Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 875, davon 872 (99,66%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 210 positiv bewertete (24,00%)
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positiv bewertete Texte
Der erste Text am 23.1. 2001 um 05:30:21 Uhr schrieb
Daniel Arnold über DATENMÜLL
Der neuste Text am 23.4. 2024 um 14:31:25 Uhr schrieb
schmidt über DATENMÜLL
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(insgesamt: 509)

am 15.10. 2003 um 00:03:45 Uhr schrieb
elfboi über DATENMÜLL

am 12.3. 2003 um 03:52:30 Uhr schrieb
elfboi über DATENMÜLL

am 9.3. 2009 um 19:21:35 Uhr schrieb
Bettina Beispiel über DATENMÜLL

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »DATENMÜLL«

Daniel Arnold schrieb am 23.1. 2001 um 05:30:21 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 6 Punkt(e)

Mir fehlt(e bisher) ein Stichwort bei dem man mal so richtig ohne nachzudenken seinen Mist loswerden kann.
Daher nun also „Datenmüll“.

Dabei muss gesagt werden, dass es schwer ist Datenmüll zu definieren. Denn sobald jemand Stift, Papier oder Tastatur zur Hand nimmt und einen Text schreibt, muss man ihm/ihr zumindest das Recht einräumen, den Text nicht zu verabscheuen solange man ihn nicht gelesen hat.
Dennoch hier nun also die Kategorie Datenmüll!
!“§$%&()=?`*’_:; Dazu erzähle ich euch nun, dass ich bereits so ( ) kurz davor stand diese Kategorie einzuführen, als mir mein „ich verachte dich, ich hasse dich abgrundtief, bist du eigentlich total beknackt, eines Tages werde ich dich mit einer Axt...“-Computer - korrigiere PC - einen Strich durch die Rechnung machte und mich aus dem Netscape-Navigator warf. Warum auch immer.;.jczj f
Und auf grund von bis zur selbstzerstörung gehendem kampfes gegen alles was tasten hat eckigist undwo pc draufsteht fange ichgv nun an dich wie #-..-.#_Ä&/%mit datenmüll zu ärgern erg.#_ich weiß das ist dir egal, aber solange ich meine vernünftigen daten die auf dir sind wenigstens einigermaßen behalten will , was mich vor der axt zurückschrecken lässt, müllei hc dich hin und wieder mit dastenmüll zu auch wenns dir ega l ist egal um dich dann doch wieder ach arghhtrhjdgflkjdhgfklöngblbäöpoujkljüpoöjklcbföjkgflxd warum sapiorusekrlöjdnm,gf.warumwarumwarumwarum

hopla schrieb am 31.7. 2002 um 13:57:43 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 2 Punkt(e)

