamkrieg


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Unsere Furcht vor dem Krieg...

xy, 18.03.2003 23:10

Dieser Artikel stand in der heutigen »taz«. Nachdruck zwar ohne freundliche Genehmigung des Verlages,

aber hoffentlich trotzdem in seinem Sinne.

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graphisches Antikriegsplakat »[MiliT]ERROR« rot/

militärgrün

atopeia, 18.03.2003 22:43

Anbei ein unserer Meinung graphisch sehr ansprechendes Plakat (quasi-Web-TextDesign) das sich sicher als netter Virus eignet, der sich danach sehnt, sich in der Welt zu verbreiten, also an mannigfachen Orten ausgesät zu werden.

Es lautet: »[MiliT]ERROR« in den Farben Rot/Militärgrün

Arno Schmidt Freunde haben sicher ihre Freude.

Einzige Bedingung: Bitte beim möglichen Plakatieren keine Sachbeschädigungen anrichten!

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Papst gegen Bush-Administration

Grey Fox, 18.03.2003 21:31

Papst droht mit strengen Maßnahmen gegen Kriegstreiber



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The world according to Donald Rumsfeld

nocomment, 18.03.2003 21:05

A headline in Friday's Washington Post captures perfectly the Rumsfeld Effect: "Anti-U.S. Sentiment Abates in South Korea;

Change Follows Rumsfeld Suggestion of Troop Cut."

»Change Follows Rumsfeld Suggestion«: There's a slogan for the age, and fast becoming the First Law of Post-9/11 Geopolitics.

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Neues vom Rep-Parteitag

loli, 18.03.2003 20:58




Am Samstag den 22. März will die Rechtsextreme Partei „Die Republikaner“ von 9-19 Uhr ihren hessischen Landesparteitag in Bad Homburg/Ober Erlenbach in der Erlenbach Halle durchführen. Wir werden den rechtsextremen Parteitag daher dafür nutzen unsere grundsätzliche Kritik an den menschverachtenden Ideologien auf die Strasse zu tragen und dementsprechend die nationalistische Show stören und blockieren wo es geht. Die Halle hat übrigens auch nur einenrichtigen Eingang. Antifaschismus heißt also früh aufstehen.

Inzwisschen gibt es auch: eine Kundgebung von der SPD angemeldet und eine von der antifa und zwar - am selben Ort direkt vor der Halle. Die der antifa von 8-8.30 Uhr und die SPD von 8:30Uhr an. Die Antifa Kundgebung steht unter dem Motto »gegen Rassismus in Staat und Gesellschaft!«, die der SPD ist das übliche blabla... Mal gucken was so genehmigt wird. Auf jeden Fall gibt es eine angemeldete Kundgebung. Also auf nach Obererlenbach. Über den Krieg nach Außen nicht den im Innern vergessen....

Join us in action: Gegen den Parteitag der „Republikaner“ vorgehen - 8 Uhr - Erlenbachhalle Bad Homburg/ Obererlenbach – Rassismus bekämpfen !



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Kundgebung »Freiheit stirb mit Sicherheit« in Magdeburg

Soligruppe MD/QLB, 18.03.2003 20:51

zum tag der politischen gefangenen fand in der magdeburger innenstadt eine kundgebung unter dem motto

»freiheit stirbt mit sicherheit« statt.

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»Gewaltfrei stören, gewalt verhindern« - Peace Brigades

Gueldner/Tachau, 18.03.2003 19:35

Liam Mahony und Luis Enrique Eguren, die selbst als Freiwillige mit PBI in Lateinamerika und Südostasien in den 80er und 90er

Jahren tätig waren, stellen in ihrem Buch die erfolgreiche Umsetzung der internationalen Begleitung als Schutz für bedrohte MenschenrechtsverteidigerInnen vor. Gewaltfrei stören – Gewalt verhindern. Die Peace Brigades International
Liam Mahony und Luis Enrique Eguren
Rotpunktverlag, Zürich 2002
ISBN 3-85869-241-7
19 € plus 1 € Porto und Verpackung


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Antikriegsbewegung von unten

Übersetzung, 18.03.2003 19:20

Die Wiederentdeckung der Macht der globalen Basisbewegungen in der Antikriegsbewegung


von Cindy Milstein (12. März 2003)


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»HOLIDAY FOR PEACE«: Last-Minute-Friedensplan der

APPD

Autonome Funtifa Mannheim, 18.03.2003 18:42

Mit einem persönlichen Eilbrief an die Staatschefs von Deutschland, Frankreich und Rußland, Schröder, Chirac und Putin, hat die Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (APPD) heute Mittag völlig überraschend eine »Last-Minute-Friedensinitiative« gestartet.

Vor dem Hintergrund des jüngsten 48-Stunden-Ultimatums des US-Präsidenten an den irakischen Diktator Saddam Hussein, den Irak so schnell wie möglich zu verlassen und ins Exil zu gehen, fordert die Partei die drei europäischen Staatschefs ihrerseits ultimativ auf, ihre Heimatländer unverzüglich zu verlassen - um einen spontanen »Friedens-Urlaub« im Irak zu verbringen.

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Waffeninspektionen in der Friedrichstrasse

Blixgewitter e.V., 18.03.2003 18:23

Unangemeldete Kontrollbesuche bei zwei Spezialisten für Massenvernichtungswaffen: Gegen die

kapitalistische Normalität.

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Hinweise auf eine geplante Vertreibung von

PalästinenserInnen

Janet, 18.03.2003 17:58

Spiegelredakteur Jürgen Hogrefe:

»Ich habe gerade gestern erst erfahren, daß der Mossad bei deutschen Geheimdiensten vorstellig geworden ist, um sicher zu stellen, daß Deutschland nicht protestieren wird, wenn bei beginnenden Kampfhandlungen im Irak, Israel beginnen wird, Palästinenser aus Palästinensergebieten zu vertreiben.«

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München/Tag X: Marsch der Kollateralschäden auf das

US-Konsulat!

Mister X, 18.03.2003 17:27

Tag X: Marsch vor die US-Botschaft mit anschließendem Die-In
Treffpunkt: 17 Uhr, Marienplatz

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So kann´s gehn!

peacenix, 18.03.2003 17:00

Ab und zu gibt´s in diesem Tal der Tränen auch mal etwas zum schmunzeln. Und das müsste angesichts des

textes für »anti-deutsche« wie für »anti-imps« gelten.
Die jedoch, die momentan so sehr von der wohligen Wärme des deutschen Antikriegskollektivs beglückt sind, sollten endlich ihr Hirn einschalten und den Dienst als Fußtruppen des deutschen Imperialismus verweigern.