‹ÅZ[sÛ6~Ž~Â�Üf$Rò-¾HêÚ–»Ž�4R&#353;iww: ’ˆxQÐrô°¿¶?cö€¤(J®�i3ʃŠp.ß¹ƒé>¼?ÿòaH.Æ×ïȇOgï.ωÕrœÏ»çŽ3Ì‹=»MÆ‚&’+ž&4rœá�Õotñ%þ Oð3¾¿öL�S)Ó§¸X¶Î»*·^ݲhVlöéï6楒Ä�|FYüB“4�ÆTL b˜�g>ŸÛ´º9×ÁöØRÔ¨ßöT:#K Ç ”·½ ž¿Ž)�TzÌ?ýç=|q?éB\M�ä£ñ/‹áp �ŸæÚ•¥e¤ú1ÜDgg“CH‘d{Ö�#ýÄêwŸ¶Z /u3 ({.À~/­µõ/~4O^)ÜÞ‹/Ò™e‘döùÂð¡ù¡·4_ØïþÛ1—}ëUÃqZ­~·x°Q ØjdêØXQ´\„û/G>fÒŽX¨�ôIûUƒ|¥®ÆÊlQ—½”,ò˧¯N ãF•³c*p£{ö~ð A±{Ö?Úm×õ}‹L7�R¡Ÿ´Û»»AÌáöÍ›óóvÛ«·µ{jî…ÎÛ�®¢“ˆ‘9÷TسŽvžA eQ4£žÇ“ ×ÖwrF]¼;$HILÀã�a­€‡ÏPu%ú�'ðãdcì”WÐÜi·‘hŠT¸Ê»»ÿ™G¤°«™0ƒÆúqNÀA’&#353;.ÑÔ »ð8…�~ׇÐ&…ö¾tÚƒ]Úè\8m;à“¦sPÞéo ‡îÁé?í:æ¢ë øv(’·»Ø“ª&#353;�ÐòÀ HæÊÅœ�K»“ÊßËë·K£4H DUL †* ›ÆH¤=KËÉ›D…lc¶x!I þœ*«ñ¤H/jJ®0GЧäêá„'/ä1)h 3Èa¦‹1y¨OP*¡0I’Å2gÃvh •MÆ_h“DŒ{¸+7ÐÔe”È”@a‹hŠ0]w$eØD ÎëØÔÏç4X&yáv]ÕMqMˆÌ Œ‘÷>T2Öú Òb)÷’ˆ³I �S B¸€¾³,ä 9ÖEÈ·>Klr:�ƒ 0qCh3 i„Äp‚f�=CÀæÌ�bB«sM·á#\°c€ÂI®;Ð9,2Á\„:ÞÓH¦  2á’Lhä=µÖC sp¸t ¼c5БŒïÿ«K7$v“UíT�•‡I€ 64,ßuhÿ?eè {áŸ'�†qµ»¾Ë¸­†s{5ÔÍrÜe«’ÿ“®T»M‚þsAÏÒ“XnÅ §{)´‡BÃj�?I&ûy¤7�—ã�ïo^�€†NCðçy2‘³“R_Œ\bÓ \‰`I±u0ñQèÑG½«ùQÕ¾QÝ@QÍ:áý =k=gLt{½ËyŒ“†îWhäÄøn®tÝ&)ô=ÚXþDlЇ @QXn©`Ú°~³%S°˜˜FD+@çÕ¤ÁÙDñG2ÅçH—ˆ¡’9�OK½Œnôñ-3>ãLX À…ºtâzÌ4ˆ�¿Ò˜Ã[C$<ð3XºC³Ë0Èp1Óƒßc»ì<^ޝ_N]íב° ˜ËÈ- Sˆó™�И´uÆ’ èt� òÌ3 í°Œ rìRThÞ3pfÁtÀ'vO t|`¼`.>Ñ…é�F¦ÏS¼JtÓ)…ùˆ&$ $0{Ä$¼4D“@/©¤ýŒ F¿§?܆­ªb0>`(­ÏÁä6Mt‹µÄºkÔhèä,gB¯‚ÁÓ/õôøS! ×^”ÊZí¸b ÌpÆ4Ðöü5“:ãbó®¥ YujÇÔ‚ÙqÜB4G3'@Ír»± Ù*ÖÞg4ŒÆf¤±¹ž”@ˆn'r{j ¡ä|j›ëŽÕŠÇ1n* è¼­E*IÒL—&#353;-Ç@ô™Ú¤V ì~¿;yTø†V>d«£B:4„Šö}ãiº.ÈÔGáN3 ¦žÆžíkJ‚Uz@%hB ]ÅÍŸ<‹ÞÀÀ™?”‰•\è0 À<ÌKR»FÊŸ(¬ç�÷ o4jŠ4Ö2IŒ#ÍGZ`U/×^Oˆmƒ Ô'œún= Œ>ž¯L0Ÿ/ã‹Þ¹^¾½ÃÅé»qϲú÷Œ%Õn³\ó~kÍ_ôûî)¹ø8|Ó³ ”gÑ݈roĦ‚©“»ž{´ç[}sÛuNûMrÿ&·|éÜ ÉS-·_Ö^S) psïZ5u1”ï·ŸYËJ㦉Ïsúx¥¯3¡Å×õÈF7#ÝR€½ÌÛ<Ç€'?eÀK×WÒטbüT[ã¢ù¶ºŒcôÍ| ¥oT\×ŃÄ蛉!Z»R.%æ9‰`wjºZ3~ʘÒt®ù'=ô•ÊèI ì…±/A�Å㦱P ‡’þ¹žs6ÉS‡é{>Ã}qøVSzuÃYÏ7Ð+GœM —@oÅõ Øm”� !pé(¾Ð±µÎòÓr¹A¦µ“ˆ�•q³³<ÂXÖYì`3*§™”úõ|VײüJÂÌaSÅHæÜl½7Õ›CÀ(Ðëýk“é¦(?Dôõˆ5OJT>—ḒÊ 0pÐÄ ‰ßèi§©ÉÂË ÷¨¶u’*˜òÍG‡ní4+ë!èúÁä �ƒÖ’Å�•µ¾rí¦ÎPǦÔoîX¡¢¯1¨�†�èí»ö5Tãxö±ßÀ t¼ì+õÙäÏÞêfCƒÑX=ó»ÏüÚ2_v‹“÷ÎîîÑQçµqüÜýï �Uk6ºƒËŸ‰þRÓ³f©ùÇt«Ó(SìÄ„ËñÎìî?vï<;!óÕñîѳ“EK§;ÆÏïËêî`yŸÝíT üNQàw–øö¿‘û^Áý`÷î�ïɽÓÞ÷×÷½ý¸ïî�Ý‚ýÑÑ”/¹ïílÁí:¥åw`¿÷=ýîp+–ï”A· ·ÇX{¤ãí|W¿ßko�ýn þá6Ü‚í÷—)ÿp Úï—½Fga_ɹû[`pPÚ~Úì—ow ¶ß)µ?Úû[Øã`ƒÿÍ góÿ�ÿÃU÷CÆ,

Ichtöter schrieb am 23.9. 2004 um 22:25:58 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 3 Punkt(e)

Ich wurde mal von einer Frau gefragt, die sich eher mit dem Sozialen, gar Politischen und nicht weniger dem Kunstgeschichtlich-Archäologischen befasste, dazu auch noch Rachmaninov und die Beatles mochte, was ich denn gerade läse (sie gebrauchte bestimmt jenen conjunctivus brachialis). Nachdem sie vorher etwas über Rudolf Steiner referiert hatte (sie gehörte zu jenen, die, wenn sie über Rudolf Steiner referieren, es so tun, als sei es selbstverständlich, dass es den Gegenüber brennend interessiere), erwartete sie von mir einen ähnlich lodernden Vortrag. Ich sagte: »öh, so 'n Buch über Kosmologie«, und schloss den Vortrag damit ab. »Aaah, ja«, entgegnete sie knapp. Ich schämte mich sehr, so etwas zu lesen; ich vermutete Jahre später, meine Wortkargheit hinsichtlich des Themas hatte einen arg arroganten Eindruck auf sie gemacht. Das war aber nur eine späte Spekulation. Ich bin sicher, im Moment des Ereignisses schämte ich mich so sehr wie sie mich bemitleidete und sie war froh, dass ich mich so kurz gefasst hatte. Und eigentlich schäme ich mich heute noch und, wenn ich überhaupt noch was lesen würde, läse (conjunctivus brachialis!) ich so was lieber heimlich unter der Bettdecke. Überhaupt weiß ich gar nicht, wie ein Leben ohne Scham funktioniert, also ich meine, wie sich das von innen anfühlt. Diese sozial-politisch-kunsthistorisch-archäologische Steiner-Leserin schien mir allerdings nah vor dieser Himmelspforte gestanden haben; man stelle sich einmal vor: sie legte, ohne ihre leckere Tortellini essenden Gäste zu fragen, ein Klavierkonzert von Rachmaninov auf und gestikulierte von herrlich schwelgenden Streichern redend mit ausgebreiteten Armen am Tisch herum. Das war einer meiner vielen und ganz großen in Depression endenden Abende.

(egozentrischer Scheißtext)

Nofretete schrieb am 31.10. 2002 um 19:34:54 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 1 Punkt(e)

GOETHE

Reineke Fuchs

Erster Gesang

Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen! es grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.
Nobel, der König, versammelt den Hof; und seine Vasallen
Eilen gerufen herbei mit großem Gepränge; da kommen
Viele stolze Gesellen von allen Seiten und Enden,
Lütke, der Kranich, und Markart, der Häher, und alle die Besten.
Denn der König gedenkt mit allen seinen Baronen
Hof zu halten in Feier und Pracht; er läßt sie berufen
Alle miteinander, so gut die Großen als Kleinen.
Niemand sollte fehlen! und dennoch fehlte der Eine,
Reineke Fuchs, der Schelm! der viel begangenen Frevels
Halben des Hofs sich enthielt. So scheuet das böse Gewissen
Licht und Tag, es scheute der Fuchs die versammelten Herren.
Alle hatten zu klagen, er hatte sie alle beleidigt,
Und nur Grimbart, den Dachs, den Sohn des Bruders, verschont' er.

Isegrim aber, der Wolf, begann die Klage; von allen
Seinen Vettern und Gönnern, von allen Freunden begleitet,
Trat er vor den König und sprach die gerichtlichen Worte:
Gnädigster König und Herr! vernehmet meine Beschwerden.
Edel seid Ihr und groß und ehrenvoll, jedem erzeigt Ihr
Recht und Gnade: so laßt Euch denn auch des Schadens erbarmen,
Den ich von Reineke Fuchs mit großer Schande gelitten.
Aber vor allen Dingen erbarmt Euch, daß er mein Weib so
Freventlich öfters verhöhnt und meine Kinder verletzt hat.
Ach! er hat sie mit Unrat besudelt, mit ätzendem Unflat,
Daß mir zu Hause noch drei in bittrer Blindheit sich quälen.
Zwar ist alle der Frevel schon lange zur Sprache gekommen,
Ja, ein Tag war gesetzt, zu schlichten solche Beschwerden;
Er erbot sich zum Eide, doch bald besann er sich anders
Und entwischte behend nach seiner Feste. Das wissen
Alle Männer zu wohl, die hier und neben mir stehen.
Herr! ich könnte die Drangsal, die mir der Bube bereitet,
Nicht mit eilenden Worten in vielen Wochen erzählen.
Würde die Leinwand von Gent, so viel auch ihrer gemacht wird,
Alle zu Pergament, sie faßte die Streiche nicht alle,
Und ich schweige davon. Doch meines Weibes Entehrung
Frißt mir das Herz; ich räche sie auch, es werde, was wolle.

Als nun Isegrim so mit traurigem Mute gesprochen,
Trat ein Hündchen hervor, hieß Wackerlos, redte französisch
Vor dem König: wie arm es gewesen und nichts ihm geblieben
Als ein Stückchen Wurst in einem Wintergebüsche;
Reineke hab auch das ihm genommen! Jetzt sprang auch der Kater
Hinze zornig hervor und sprach: Erhabner Gebieter,
Niemand beschwere sich mehr, daß ihm der Bösewicht schade,
Denn der König allein! Ich sag Euch, in dieser Gesellschaft
Ist hier niemand, jung oder alt, er fürchtet den Frevler
Mehr als Euch! Doch Wackerlos' Klage will wenig bedeuten.
Schon sind Jahre vorbei, seit diese Händel geschehen;
Mir gehörte die Wurst! ich sollte mich damals beschweren.
Jagen war ich gegangen; auf meinem Wege durchsucht ich
Eine Mühle zu Nacht; es schlief die Müllerin; sachte
Nahm ich ein Würstchen, ich will es gestehn; doch hatte zu dieser
Wackerlos irgendein Recht, so dankt' ers meiner Bemühung.

Und der Panther begann: Was helfen Klagen und Worte!
Wenig richten sie aus, genug, das Übel ist ruchtbar.
Er ist ein Dieb, ein Mörder! Ich darf es kühnlich behaupten,
Ja, es wissens die Herren, er übet jeglichen Frevel.
Möchten doch alle die Edlen, ja selbst der erhabene König
Gut und Ehre verlieren: er lachte, gewänn er nur etwa
Einen Bissen dabei von einem fetten Kapaune.
Laßt Euch erzählen, wie er so übel an Lampen, dem Hasen,
Gestern tat; hier steht er! der Mann, der keinen verletzte.
Reineke stellte sich fromm und wollt ihn allerlei Weisen
Kürzlich lehren, und was zum Kaplan noch weiter gehöret,
Und sie setzten sich gegeneinander, begannen das Kredo.
Aber Reineke konnte die alten Tücken nicht lassen;
Innerhalb unsers Königes Fried und freiem Geleite
Hielt er Lampen gefaßt mit seinen Klauen und zerrte
Tückisch den redlichen Mann. Ich kam die Straße gegangen,
Hörte beider Gesang, der, kaum begonnen, schon wieder
Endete. Horchend wundert ich mich, doch als ich hinzukam,
Kannt ich Reineken stracks, er hatte Lampen beim Kragen;
Ja, er hätt ihm gewiß das Leben genommen, wofern ich
Nicht zum Glücke des Wegs gekommen wäre. Da steht er!
Seht die Wunden an ihm, dem frommen Manne, den keiner
Zu beleidigen denkt. Und will es unser Gebieter,
Wollt ihr Herren es leiden, daß so des Königes Friede,
Sein Geleit und Brief von einem Diebe verhöhnt wird,
O, so wird der König und seine Kinder noch späten
Vorwurf hören von Leuten, die Recht und Gerechtigkeit lieben.