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Ein Programm geht um im Netz

Hartmut Sprendler, 18.03.2003 16:23

Es gibt einen riesigen Markt für Bibelsoftware, es gibt elektronische Muezzine, die zum Gebet rufen. Für verbliebene Marxisten

tritt die Beschäftigung mit dem marxschen Werk in den Vordergrund, nimmt die Marx-Engels Gesamtausgabe eine ähnliche Bedeutung wie Bibel und Duden ein. Alle anderen lesen Marx aus Interesse als einen der bedeutesten deutschen Theoretiker des vorletzten Jahrhunderts, dessen harte Prosa schon manchen zur Strecke gebracht hat. Ob er uns heute noch etwas zu sagen hat? Wieder andere fühlen sich beim Namen Marx an das überwundene »andere Deutschland« erinnert und schalten auf Abwehr.

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Viele Fotos von der heutigen Waffeninspektion in Berlin-

Mitte

billige Digicams sind tagsüber ok, 18.03.2003 16:01

Heute fanden in Berlin Mitte unangemeldete Waffeninspektionen bei BMW und Lockhead statt. Etwa 60 Inspekteure und BeobachterInnen trafen sich gegen Mittag vor der Humboldt-Universität. Dabei wurden sie keine Minute von den Sicherheitskräften des Regimes aus den Augen gelassen.
Wie nicht anders zu erwarten wurde den Waffeninspektoren der Zutritt verweigert. Ganz offensichtlich haben die Beschuldigten etwas zu verbergen. Ein Vertreter von BMW sprach jedoch mit den Inspektoren und versuchte mit dreisten Lügen zu beschwichtigen. Lockheed stellte sich dagegen tot.
Hier der Aufruf/Hintergründe: Waffeninspektionen jetzt auch in Berlin-Mitte

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elfboi schrieb am 18.12. 2002 um 00:30:17 Uhr zu

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Soup Nazi's Crab Bisque, Top Secret Recipes version of
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Crab Bisque by Todd Wilbur. Send this recipe to a friend! Click here. ...
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The Soup Nazi Cream of Sweet Potato Soup, Top Secret Recipes ...
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Cream of Sweet Potato Soup by Todd Wilbur. Send this recipe to a friend! ...
Description: Version of The Soup Nazi's; serving six to eight.
Category: Home > Cooking > ... > Fruit and Vegetable > Potato > Creamed
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Soup Nazi Wavs. The Seinfeld Soup Nazi episode is unquestioningly one
of the funniest shows I have ever seen, with some of the best ...
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Soup Nazi. This is the home of the very famous soup made by the Soup Nazi
himself (but don't call him the soup nazi if you want any soup). ...
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... Soup Nazi - the owner of a restaurant that makes the best soup in town,
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Seinfeld Season 7 Episode guide, Soup Nazi, Friars Club Roast New ...
... He is known as the soup nazi. ... Elaine is delighted to receive the furniture
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... Episodes: Season 7 :: The Soup Nazi While on the way to a soup stand whose demanding
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elfboi schrieb am 20.12. 2002 um 04:21:04 Uhr zu

DATENMÜLL

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Johann Wolfgang von Goethe



Der Tragödie erster Teil



Spaziergang

Faust in Gedanken auf und ab gehend. Zu ihm Mephistopheles.

MEPHISTOPHELES:
Bei aller verschmähten Liebe! Beim höllischen Elemente!
Ich wollt, ich wüßte was Ärgers, daß ich's fluchen könnte!

FAUST:
Was hast? was kneipt dich denn so sehr?
So kein Gesicht sah ich in meinem Leben!

MEPHISTOPHELES:
Ich möcht mich gleich dem Teufel übergeben,
Wenn ich nur selbst kein Teufel wär!

FAUST:
Hat sich dir was im Kopf verschoben?
Dich kleidet's wie ein Rasender zu toben!

MEPHISTOPHELES:
Denkt nur, den Schmuck, für Gretchen angeschafft,
Den hat ein Pfaff hinweggerafft!
Die Mutter kriegt das Ding zu schauen
Gleich fängt's ihr heimlich an zu grauen,
Die Frau hat gar einen feinen Geruch,
Schnuffelt immer im Gebetbuch
Und riecht's einem jeden Möbel an,
Ob das Ding heilig ist oder profan;
Und an dem Schmuck da spürt, sie's klar,
Daß dabei nicht viel Segen war.
»Mein Kind«, rief sie, »ungerechtes Gut
Befängt die Seele, zehrt auf das Blut.
Wollen's der Mutter Gottes weihen,
Wird uns mit Himmelsmanna erfreuen!«
Margretlein zog ein schiefes Maul,
Ist halt, dacht sie, ein geschenkter Gaul,
Und wahrlich! gottlos ist nicht der,
Der ihn so fein gebracht hierher.
Die Mutter ließ einen Pfaffen kommen;
Der hatte kaum den Spaß vernommen,
Ließ sich den Anblick wohl behagen.
Er sprach: »So ist man recht gesinnt!
Wer überwindet, der gewinnt.
Die Kirche hat einen guten Magen,
Hat ganze Länder aufgefressen
Und doch noch nie sich übergessen;
Die Kirch allein, meine lieben Frauen,
Kann ungerechtes Gut verdauen.«

FAUST:
Das ist ein allgemeiner Brauch,
Ein Jud und König kann es auch.

MEPHISTOPHELES:
Strich drauf ein Spange, Kett und Ring',
Als wären's eben Pfifferling',
Dankt' nicht weniger und nicht mehr,
Als ob's ein Korb voll Nüsse wär,
Versprach ihnen allen himmlischen Lohn-
Und sie waren sehr erbaut davon.

FAUST:
Und Gretchen?

MEPHISTOPHELES:
Sitzt nun unruhvoll, Weiß weder, was sie will noch soll,
Denkt ans Geschmeide Tag und Nacht,
Noch mehr an den, der's ihr gebracht.

FAUST:
Des Liebchens Kummer tut mir leid.
Schaff du ihr gleich ein neu Geschmeid!
Am ersten war ja so nicht viel.

MEPHISTOPHELES:
O ja, dem Herrn ist alles Kinderspiel!

FAUST:
Und mach, und richt's nach meinem Sinn,
Häng dich an ihre Nachbarin!
Sei, Teufel, doch nur nicht wie Brei,
Und schaff einen neuen Schmuck herbei!

MEPHISTOPHELES:
Ja, gnäd'ger Herr, von Herzen gerne.
(Faust ab.)
So ein verliebter Tor verpufft
Euch Sonne, Mond und alle Sterne
Zum Zeitvertreib dem Liebchen in die Luft.
(Ab.)

oho-sms-suchmaschine schrieb am 30.12. 2001 um 02:26:53 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 1 Punkt(e)



Sagt eine Frau zu Dir: Ich liebe Dich. Dann besorg's ihr schnell
und widerlich. Spritz ihr alles ins Gesicht und sage: Ich Dich aber
nicht.

Schätzchen sei nicht sauer, ich trieb es gestern mit dem Bauer -
Seiner Frau der Sau. Zwei Möpse so riesig, ah fühl mich nicht
mies - bin halt fies!

Schlechte Zeiten, nix zum Reiten, koane Bixen, nix zum Wixen,
hob Hemoridn koa net scheissen, zwoa Eier die mi beißen, a Nudl
die ned steht, und du froagst mi wias ma ged!