Isegrim sagte darauf. So wird es bleiben, und leider
Wird uns Reineke nie was Gutes erzeigen. O! läg er
Lange tot, das wäre das beste für friedliche Leute;
Aber wird ihm diesmal verziehn, so wird er in kurzem
Etliche kühnlich berücken, die nun es am wenigsten glauben.

Reinekens Neffe, der Dachs, nahm jetzt die Rede, und mutig
Sprach er zu Reinekens Bestem, so falsch auch dieser bekannt war.
Alt und wahr, Herr Isegrim! sagt' er, beweist sich das Sprichwort:
Feindes Mund frommt selten. So hat auch wahrlich mein Oheim
Eurer Worte sich nicht zu getrösten. Doch ist es ein leichtes.
Wär er hier am Hofe so gut als Ihr, und erfreut' er
Sich des Königes Gnade, so möcht es Euch sicher gereuen,
Daß Ihr so hämisch gesprochen und alte Geschichten erneuert.
Aber was Ihr Übels an Reineken selber verübet,
Übergeht Ihr; und doch, es wissen es manche der Herren,
Wie Ihr zusammen ein Bündnis geschlossen und beide versprochen,
Als zwei gleiche Gesellen zu leben. Das muß ich erzählen;
Denn im Winter einmal erduldet' er große Gefahren
Euretwegen. Ein Fuhrmann, er hatte Fische geladen,
Fuhr die Straße, Ihr spürtet ihn aus und hättet um alles
Gern von der Ware gegessen; doch fehlt' es Euch leider am Gelde.
Da beredetet Ihr den Oheim, er legte sich listig
Grade für tot in den Weg. Es war, beim Himmel, ein kühnes
Abenteuer! Doch merket, was ihm für Fische geworden.
Und der Fuhrmann kam und sah im Gleise den Oheim,
Hastig zog er sein Schwert, ihm eins zu versetzen; der Kluge
Rührt' und regte sich nicht, als wär er gestorben; der Fuhrmann
Wirft ihn auf seinen Karrn und freut sich des Balges im voraus.
Ja, das wagte mein Oheim für Isegrim; aber der Fuhrmann
Fuhr dahin, und Reineke warf von den Fischen herunter.
Isegrim kam von ferne geschlichen, verzehrte die Fische.
Reineken mochte nicht länger zu fahren belieben; er hub sich,
Sprang vom Karren und wünschte nun auch von der Beute zu speisen.
Aber Isegrim hatte sie alle verschlungen; er hatte
Über Not sich beladen, er wollte bersten. Die Gräten
Ließ er allein zurück und bot dem Freunde den Rest an.
Noch ein anderes Stückchen! auch dies erzähl ich Euch wahrhaft.
Reineken war es bewußt, bei einem Bauer am Nagel
Hing ein gemästetes Schwein, erst heute geschlachtet; das sagt' er
Treu dem Wolfe: sie gingen dahin, Gewinn und Gefahren
Redlich zu teilen. Doch Müh und Gefahr trug jener alleine.
Denn er kroch zum Fenster hinein und warf mit Bemühen
Die gemeinsame Beute dem Wolf herunter; zum Unglück
Waren Hunde nicht fern, die ihn im Hause verspürten
Und ihm wacker das Fell zerzausten. Verwundet entkam er,
Eilig sucht' er Isegrim auf und klagt' ihm sein Leiden
Und verlangte sein Teil. Da sagte jener: Ich habe
Dir ein köstliches Stück verwahrt, nun mache dich drüber
Und benage mirs wohl; wie wird das Fette dir schmecken!
Und er brachte das Stück, das Krummholz war es, der Schlächter
Hatte daran das Schwein gehängt; der köstliche Braten
War vom gierigen Wolfe, dem ungerechten, verschlungen.
Reineke konnte vor Zorn nicht reden, doch was er sich dachte,
Denket euch selbst. Herr König, gewiß, daß hundert und drüber
Solcher Stückchen der Wolf an meinem Oheim verschuldet!
Aber ich schweige davon. Wird Reineke selber gefordert,
Wird er sich besser verteidigen. Indessen, gnädigster König,
Edler Gebieter, ich darf es bemerken: Ihr habet, es haben
Diese Herren gehört, wie töricht Isegrims Rede
Seinem eignen Weibe und ihrer Ehre zu nah tritt,
Die er mit Leib und Leben beschützen sollte. Denn freilich
Sieben Jahre sinds her und drüber, da schenkte mein Oheim
Seine Lieb und Treue zum guten Teile der schönen
Frauen Gieremund; solches geschah beim nächtlichen Tanze;
Isegrim war verreist, ich sag es, wie mirs bekannt ist.
Freundlich und höflich ist sie ihm oft zu Willen geworden,
Und was ist es denn mehr? Sie bracht es niemals zur Klage,
Ja, sie lebt und befindet sich wohl, was macht er für Wesen?
Wär er klug, so schwieg' er davon, es bringt ihm nur Schande.
Weiter sagte der Dachs: Nun kommt das Märchen vom Hasen!
Eitel leeres Gewäsche! Den Schüler sollte der Meister
Etwa nicht züchtigen, wenn er nicht merkt und übel bestehet?
Sollte man nicht die Knaben bestrafen, und ginge der Leichtsinn,
Ginge die Unart so hin, wie sollte die Jugend erwachsen?
Nun klagt Wackerlos, wie er ein Würstchen im Winter verloren
Hinter der Hecke; das sollt er nur lieber im stillen verschmerzen,
Denn wir hören es ja, sie war gestohlen; zerronnen
Wie gewonnen; und wer kann meinem Oheim verargen,
Daß er gestohlenes Gut dem Diebe genommen? Es sollen
Edle Männer von hoher Geburt sich gehässig den Dieben
Und gefährlich erzeigen. Ja, hätt er ihn damals gehangen,
War es verzeihlich. Doch ließ er ihn los, den König zu ehren;
Denn am Leben zu strafen, gehört dem König alleine.
Aber wenigen Danks kann sich mein Oheim getrösten,
So gerecht er auch sei und Übeltaten verwehret.
Denn seitdem des Königes Friede verkündiget worden,
Hält sich niemand wie er. Er hat sein Leben verändert,
Speiset nur einmal des Tags, lebt wie ein Klausner, kasteit sich,
Trägt ein härenes Kleid auf bloßem Leibe und hat schon
Lange von Wildbret und zahmem Fleische sich gänzlich enthalten,
Wie mir noch gestern einer erzählte, der bei ihm gewesen.
Malepartus, sein Schloß, hat er verlassen und baut sich
Eine Klause zur Wohnung. Wie er so mager geworden,
Bleich von Hunger und Durst und andern strengeren Bußen,
Die er reuig erträgt, das werdet Ihr selber erfahren.
Denn was kann es ihm schaden, daß hier ihn jeder verklaget?
Kommt er hieher, so führt er sein Recht aus und macht sie zuschanden.