Schneewittchen hat 'nen geilen Po, Supertitten sowieso, täglich
hat Sie wilden Sex, mit den Zwergen 1 - 6, nur der schwule 7.
Zwerg, der fickt Hänsel hinterm Berg.

Schön ist's in der Pimperstellung, spürst als Frau die
Eichelschwellung. Tief und Fest in Deiner Spalte, musst ihm nur
den Arsch hinhalte.

Schöner Busen Geile Titten & das Dreieck mit 2 Schnitten warm
gerieben feucht gebrannt heiße Frauen schönes Land.

Schwanz verbrannt, die Nutte kichert, hoffentlich Allianz versichert.


Sex ist ein Killer! Willst du glücklich sterben?

Sexspiele,onanieren,Dreckspiele,masturbieren,
blasen,schlecken,flachlegen,Perle lecken,
achtgeben,stecken,ficken,fauchen, und danach ne Zigarette
rauchen.

Sie können nicht spülen, sie können nicht saugen, sind einfach zu
nichts zu gebrauchen! Doch Mädels eines ist wohl klar, Schwänze
sind zum ficken da!

Sie spreitzte ihre Beine, doch Haare fand er keine, er dachte an
Intimrasur und versenkte seine Liebesschnur. Doch nach der
ersten Liebesnacht sagte sie: Ich bin erst 8!

Sie: Da du kein Vöglein bist, sondern ein Wanderer. sorg dich
nicht, mich vögelt ein anderer.

Sitzt Mann und Frau bei Reis und Sushi,wächst das Glied und die
Muschi,Lumpen runter weg den Fraß,ficken macht doch viel mehr
Spaß!

So mein Schatz, hast du´s gerafft, man kann ihn schlucken bis
zum Schaft, nur zu tief ist nicht so toll, sonst kotzt du mir die Eier
voll.

SOMMER, STRAND UND SONNENSCHEIN FICKEN UND
BESOFFEN SEIN. WIR BLEIBEN UNSEREM MOTTO TREU.
GEIL, PERVERS UND ARBEITSSCHEU!

Sommerzeit ist Vögelzeit! In der Sonne, unterm Baume nasse
Fotzen, weißer Schaum; Ficken, Bumsen wie ein Stier - "schönen
Sommer" wünsch ich Dir.

Sonne, Palmen, Meer und Strand, braungebrannte Hasen an Land.
Enge Höschen, pralle Brüste da bekommt man viele Gelüste.
Doch wenn ich jetzt mir dir »müßte« dann verliere mir meine
Gelüste!

STEIF werden ohne zu frieren; KOMMEN ohne eingeladen zu sein
und trotz Evolution einen Schwanz zu haben!!!

Steht der Kitzler steif hervor und dem Manne juckt das Rohr, ist
die Muschi voller tropfen erwartet sie `nen Schwanz zum stopfen.

Suleika naht mit tiefen Knicksen: "Herr Sultan, blasen oder
wichsen?» Da sprach der Sultan höchst entzückt: «Suleika, bück
Dich, heut wird gefickt!"












Teures Geld bezahlt für schnellen Fick, die Möse fast im
Schleim erstickt, der Schwanz verbrannt, die Nutte kichert
-hoffendlich Allianz versichert...

Tinky Winky auf dem rasen, darf dem Dipsy einen blasen, Po
der darf von hinten ran, Lala schluckt das Sperma dann, alle
Kinder findens Top, den Teletubbies Superpopp.

Tinky Winky der ist froh, fickt die Lala in den Po. Dipsy hat da
nichts zu lachen, denn sie muß es selber machen. Alle Kinder
machen mit, Teletubies sind der Hit.

Tut mir leid hab`keine Zeit, ein Weib hat grad` DIE Beine breit.
Ich spritz schnell ab und laß es enden, dann kann ich wieder
Texte senden .












Über der Möse liegt der Darm, auch dieser hält das
Schwänzchen warm, doch nach solch ANALEN PHASEN, laß
Dir lieber einen Blasen

Und er fluchte und er grollte Weil es ihm nicht kommen wollte

Und Jesus sprach zu seinen Jüngern, vögelt nicht die jungen
Dinger. Laßt sie wachsen und gedeihn, bis sie selber danach
schreien!

Und so ist es bis heute...Mädchen müssen damit leben, dass
Höschen gern am Kitzler kleben! Dabei entstehen dann
Gerüche, wie in einer Bratfischküche!!!

Und in seiner bodenlosen Lodenhose hingen seine Hoden lose!

Unterschied zwischen gernhaben, liebhaben und übertreiben:
Hat sie Dich gern, bläst sie; hat sie Dich lieb, schluckt sie;
übertreibt sie, gurgelt sie!!!












Verkehrsmeldung: Auf der Fotz 3 kommt ihnen bei Muschi ein
Geisterspritzer entgegen. Bitte halten sie sich an der rechten
Arschbacke fest und ficken sie weiter.

Verspürt der Pudel Liebespein, vergeht er sich an Herrchens
Bein. Dieser ist danach geknickt, vom eigenen Hund ins Knie
gefickt !

Viele Mädchen Wissens nicht, was Mann sich beim ficken
bricht, ist das Glied dann um so krummer, gibt´s ´ne bessere
Sperma - Nummer und auch kargen Frauen Kummer.

Von Huren geliebt, von Hausfrauen gehasst, das Geld in Puffs
und Bars verprasst; der Schwanz aus Stahl, der Sack aus
Leder, das bin ich, das weiß doch jeder!

Von Jungfrauen gehasst, von Nutten gefickt, das Geld im Puff
und Kneipen verprasst, von innen verrottet, von außen auf Draht,
das ist der deutsche Marinesoldat.

Von Schwänzen zerstochen, von Zungen geleckt, haben
Blondinen eins nie gecheckt, rauchende Fotzen, klebrig
verschmutzt, ein Brief am Morgen, man hat euch benutzt.












Warte du elendes Pack, dem Buben beiß ich ab den Sack der
Schlampe saug ich aus das Blut, das macht mich geil und tut mir
gut!!

Warum haben Spermien Schwänzchen? Damit man sie besser
aus den Zahnzwischenhöhlen rausholen kann...

Warum hat Nikolaus so n großen Sack ?? er kommt nur einmal.

Warum ist´ne Frau der beste Motor? Sie passt sich jedem Kolben
an, ist selbstschmierend und macht alle 4 Wochen automatisch
Ölwechsel!

Warum klopft man den frischgeborenen Babys auf den Arsch?
Damit bei den Dummen der Schwanz abfällt!!!

Warum bumsen Nilpferde nur unter Wasser? Ist doch logisch. Wie
soll man sonst 20kg Schamlippen feucht bekommen???

Warum haben Männer mit Glatze Löcher in den Hosen ? damit sie
sich besser durch die Haare fahren können.

Warum sind Muschis die besten Motoren? 1. Sie sind selbst
schmierend. 2. Sie passen sich automatisch jedem Kolben an. 3.
Sie machen alle 4 Wochen selber Ölwechsel.