Als nun Grimbart geendigt, erschien zu großem Erstaunen
Henning, der Hahn, mit seinem Geschlecht. Auf trauriger Bahre,
Ohne Hals und Kopf, ward eine Henne getragen,
Kratzefuß war es, die beste der eierlegenden Hennen.
Ach, es floß ihr Blut, und Reineke hatt es vergossen!
Jetzo sollt es der König erfahren. Als Henning, der wackre,
Vor dem König erschien, mit höchstbetrübter Gebärde,
Kamen mit ihm zwei Hähne, die gleichfalls trauerten. Kreyant
Hieß der eine, kein besserer Hahn war irgend zu finden
Zwischen Holland und Frankreich; der andere durft ihm zur Seite
Stehen, Kantart genannt, ein stracker, kühner Geselle;
Beide trugen ein brennendes Licht; sie waren die Brüder
Der ermordeten Frau. Sie riefen über den Mörder
Ach und Weh! Es trugen die Bahr zwei jüngere Hähne,
Und man konnte von fern die Jammerklage vernehmen.
Henning sprach: Wir klagen den unersetzlichen Schaden,
Gnädigster Herr und König! Erbarmt Euch, wie ich verletzt bin,
Meine Kinder und ich. Hier seht Ihr Reinekens Werke!
Als der Winter vorbei, und Laub und Blumen und Blüten
Uns zur Fröhlichkeit riefen, erfreut ich mich meines Geschlechtes,
Das so munter mit mir die schönen Tage verlebte!
Zehen junge Söhne, mit vierzehn Töchtern, sie waren
Voller Lust zu leben; mein Weib, die treffliche Henne,
Hatte sie alle zusammen in Einem Sommer erzogen.
Alle waren so stark und wohl zufrieden, sie fanden
Ihre tägliche Nahrung an wohlgesicherter Stätte.
Reichen Mönchen gehörte der Hof, uns schirmte die Mauer,
Und sechs große Hunde, die wackern Genossen des Hauses,
Liebten meine Kinder und wachten über ihr Leben;
Reineken aber, den Dieb, verdroß es, daß wir in Frieden
Glückliche Tage verlebten und seine Ränke vermieden.
Immer schlich er bei Nacht um die Mauer und lauschte beim Tore,
Aber die Hunde bemerktens; da mocht er laufen! sie faßten
Wacker ihn endlich einmal und ruckten das Fell ihm zusammen;
Doch er rettete sich und ließ uns ein Weilchen in Ruhe.
Aber nun höret mich an! es währte nicht lange, so kam er
Als ein Klausner und brachte mir Brief und Siegel. Ich kannt es:
Euer Siegel sah ich am Briefe; da fand ich geschrieben:
Daß Ihr festen Frieden so Tieren als Vögeln verkündigt.
Und er zeigte mir an: er sei ein Klausner geworden,
Habe strenge Gelübde getan, die Sünden zu büßen,
Deren Schuld er leider bekenne. Da habe nun keiner
Mehr vor ihm sich zu fürchten, er habe heilig gelobet,
Nimmermehr Fleisch zu genießen. Er ließ mich die Kutte beschauen,
Zeigte sein Skapulier. Daneben wies er ein Zeugnis,
Das ihm der Prior gestellt, und, um mich sicher zu machen,
Unter der Kutte ein härenes Kleid. Dann ging er und sagte:
Gott dem Herren seid mir befohlen! ich habe noch vieles
Heute zu tun! ich habe die Sext und die None zu lesen
Und die Vesper dazu. Er las im Gehen und dachte
Vieles Böse sich aus, er sann auf unser Verderben.
Ich mit erheitertem Herzen erzählte geschwinde den Kindern
Eures Briefes fröhliche Botschaft, es freuten sich alle.
Da nun Reineke Klausner geworden, so hatten wir weiter
Keine Sorge, noch Furcht. Ich ging mit ihnen zusammen
Vor die Mauer hinaus, wir freuten uns alle der Freiheit.
Aber leider bekam es uns übel. Er lag im Gebüsche
Hinterlistig; da sprang er hervor und verrannt uns die Pforte;
Meiner Söhne schönsten ergriff er und schleppt' ihn von dannen,
Und nun war kein Rat, nachdem er sie einmal gekostet;
Immer versucht' er es wieder, und weder Jäger noch Hunde
Konnten vor seinen Ränken bei Tag und Nacht uns bewahren.
So entriß er mir nun fast alle Kinder; von zwanzig
Bin ich auf fünfe gebracht, die andern raubt' er mir alle.
O, erbarmt Euch des bittern Schmerzes! er tötete gestern
Meine Tochter, es haben die Hunde den Leichnam gerettet.
Seht, hier liegt sie! Er hat es getan, o! nehmt es zu Herzen!