Was ist, wenn das Handy vibriert und keiner Anruft. -Das Handy
ist ein bischen geil.

Was haben eine Muschi und eine Motorsäge gemeinsam? Wenn
Du mit der Hand abrutscht, ist der Finger im Arsch!

Was haben eine Schrotflinte und eine Frau gemeinsam? Man
kann beide in der Mitte knicken und von hinten durchladen!!!

Was haben Lucciano Pavarotti und Dieter Bohlen gemeinsam? Sie
waren beide schon mal in Verona!!

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN
ACHTERBAHNFAHREN UND V0N EINER 90 JÄHRIGEN 0MA
0RAL VERWÖHNT ZU WERDEN? BEIDES GANZ GEIL, MAN
DARF NUR NICHT NACH UNTEN SEHEN!

Was ist schwarz/gelb, fliegt in der Luft und spuckt Sägespäne?
Biene Maja, nachdem sie Pinocchio einen geblasen hat!

Was ist zwölf Zentimeter lang und macht die Mädchen dick?
-DUPLO -die längste Praline der Welt...

Was ist, wenn drei Schwule übereinander liegen? - Der Mittlere
hat Geburtstag!

Was macht dich Morgens richtig frisch? Die Nummer auf dem
Früstückstisch! Weg mit dem Brot und mit dem Ei, denn jetzt
beginnt die Fickerei.

Was sagt eine Nonne zu ihrem Vibrator? Du brauchst nicht nervös
zu sein, Süßer. Für mich ist es auch das erste Mal!

Was ist der Unterschied zwischen Liebe, wahrer Liebe und
übertriebener Liebe ? blasen, schlucken, gurkeln

Was ist pervers? Einen Tittenfick vortäuschen, auf den Bauch
scheissen, ein Herz reinlecken, alles wegpissen und danach
trockenfurzen. Das ist Pervers!

WEIBER, DIE MIT HACKEN KLACKEN,DIE KANN MAN AUCH
BEIM KACKEN KNACKEN.

Weihnachtszeit ist Vögelzeit! In der Krippe, unterm Baum, nasse
Fotzen, weißer Schaum. Ficken, bumsen wie ein Stier, Merry
Christmas and a Happy New Year!

Weil er`s keiner Frau besorgen kann rennt er in die Kneipe säuft
sich einen an zu Hause steigt er auf den Hund nun ist sein kleiner
Pimmel wund Junge sei mutig Junge sei stark.

Weil er`s keiner Frau besorgen kann rennt er in die Kneipe säuft
sich einen an zu Hause steigt er auf den Hund nun ist sein kleiner
Pimmel wund.

Weinend sprach Sie zu mir »Schatzi schau es blutet mir« ich
sagte Ihr "nur Mut, nur Mut, Anal tut gut wenn´s bluten tut!

Wenn du jetzt hier wärst, würde ich dich ans Bett fesseln und
wilden Sex mit dir haben. Aber da du ja nicht hier bist.....naja

Weißt du noch vor 14 Tagen als wir auf dem Sofa lagen
-runtergefallen, Pimmel geknickt -gerade gebogen, weitergefickt!

Weißt Du wie ich mit die Nummer der Auskunft merke??
11Nutten, 88x gefickt, 0 Problemo!

Weißt du noch vor 14tagen, als wir im Mazda lagen. Der Rücken
tat mir grausam weh, kauf dir lieber einen BMW! Bums mal
wieder, rat ich dir, doch bei deinem Mazda steht ER dir NIE!

Wenn du glaubst du hast ihn drinne, so steckt er in der Sofarinne,
drumm sei beim nächsten mal schlauer und stell die alte an die
Mauer.

Weißt du wie ich mir die Nummer der Auskunft merke? 11 Nutten
88 x gefickt 0 Problemo.

Wenn Dein Arschloch rötlich schimmert und das ganze sich
verschlimmer, hat Dir jemand ganz geschickt, von hinten in den
Arsch gefickt.

Wenn der Bauer sät das Korn und die Mädchen tropfen vorn haben
die Knaben einen Ständer dann wird’s Frühling im Kalender

Wenn der Hans die Liese fickt dass ihm fast der Schwanz
abknickt. Dann muss er godpferdammi fluchen und im Futz die
Eichel suchen.

Wenn der Kobold dreimal keucht, wird die Waldfee richtig feucht,
dem Kobold schwillt brutal die Hose, sieht er von hinten
Fee´chens Dose.

Wenn der Kobold dreimal keucht, wird die Waldfee richtig feucht.
Die Fee wird vor Erregung munter und holt dem Kobold einen
runter. 3x verschicken oder nie wieder ficken!

Wenn der Niklaus es mit seinem Esel treibt, wenn das Christkind
stöhnt und schreit und Maria sich das Fötzchen reibt, dann "liebe
Kinder" ist Weihnachtszeit!

Wenn Dich ein Weib ganz pudelnackt, von hinten an der Nudel
packt, wenn Dir gutes widerfährt ist´s einen Asbach Uralt wert!!!

Wenn die Flocken fallen vom Himmel, und die Mädchen lecken
am Pimmel und die Knaben haben einen Ständer, dann ist Winter
im Kalender!

Wenn die Sonne lacht ins Korn, und der Jungfrau juckt es vorn,
und dem Knaben wächst ein Ständer, dann ist es Frühling im
Kalender!

Wenn die Titten werden weich, ihre Fresse wird schon bleich, in
der Möse steht schon der Eiter, lass mal stecken, ich wichse
weiter.

Wenn du meinst du hast das Glück. Zieht das Luder den Arsch
zurück. Nächstes mal da bin ich schlauer. Und stell sie an eine
Mauer

Wenn eine Frau dir Pudelnackt , von hinten an die Nudel packt.
Wenn dir so gutes widerfährt, das ist schon einen Abstach Uralt
wert.

Wenn es draußen stürmt und schneit, ist die Frau sehr gern
bereit, des Mannes Schwanz ohne zu lärmen, mit dem Mund
wieder zu wärmen.

Wenn es draußen stürmt und wettert und der Opa auf die Oma
klettert, Oma leidet große Not, Opa fickt die Oma tot. Opa kichert:
Bin ja Allianz versichert!!!

Wenn Frauen sich die Lippen lecken, wollen sie Dein Sperma
schmecken.

Wenn im Puff die hüllen fallen die freier mit den Nutten knallen
wenn alles wieder fickt und spritzt gibt's Sackmilch
ultrahocherhitzt

Wenn im Walde ruft die Wachtel, und dem Mädel juckt die
Schachtel und dem Jung´ steht ab der Ständer, dann ist Frühling
im Kalender!!!

Wenn man auf Partys Drogen nimmt und die Realität vor einem
verschwimmt. Sollte man schön wachsam sein, sonst wacht man
auf und fickt ein Schwein.

Wenn man bedenkt, wie er so hängt! So lose in der Hose. Und wie
er aussieht wenn man ihn rauszieht. So prall und rund der
Schlüsselbund.

Wenn man dicht Morgens erwacht und neben einem ein Mann
herzhaft lacht. Wenn das Arschloch brennt und man sieht die
Soße laufen, sollte man sich gleich ersaufen.

Wenn man seine Eier leert, `ne Nonne zum Sex bekehrt, seinem
Sohn das Vergewaltigen lehrt, am Kitzler einer Pussy zährt... das
ist schon einen Asbach Uralt wert.

Wenn Oma auf den Scheißhaus sitzt, die Kacke bis zur Fotze
spritzt, Opa denkt »Das wird mir schmecken« Wisch bloß nicht
ab, ich will dich lecken.

Wenn dein Arschloch rötlich schimmert und das ganze sich
verschlimmert hat dir jemand ganz geschickt heimlich in den
Arsch gefickt.

Wenn der Penis juckt, und auch keiner guckt, spiele ich dran, bis
er spuckt!!!

Wenn die Mutti sich die Möse reibt, der Opa es mit dem Kater
treibt, Papi der Hure lustvoll schreit. Leute dann ist Spermazeit.

Wenn's hervor stinkt unterm Damenrock, wie bei einem
Ziegenbock, dass man meint man müsste kotzen, diese Dinger
nennt man Fotzen!

Wenn's beim vögeln kräftig quietscht, weil der Saft nicht richtig
fließt, spuckst du 3mal auf den Rand, dann geht's wie von
Geisterhand

Wer Abends sich mit Viagra würzt, sich gleich auf seine Alte
stürzt. Nimm Viagra, Mann , sei kein Tor, dann steht der Schwanz
wie ein Ofenrohr.

Wer andern in die Möse beißt, ist böse meist!

Wer Ärsche fickt und Mösen leckt, der weiß wie's beim Mc
Donald's schmeckt.

Wer Ärsche fickt, und Schwänze kaut, der trinkt auch das, was
Holsten braut!

Wer Frauen Liebt und Fotzen leckt, der liebt auch Haribokonfekt.
Ich Liebe Frauen und Lecke Fotzen, Doch Haribo find ich zum
Kotzen.

Wer hat den Skat erfunden? Adam und Eva. -sagt Adam zu Eva:
»Tu das Blatt weg, ich will dich stechen...«

Wer rasierte Ärsche Leckt, dabei den Lümmel nordwärts Streckt,
des Nachts auch mal ´ne Ziege knallt, - Der ist voll Koks und wird
nicht alt!

Wer sein Schwanz in Hunde steckt, und ner Katze die Muschi
leckt. Wenn man so mit Tieren verkehrt, dass ist schon einen
Asbach Uralt wert.

Wer wöchentlich nur einmal kann und möchte gerne täglich, der
wende sich an Neckermann, denn Neckermann macht's möglich.

Wer einmal nur im Monat kann und möchte mehrmals täglich, der
wende sich an Neckermann, denn Neckermann machts möglich!

Wer Hängebusen mag, und diese gern betrachtet, der hat als Kind
zu oft bei Oma übernachtet!

When an Appel is green he s ready to plug, when a girl is 14 she
s ready to fuck

Wichst du draußen im WALD merkst du es ist kalt, nimm zum
wichsen warme Rotze und denk an eine geile Fotze!

Wie erkennt man einen katholischen Busen? Wenn er nach dem
BH- öffnen auf die Knie fällt!

Wie sie lutschte, wie sie leckte, man sah gleich, daß es ihr
schmeckte. Und mit fröhlichem Gejauchze schoß ihr die Soße in
die Schnauze.

Wieder ein Tag vollbracht, und wieder Mist gemacht. Schlaft wohl
ihr sorgen leckt mich am Arsch bis morgen. Und morgen mit dem
selben fleiße die gleiche Scheiße

Willst Du mal gemütlich kacken, verschränke die Hände hinterm
Nacken, die Ellenbogen auf die Knie, jetzt kannst Du kacken wie
noch nie.

Willst du einmal richtig ficken, musst du nur ne Pille kicken, hast
du keine Pille zur Hand, rauch ne Bong und fick die Wand!

Wir sind alles Troubadura und drum vöglen mir au alli Hura.. denn
nur wer die Liebe kennt, weis wie sehr der Tripper brennt

Wollen wir beide Mathe üben? Wir können dich und mich
addieren, unsere Kleider abziehen, unsere Beine teilen und uns
multiplizieren.

Wolln wir ficken wie die Hasen, stehst Du richtig geil auf blasen,
bist pervers und scharf wie ich, dann bitte, bitte melde Dich!

Wollt ein Ritter einmal schnackseln, musst er aus der Rüstung
Kraxeln, das hat ihm die Lust verdorben, deshalb sind sie
ausgestorben!

Worin liegt der Unterschied zwischen Jesus und einer Nonne? Im
Gesichtsausdruck beim Nageln.

Worin liegt der Unterschied, ob eine Frau Dir vertraut, Dich Liebt
oder Dich Vergöttert? Vertrauen ist Blasen, Lieben ist Schlucken
und Vergöttern ist Gurgeln !

WORIN LIEGT DER UNTERSCHIED,OB EINE FRAU DIR
VERTRAUT,DICH LIEBT ODER DICH
VERGÖTTERT?VERTRAUEN IST BLASEN!LIEBEN IST
SCHLUCKEN!UND VERGÖTTERN IST GURGELN!

Wuist ficken host koan Gummi, wickel dir an Fetztn ummi, host
koan Fetztn und kan Gummi steck ean nockat in die Fummi.

Wunsch ist Wunsch und jetzt bück dich, Fee...

Würd' Dich gerne wiedersehn, hab da nämlich ein Problem. Denn
Du bist die einzige Frau, gegen meinen Samenstau!












Zwei Mädchen spielen in der Heide, mit den Fingern in der
Scheide, sagt die Rechten zu der Linken, riech mal wie die
Finger stinken.

Zwei Männer auf ner Bank, ziehen sich die Pimmel lang, weil sie
frieren, tun sie onanieren, sagt der Rechte zu dem Linken, riech
mal wie die Finger stinken.

Zwei Schwuchteln sitzen Arsch an Arsch, furzen den
Radezkimarsch, da kam der eine aus dem Takt und hat den
andern angekackt

Zwei Frauen sitzen auf dem Klo und fassen sich an den Popo da
sagt die Rechte zu der Linken rich mal wie meine Finger
stinken.

Zwei Mädchen sitzen auf ner Bank und reiben sich die Möse
blank, sagt die Rechte zu der Linken rich mal wie die Finger
stinken.