Und der König begann: Kommt näher, Grimbart, und sehet,
Also fastet der Klausner, und so beweist er die Buße!
Leb ich noch aber ein Jahr, so soll es ihn wahrlich gereuen!
Doch was helfen die Worte! Vernehmet, trauriger Henning:
Eurer Tochter ermangl es an nichts, was irgend den Toten
Nur zu Rechte geschieht. Ich lass ihr Vigilie singen,
Sie mit großer Ehre zur Erde bestatten; dann wollen
Wir mit diesen Herren des Mordes Strafe bedenken.

Da gebot der König, man solle Vigilie singen.
Domino placebo begann die Gemeine, sie sangen
Alle Verse davon. Ich könnte ferner erzählen,
Wer die Lektion gesungen und wer die Responsen;
Aber es währte zu lang, ich lass es lieber bewenden.
In ein Grab ward die Leiche gelegt und drüber ein schöner
Marmorstein, poliert wie ein Glas, gehauen im Viereck,
Groß und dick, und oben darauf war deutlich zu lesen:
»Kratzefuß, Tochter Hennings des Hahns, die beste der Hennen,
Legte viel Eier ins Nest und wußte klüglich zu scharren.
Ach, hier liegt sie! durch Reinekens Mord den Ihren genommen.
Alle Welt soll erfahren, wie bös und falsch er gehandelt,
Und die Tote beklagen.« So lautete, was man geschrieben.

Und es ließ der König darauf die Klügsten berufen,
Rat mit ihnen zu halten, wie er den Frevel bestrafte,
Der so klärlich vor ihn und seine Herren gebracht war.
Und sie rieten zuletzt: man habe dem listigen Frevler
Einen Boten zu senden, daß er um Liebes und Leides
Nicht sich entzöge, er solle sich stellen am Hofe des Königs
An dem Tage der Herrn, wenn sie zunächst sich versammeln;
Braun, den Bären, ernannte man aber zum Boten. Der König
Sprach zu Braun, dem Bären: Ich sag es, Euer Gebieter,
Daß Ihr mit Fleiß die Botschaft verrichtet! Doch rat ich zur Vorsicht:
Denn es ist Reineke falsch und boshaft, allerlei Listen
Wird er gebrauchen, er wird Euch schmeicheln, er wird Euch belügen,
Hintergehen, wie er nur kann. Mitnichten, versetzte
Zuversichtlich der Bär: bleibt ruhig! Sollt er sich irgend
Nur vermessen und mir zum Hohne das mindeste wagen,
Seht, ich schwör es bei Gott! der möge mich strafen, wofern ich
Ihm nicht grimmig vergölte, daß er zu bleiben nicht wüßte.

suchmaschine 2.2 schrieb am 14.4. 2002 um 02:07:51 Uhr zu

DATENMÜLL

Bewertung: 1 Punkt(e)