Leptomaniac schrieb am 31.10. 2002 um 19:40:06 Uhr zu

DATENMÜLL

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GOETHE

Reineke Fuchs

Zweiter Gesang

Also wandelte Braun auf seinem Weg zum Gebirge
Stolzen Mutes dahin, durch eine Wüste, die groß war,
Lang und sandig und breit; und als er sie endlich durchzogen,
Kam er gegen die Berge, wo Reineke pflegte zu jagen;
Selbst noch Tages zuvor hatt er sich dorten erlustigt.
Aber der Bär ging weiter nach Malepartus; da hatte
Reineke schöne Gebäude. Von allen Schlössern und Burgen,
Deren ihm viele gehörten, war Malepartus die beste.
Reineke wohnte daselbst, sobald er Übels besorgte.
Braun erreichte das Schloß und fand die gewöhnliche Pforte
Fest verschlossen. Da trat er davor und besann sich ein wenig;
Endlich rief er und sprach: Herr Oheim, seid Ihr zu Hause?
Braun, der Bär, ist gekommen, des Königs gerichtlicher Bote.
Denn es hat der König geschworen, Ihr sollet bei Hofe
Vor Gericht Euch stellen, ich soll Euch holen, damit Ihr
Recht zu nehmen und Recht zu geben keinem verweigert,
Oder es soll Euch das Leben kosten; denn bleibt Ihr dahinten,
Ist mit Galgen und Rad Euch gedroht. Drum wählet das Beste,
Kommt und folget mir nach, sonst möcht es Euch übel bekommen.

Reineke hörte genau vom Anfang zum Ende die Rede,
Lag und lauerte still und dachte: Wenn es gelänge,
Daß ich dem plumpen Kompan die stolzen Worte bezahlte?
Laßt uns die Sache bedenken. Er ging in die Tiefe der Wohnung,
In die Winkel des Schlosses, denn künstlich war es gebauet:
Löcher fanden sich hier und Höhlen mit vielerlei Gängen,
Eng und lang, und mancherlei Türen zum Öffnen und Schließen,
Wie es Zeit war und Not. Erfuhr er, daß man ihn suchte
Wegen schelmischer Tat, da fand er die beste Beschirmung.
Auch aus Einfalt hatten sich oft in diesen Mäandern
Arme Tiere gefangen, willkommene Beute dem Räuber.
Reineke hatte die Worte gehört, doch fürchtet' er klüglich,
Andre möchten noch neben dem Boten im Hinterhalt liegen,
Als er sich aber versichert, der Bär sei einzeln gekommen,
Ging er listig hinaus und sagte: Wertester Oheim,
Seid willkommen! Verzeiht mir! ich habe Vesper gelesen,
Darum ließ ich Euch warten. Ich dank Euch, daß Ihr gekommen,
Denn es nutzt mir gewiß bei Hofe, so darf ich es hoffen.
Seid zu jeglicher Stunde, mein Oheim, willkommen! Indessen
Bleibt der Tadel für den, der Euch die Reise befohlen,
Denn sie ist weit und beschwerlich. O Himmel! wie Ihr erhitzt seid!
Eure Haare sind naß und Euer Odem beklommen.
Hatte der mächtige König sonst keinen Boten zu senden,
Als den edelsten Mann, den er am meisten erhöhet?
Aber so sollt es wohl sein zu meinem Vorteil; ich bitte,
Helft mir am Hofe des Königs, allwo man mich übel verleumdet.
Morgen, setzt ich mir vor, trotz meiner mißlichen Lage,
Frei nach Hofe zu gehen, und so gedenk ich noch immer.
Nur für heute bin ich zu schwer, die Reise zu machen.
Leider hab ich zu viel von einer Speise gegessen,
Die mir übel bekommt; sie schmerzt mich gewaltig im Leibe.
Braun versetzte darauf. Was war es, Oheim? Der andre
Sagte dagegen: Was könnt es Euch helfen, und wenn ichs erzählte!
Kümmerlich frist ich mein Leben; ich leid es aber geduldig,
Ist ein armer Mann doch kein Graf! und findet zuweilen
Sich für uns und die Unsern nichts Besseres, müssen wir freilich
Honigscheiben verzehren, die sind wohl immer zu haben.
Doch ich esse sie nur aus Not; nun bin ich geschwollen.
Wider Willen schluckt ich das Zeug, wie sollt es gedeihen?
Kann ich es immer vermeiden, so bleibt mirs ferne vom Gaumen.

Ei! was hab ich gehört! versetzte der Braune, Herr Oheim!
Ei! verschmähet Ihr so den Honig, den mancher begehret?
Honig, muß ich Euch sagen, geht über alle Gerichte,
Wenigstens mir; o schafft mir davon, es soll Euch nicht reuen!
Dienen werd ich Euch wieder. - Ihr spottet, sagte der andre.
Nein, wahrhaftig! verschwor sich der Bär, es ist ernstlich gesprochen.
Ist dem also, versetzte der Rote: da kann ich Euch dienen,
Denn der Bauer Rüsteviel wohnt am Fuße des Berges.
Honig hat er! Gewiß, mit allem Eurem Geschlechte
Saht Ihr niemal so viel beisammen. Da lüstet' es Braunen
Übermäßig nach dieser geliebten Speise. O führt mich,
Rief er, eilig dahin! Herr Oheim, ich will es gedenken,
Schafft mir Honig, und wenn ich auch nicht gesättigt werde.
Gehen wir, sagte der Fuchs: es soll an Honig nicht fehlen.
Heute bin ich zwar schlecht zu Fuße; doch soll mir die Liebe,
Die ich Euch lange gewidmet, die sauern Tritte versüßen.
Denn ich kenne niemand von allen meinen Verwandten,
Den ich verehrte, wie Euch! Doch kommt! Ihr werdet dagegen
An des Königes Hof am Herren-Tage mir dienen,
Daß ich der Feinde Gewalt und ihre Klagen beschäme.
Honigsatt mach ich Euch heute, so viel Ihr immer nur tragen
Möget. - Es meinte der Schalk die Schläge der zornigen Bauern.

Reineke lief ihm zuvor, und blindlings folgte der Braune.
Will mirs gelingen, so dachte der Fuchs: ich bringe dich heute
Noch zu Markte, wo dir ein bittrer Honig zuteil wird.
Und sie kamen zu Rüsteviels Hofe; das freute den Bären,
Aber vergebens, wie Toren sich oft mit Hoffnung betrügen.