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Auer Dominik August Pernilla Avnet Jon Aykroyd Dan Bacon Kevin Barrymore Drew Bay
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Goodman John Graham Heather Grönemeyer Herbert Guttenberg Steve Hamilton Linda
Hanks Tom Hannah John Harfouch Corinna Hartnett Josh Hatcher Teri Hawke Ethan
Helgenberger Marg Henstridge Natasha Hirschbiegel Oliver Hoffmann Jutta Hughes Miko Hurd
Gale Anne Hurley Elizabeth Jackson Samuel L. Jeunet Jean-Pierre Johnson »The Rock«
Dwayne Jolie Angelina Jovovich Milla Kidman Nicole Kline Kevin Krebitz Nicolette Landis
John Lane Diane Lawrence Martin Leder Mimi Ledger Heath Lee Jones Tommy Leigh Cook
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Jennifer H. Macy William Madsen Michael Marceau Sophie Margulies Julianna McConaughey
Matthew McDiarmid Ian McDormand Frances McGregor Ewan Medak Peter Miller George
Morrison Temuera Morton Joe Müller-Stahl Armin Mulroney Dermot Murphy Eddie Musker
John Myers Mike Neeson Liam Neill Sam Nielsen Connie Norton Edward Osment Haley Joel
Chris O' Donnell Paltrow Gwyneth Pacino Al Patric Jason Patton Will Paul Christiane Penn
Sean Petersen Wolfgang Pfeiffer Michelle Phoenix Joaquin Pinon Dominique Pitt Brad
Plummer Glenn Portman Natalie Prochnow Jürgen Prinze Freddie Jr. Pryce Jonathan
Quinlan Kathleen Reeves Keanu Reno Jean Riemann Katja Roach Jay Roberts Julia Rock
The Russo Rene Russo Rene Roth Tim Ryder Winona Schumacher Joel Schwarzenegger
Arnold Schweiger Til Scott Dougray Scott Ridley Sheen Charlie Shue Elisabeth Silberling
Brad Silverstone Alicia Smith Will Sommers Stephen Spacey Kevin Spader James Spielberg
Steven Spottiswoode Roger Spriggs Elizabeth Stoltz Eric Sutherland Donald Sverak Zdenek
Tautou Audrey Ter Steege Johanna Thewlis David Thornton Billy Bob Tucci Stanley Tyler Liv
Velasquez Patricia Voight Jon Von Garnier Katja Vosloo Arnold Wahlberg Mark Waller
Anthony Washington Denzel Weaver Sigourney Weisz Rachel Wennemann Klaus Willis Bruce
Winslet Kate Woo John Zellweger Renée Zeta-Jones Catherine Adorf Mario Alexander Peter
Arent Eddi Arnold Ellen Atwell Susann Auer Sabine Balder Hugo-Egon Bardot Brigitte Bartels
Michael Bastgen Brigitte Bauer Gabi Bäumler Hans-Jürgen Becker Boris Beerbaum Ludger
Beerbaum Markus Behrendt Klaus J. Belstler-Boettcher Bennent Heinz Berben Iris Berger
Senta Berghoff Dagmar Biedermann Julia Bielefeldt Dirk Bierbrauer (Oscar) Biewer Maxi
Biolek Alfred Bittner Armin Blanco Roberto Böcking Kai Boettcher Grit Bogner Willy Böhse
Onkelz Boning Wigald Bosch Anna Böttinger Bettina Brandauer Klaus Breitner Paul Buchholz
Horst Büchner Eve-Maren Buder Oliver-Sven Burch Jeannine Burkard Katja Busse Jochen
Buster Dolly Carrell Rudi Christen Illona Christiansen Sabine Clarin Hans Joachim Colani
Luigi Dahlen Klaus Dall Karl de Mas Sissy de Mol Linda del Medico Paola Deutscher Drafi Die
Päpste Dobra Anica Doldinger Klaus Domian Jürgen Domingo Placido Dörrie Doris Doubek
Anna Drache Heinz Drews Jürgen Dudenhöffer Gerd Ebstein Katja Egner Fritz Eligmann
Barbara Elsner Hannelore Elstner Frank Endres Dieter Engelke Anke Epple-Waigel Irene
Feldbusch Verona Felix Kurt Felmy Hansjörg Fendrich Rainhard Feuerstein Herbert
Fichtel-Mauritz Anja Fierek Wolfgang Fischer Irene Fischer Ottfried Fitz Lisa Folkerts Ulrike
Fried Amelie Fritsch Thomas Fuchsberger Joachim Gabriel Gunter Garrison Zina Gärtner
Claus-Theo George Götz Gerboth Christiane Gerhardt Tom Gerster Petra Gienger Eberhard
Giller Walter Glas Uschi Glatzeder Winfried Gott Karel Gottschalk Thomas Graf Stefanie Grass
Günther Grönemeyer Herbert Gross Michael Grothum Brigitte Gundlach Alida Haase Tirzah
Hackenberg Thomas Hallervorden Dieter Harloff Fabian Hart Jürgen Hase Dagmar Heck
Dieter Thomas Hehn Sascha Heino Heinrich Jürgen Hellwig Margot Hellwig Maria Helten
Peter Henkel Heike Henkel Rainer Herold Ted Herrmann Eva Hertel Eberhard Herzog Uwe
Heynemann Bernd Hielscher Liane Hoffmann Rüdiger Hofmann Peter Holst Susanne Hörbiger
Christiane Horn Guildo Howland Chris Huber Anke Hübner Uwe Hubschmid Paul Illic Bata
Illner Maybrit Ilmann Peter Int-Veen Vera Jauch Günther Jelen Eric Johns Bibi Juhnke Harald
Jürgens Andrea Jürgens Jenny Jürgens Stefan Jürgens Udo Kaack Sabine Kellemann Guido
Keller Christian Kerkeling Hans-Peter Kerner Johannes B. Kiesbauer Arabella Kirchberger
Sonja Kling Anja Kling Gerit Klocke Piet Knef Hildegard Kock am Brink Ulla Kollo René König
Johanna Konsalik Heinz G. Krabbe Katrin Kraus Peter Kreuzer Lisa Kronzucker Susanne Krug
Manfred Krüger Christiane Krüger Mike Kruse Anja Kupsch Anita Lagerfeld Karl Landgrebe
Gudrun Landsmann Kerstin Langer Bernhard Last James Lauterbach Heiner Lavi Daliah
Leandros Vickey Lear Amanda Lechtenbrink Volker Lechtermann Birgit Leiß Ramona
Leuwerik Ruth Lindenberg Udo Lippert Wolfgang Löffler Sigrid Löwitsch Klaus Ludowig
Frauke Luger Joachim Lüttge Martin Maffay Peter Maier Sepp March Peggy Marjan
Marie-Luise Maske Henry Mey Reinhard Meyer Ulrich Meysel Inge Millowitsch Mariele
Mögenburg Dietmar Moshammer Rudolph Müller Christa Müller-Stahl Armin
Müller-Westernhagen Marius Münchener Freiheit Myhre Wencke Neigel Jule Nemec Miroslav
Netzer Günter Neureuther Christian Nicki Nickles Dieter Nosbusch-Becker Desiree Ohoven
Ute-Henriette Olesen Jens Overrath Wolfgang Papperitz Doris Petersen Olaf Petrel Peter
Petry Wolfgang Pfitzmann Günter Pflaume Kai Piccoli Michel Piper Tommi Plate Christina
Pohl Witta Prochnow Jürgen Purple Schulz Pütz Jean Quatro Suzi Raab Stefan Rajter Dunja
Rebroff Ivan Reiber Carolin Reichel Robinson Riefenstahl Leni Roberts Julia Roos Mary
Rothenberger Ruge Nina Sägebrecht Marianne Sauer Sabine Schanze Michael Schautzer
Max Scheidsbach Henrike Schell Maria Schenk Heinz Schiffer Claudia Schimpf Rolf
Schmeling Max Schmid Harald Schmidt (Franklin) Schmidt Harald Schmidt Helmut Schneider
Helen Schneider Helge Schreinemakers Schreiner Roswitha Schrowange Birgit Schubert
Heinz Schulz Axel Schumacher Michael Schumacher Ralf Schumann Tanja
Schürmann-Freund Schüte Anja Schwarzenegger Arnold Schweins Esther Schygulla Hanna
Seibert Nicole Semmelrogge Martin Simons Heintje Spatzek Andrea Speidel Jutta Stahnke
Susan Steeger Ingrid Steiner TommyStich Jessica Stich Michael Tappert Horst Thilo Andrea
Thränhardt Carlo Tiedtke-Greene Susen Tiller-Giller Nadja Tiriac Ion Tukur Ulrich Ustinov
Peter van Almsick Franziska Varell Isabell von der Lippe Jürgen von Sinnen Hella von
Weitershausen Waalkes Otto Wachtveitl Udo Walter Fritz Waltersen Fritz Wasmeier Markus
Weck Peter Wedel Dieter Weis Heidelinde Weissflog Jens Weller René Wendl Annemarie
Wepper Fritz Werding Juliane Werner Margot Wieben Wilhelm Wied Thekla Carola Winkler
Hans-Günther Winter Judy Witt Katarina Wolff Christian Worms Victor Wübbe Jutta Wussow
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Universitäten: Aachen, Augsburg, Bamberg, Bayreuth, FU-Berlin, HdK-Berlin, Humboldt-Berlin, TU-Berlin, Bielefeld,
Bochum, Bonn, Braunschweig Bremen, Bruchsal, Chemnitz-Zwickau, Clausthal, Cottbus, Darmstadt, Dortmund, Dresden,
Düsseldorf, Duisburg, Eichstätt, Erfurt, Erlangen-Nürnberg, Essen, Flensburg, Frankfurt M., Frankfurt O., Freiberg, Freiburg,
Germersheim, Gießen, Göttingen, Greifswald, Hagen, Halle-Wittenberg, Hamburg, Hamburg (BW), TU-Hamburg-Harburg,
Hannover, Heidelberg, Hildesheim, Hohenheim, Ilmenau, Jena, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, WHU
Koblenz, Köln, Köthen, Konstanz, Landau, Leipzig, HHL Leipzig, Lübeck, Lüneburg, Magdeburg, Mainz, Mannheim,
Marburg, LMU-München, TU-München, BW-München, Münster, Oestrich-Winkel (ebs), Oldenburg, Osnabrück,
Paderborn, Passau, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken, Siegen, Speyer, Stuttgart, Trier, Tübingen, Ulm, Vechta,
Weimar, Witten/Herdecke, Wuppertal, Würzburg