Abend war es geworden, und Reineke wußte, gewöhnlich
Liege Rüsteviel nun in seiner Kammer zu Bette,
Der ein Zimmermann war, ein tüchtiger Meister. Im Hofe
Lag ein eichener Stamm; er hatte, diesen zu trennen,
Schon zwei tüchtige Keile hineingetrieben, und oben,
Klaffte gespalten der Baum fast ellenweit. Reineke merkt' es,
Und er sagte: Mein Oheim, in diesem Baume befindet
Sich des Honigs mehr, als Ihr vermutet; nun stecket
Eure Schnauze hinein, so tief Ihr möget. Nur rat ich,
Nehmt nicht gierig zu viel, es möcht Euch übel bekommen.
Meint Ihr, sagte der Bär, ich sei ein Vielfraß? mitnichten!
Maß ist überall gut, bei allen Dingen. Und also
Ließ der Bär sich betören und steckte den Kopf in die Spalte
Bis an die Ohren hinein und auch die vordersten Füße.
Reineke machte sich dran, mit vielem Ziehen und Zerren
Bracht er die Keile heraus: nun war der Braune gefangen,
Haupt und Füße geklemmt; es half kein Schelten noch Schmeicheln.
Vollauf hatte der Braune zu tun, so stark er und kühn war,
Und so hielt der Neffe mit List den Oheim gefangen.
Heulend plärrte der Bär, und mit den hintersten Füßen
Scharrt' er grimmig und lärmte so sehr, daß Rüsteviel aufsprang.
Was es wäre? dachte der Meister und brachte sein Beil mit,
Daß man bewaffnet ihn fände, wenn jemand zu schaden gedächte.
Braun befand sich indes in großen Ängsten; die Spalte
Klemmt' ihn gewaltig, er zog und zerrte, brüllend vor Schmerzen.
Aber mit alle der Pein war nichts gewonnen; er glaubte
Nimmer von dannen zu kommen; so meint' auch Reineke freudig.
Als er Rüsteviel sah von ferne schreiten, da rief er:
Braun, wie steht es? Mäßiget Euch und schonet des Honigs!
Sagt, wie schmeckt es? Rüsteviel kommt und will Euch bewirten!
Nach der Mahlzeit bringt er ein Schlückchen, es mag Euch bekommen!

Da ging Reineke wieder nach Malepartus, der Feste.
Aber Rüsteviel kam, und als er den Bären erblickte,
Lief er, die Bauern zu rufen, die noch in der Schenke beisammen
Schmauseten. Kommt! so rief er: in meinem Hofe gefangen
Hat sich ein Bär, ich sage die Wahrheit. Sie folgten und liefen,
Jeder bewehrte sich eilig, so gut er konnte. Der eine
Nahm die Gabel zur Hand, und seinen Rechen der andre,
Und der dritte, der vierte, mit Spieß und Hacke bewaffnet,
Kamen gesprungen, der fünfte mit einem Pfahle gerüstet.
Ja, der Pfarrer und Küster, sie kamen mit ihrem Geräte.
Auch die Köchin des Pfaffen (sie hieß Frau Jutte, sie konnte
Grütze bereiten und kochen wie keine) blieb nicht dahinten,
Kam mit dem Rocken gelaufen, bei dem sie am Tage gesessen,
Dem unglücklichen Bären den Pelz zu waschen. Der Braune
Hörte den wachsenden Lärm in seinen schrecklichen Nöten,
Und er riß mit Gewalt das Haupt aus der Spalte; da blieb ihm
Haut und Haar des Gesichts bis zu den Ohren im Baume.
Nein! kein kläglicher Tier hat jemand gesehen! es rieselt'
Über die Ohren das Blut. Was half ihm, das Haupt zu befreien?
Denn es blieben die Pfoten im Baume stecken; da riß er
Hastig sie ruckend heraus; er raste sinnlos, die Klauen
Und von den Füßen das Fell blieb in der klemmenden Spalte.
Leider schmeckte dies nicht nach süßem Honig, wozu ihm
Reineke Hoffnung gemacht; die Reise war übel geraten,
Eine sorgliche Fahrt war Braunen geworden. Es blutet'
Ihm der Bart und die Füße dazu, er konnte nicht stehen,
Konnte nicht kriechen, noch gehn. Und Rüsteviel eilte, zu schlagen,
Alle fielen ihn an, die mit dem Meister gekommen;
Ihn zu töten, war ihr Begehr. Es führte der Pater
Einen langen Stab in der Hand und schlug ihn von ferne.
Kümmerlich wandt er sich hin und her, es drängt' ihn der Haufen,
Einige hier mit Spießen, dort andre mit Beilen, es brachte
Hammer und Zange der Schmied, es kamen andre mit Schaufeln,
Andre mit Spaten, sie schlugen drauflos und riefen und schlugen,
Daß er vor schmerzlicher Angst im eignem Unflat sich wälzte.
Alle setzten ihm zu, es blieb auch keiner dahinten;
Der krummbeinige Schloppe mit dem breitnasigen Ludolf
Waren die Schlimmsten, und Gerold bewegte den hölzernen Flegel
Zwischen den krummen Fingern; ihm stand sein Schwager zur Seite,
Kückelrei war es, der dicke, die beiden schlugen am meisten.
Abel Quack und Frau Jutte dazu, sie ließens nicht fehlen;
Talke Lorden Quacks traf mit der Butte den Armen.
Und nicht diese Genannten allein, denn Männer und Weiber,
Alle liefen herzu und wollten das Leben des Bären.
Kückelrei machte das meiste Geschrei, er dünkte sich vornehm:
Denn Frau Willigetrud am hinteren Tore (man wußt es)
War die Mutter, bekannt war nie sein Vater geworden.
Doch es meinten die Bauern, der Stoppelmäher, der schwarze
Sander, sagten sie, möcht es wohl sein, ein stolzer Geselle,
Wenn er allein war. Es kamen auch Steine gewaltig geflogen,
Die den verzweifelten Braunen von allen Seiten bedrängten.
Nun sprang Rüsteviels Bruder hervor und schlug mit dem langen,
Dicken Knüttel den Bären aufs Haupt, daß Hören und Sehen
Ihm verging, doch fuhr er empor vom mächtigen Schlage.
Rasend fuhr er unter die Weiber, die untereinander
Taumelten, fielen und schrien, und einige stürzten ins Wasser,
Und das Wasser war tief. Da rief der Pater und sagte:
Sehet, da unten schwimmt Frau Jutte, die Köchin, im Pelze,
Und der Rocken ist hier! O helft, ihr Männer! Ich gebe
Bier zwei Tonnen zum Lohn und großen Ablaß und Gnade.
Alle ließen für tot den Bären liegen und eilten
Nach den Weibern ans Wasser, man zog aufs Trockne die fünfe.
Da indessen die Männer am Ufer beschäftiget waren,
Kroch der Bär ins Wasser vor großem Elend und brummte
Vor entsetzlichem Weh. Er wollte sich lieber ersäufen,
Als die Schläge so schändlich erdulden. Er hatte zu schwimmen
Nie versucht und hoffte sogleich das Leben zu enden.
Wider Vermuten fühlt' er sich schwimmen, und glücklich getragen
Ward er vom Wasser hinab, es sahen ihn alle die Bauern,
Riefen: Das wird uns gewiß zur ewigen Schande gereichen!
Und sie waren verdrießlich und schalten über die Weiber:
Besser blieben sie doch zu Hause! da seht nun, er schwimmet
Seiner Wege. Sie traten herzu, den Block zu besehen,
Und sie fanden darin noch Haut und Haare vom Kopfe
Und von den Füßen und lachten darob und riefen: Du kommst uns
Sicher wieder, behalten wir doch die Ohren zum Pfande!
So verhöhnten sie ihn noch über den Schaden, doch war er
Froh, daß er nur dem Übel entging. Er fluchte den Bauern,
Die ihn geschlagen, und klagte den Schmerz der Ohren und Füße,
Fluchte Reineken, der ihn verriet. Mit solchen Gebeten
Schwamm er weiter, es trieb ihn der Strom, der reißend und groß war,
Binnen weniger Zeit fast eine Meile hinunter;
Und da kroch er ans Land am selbigen Ufer und keichte.
Kein bedrängteres Tier hat je die Sonne gesehen!
Und er dachte den Morgen nicht zu erleben, er glaubte
Plötzlich zu sterben und rief. O Reineke, falscher Verräter!
Loses Geschöpf!. Er dachte dabei der schlagenden Bauern,
Und er dachte des Baums und fluchte Reinekens Listen.

Aber Reineke Fuchs, nachdem er mit gutem Bedachte
Seinen Oheim zu Markte geführt, ihm Honig zu schaffen,
Lief er nach Hühnern, er wußte den Ort, und schnappte sich eines,
Lief und schleppte die Beute behend am Flusse hinunter.
Dann verzehrt' er sie gleich und eilte nach andern Geschäften
Immer am Flusse dahin und trank des Wassers und dachte:
O wie bin ich so froh, daß ich den tölpischen Bären
So zu Hofe gebracht! Ich wette, Rüsteviel hat ihm
Wohl das Beil zu kosten gegeben. Es zeigte der Bär sich
Stets mir feindlich gesinnt, ich hab es ihm wieder vergolten.
Oheim hab ich ihn immer genannt, nun ist er am Baume
Tot geblieben; des will ich mich freun, solang ich nur lebe.
Klagen und schaden wird er nicht mehr! - Und wie er so wandelt,
Schaut er am Ufer hinab und sieht den Bären sich wälzen.
Das verdroß ihm im Herzen, daß Braun lebendig entkommen.
Rüsteviel, rief er, du lässiger Wicht! du grober Geselle!
Solche Speise verschmähst du? die fett und guten Geschmacks ist,
Die manch ehrlicher Mann sich wünscht, und die so gemächlich
Dir zu Handen gekommen. Doch hat für deine Bewirtung
Dir der redliche Braun ein Pfand gelassen! So dacht er,
Als er den Braunen betrübt, ermattet und blutig erblickte.
Endlich rief er ihn an: Herr Oheim, find ich Euch wieder?
Habt Ihr etwas vergessen bei Rüsteviel? sagt mir, ich lass ihm
Wissen, wo Ihr geblieben. Doch soll ich sagen, ich glaube,
Vieles Honig habt Ihr gewiß dem Manne gestohlen,
Oder habt Ihr ihn redlich bezahlt? wie ist es geschehen?
Ei! wie seid Ihr gemalt? das ist ein schmähliches Wesen!
War der Honig nicht guten Geschmacks; Zu selbigem Preise
Steht noch manches zu Kauf! Doch, Oheim, saget mir eilig,
Welchem Orden habt Ihr Euch wohl so kürzlich gewidmet,
Daß Ihr ein rotes Barett auf Eurem Haupte zu tragen
Anfangt? Seid Ihr ein Abt? Es hat der Bader gewißlich,
Der die Platte Euch schor, nach Euren Ohren geschnappet.
Ihr verloret den Schopf, wie ich sehe, das Fell von den Wangen
Und die Handschuh dabei. Wo habt Ihr sie hängen gelassen?
Und so mußte der Braune die vielen spöttischen Worte
Hintereinander vernehmen und konnte vor Schmerzen nicht reden,
Sich nicht raten noch helfen. Und um nicht weiter zu hören,
Kroch er ins Wasser zurück und trieb mit dem reißenden Strome
Nieder und landete drauf am flachen Ufer. Da lag er,
Krank und elend, und jammerte laut und sprach zu sich selber:
Schlüge nur einer mich tot! Ich kann nicht gehen und sollte
Nach des Königes Hof die Reise vollenden, und bleibe
So geschändet zurück von Reinekens bösem Verrate.
Bring ich mein Leben davon, gewiß, dich soll es gereuen!
Doch er raffte sich auf und schleppte mit gräßlichen Schmerzen
Durch vier Tage sich fort, und endlich kam er zu Hofe.

Als der König den Bären in seinem Elend erblickte,
Rief er: Gnädiger Gott! Erkenn ich Braunen? Wie kommt er
So geschändet? Und Braun versetzte: Leider erbärmlich
Ist das Ungemach, das Ihr erblickt; so hat mich der Frevler
Reineke schändlich verraten! Da sprach der König entrüstet:
Rächen will ich gewiß ohn alle Gnade den Frevel.
Solch einen Herrn wie Braun, den sollte Reineke schänden?
Ja, bei meiner Ehre, bei meiner Krone! das schwör ich,
Alles soll Reineke büßen, was Braun zu Rechte begehret.
Halt ich mein Wort nicht, so trag ich kein Schwert mehr, ich will es geloben!

Und der König gebot, es solle der Rat sich versammeln,
Überlegen und gleich der Frevel Strafe bestimmen.
Alle rieten darauf, wofern es dem König beliebte,
Solle man Reineken abermals fordern, er solle sich stellen,
Gegen Anspruch und Klage sein Recht zu wahren. Es könne
Hinze, der Kater, sogleich die Botschaft Reineken bringen,
Weil er klug und gewandt sei. So rieten sie alle zusammen.

Und es vereinigte sich der König mit seinen Genossen,
Sprach zu Hinzen: Merket mir recht die Meinung der Herren!
Ließ' er sich aber zum drittenmal fordern, so soll es ihm selbst und
Seinem ganzen Geschlecht zum ewigen Schaden gereichen;
Ist er klug, so komm er inzeiten. Ihr schärft ihm die Lehre;
Andre verachtet er nur, doch Eurem Rate gehorcht er.

Aber Hinze versetzte: Zum Schaden oder zum Frommen
Mag es gereichen, komm ich zu ihm, wie soll ichs beginnen?
Meinetwegen tut oder laßt es, aber ich dächte,
Jeden andern zu schicken, ist besser, da ich so klein bin.
Braun, der Bär, so groß und stark, und konnt ihn nicht zwingen,
Welcher Weise soll ich es enden? O! habt mich entschuldigt.

Du beredest mich nicht, versetzte der König: man findet
Manchen kleinen Mann voll List und Weisheit, die manchem
Großen fremd ist. Seid Ihr auch gleich kein Riese gewachsen,
Seid Ihr doch klug und gelehrt. Da gehorchte der Kater und sagte:
Euer Wille geschehe! und kann ich ein Zeichen erblicken
Rechter Hand am Wege, so wird die Reise gelingen.

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Erstellt am 16.10. 1999 um 12:58:25 Uhr von wuzi, enthält 100 Texte

Meile
Erstellt am 12.10. 2006 um 18:45:25 Uhr von mcnep, enthält 4 Texte


Der Assoziations-Blaster ist ein Projekt vom Assoziations-Blaster-Team (Alvar C.H. Freude und Dragan Espenschied) | 0,3546 Sek.