Fachhochschulen: Aachen, Aalen, Albstadt-Sigmaringen, Altenholz, Amberg, Anhalt, Ansbach, Augsburg, Aschaffenburg,
Bad Nauheim, DFFB Berlin, FHTW Berlin, KH Berlin, TFH Berlin, Berlin (Telekom), Bernburg, Bergisch Gladbach,
Biberach, Bielefeld, Bingen, Birkenfeld, Bocholt, Bochum, TFH Bochum, Bonn, Brandenburg, Bremen, Bremerhaven,
Bruchsal, Coburg, Darmstadt, PFFH Darmstadt, Deggendorf, Dessau, Detmold, Dieburg, Dortmund, ISM Dortmund,
Dresden, Düsseldorf, Eberswalde, Emden (Ostfriesland), Erfurt, Essen, Esslingen, Flensburg, Frankfurt M., HfB Frankfurt M.,
Freiburg, Fulda, Furtwangen, Gelsenkirchen, Geisenheim, Gießen-Friedberg, Gummersbach, Hamburg, Hannover, FHDW
Hannover, Harz (Wernigerode), Heide, Heidelberg, Heilbronn, Hildesheim, Hildesheim/Holzminden, Hof, BFH-Hof, Höxter,
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Ludwigsburg, Ludwigshafen, Lübeck, Lüneburg, Magdeburg, Mannheim, Mainz, Meißen, Merseburg, Meschede, Minden,
Mittweida, München, Münster, Neubrandenburg, Neu-Ulm, Niederrhein (Krefeld, Mönchengladbach), Nürnberg, Nürtingen,
Offenbach, Offenburg, Oldenburg, Osnabrück, Paderborn, Pforzheim, Pirmasens, Potsdam, HFF Potsdam, Regensburg,
Rendsburg, Reutlingen, Riedlingen, Rinteln, Rhein-Sieg (Sankt Augustin, Rheinbach), Rottenburg, Rosenheim, Rüsselsheim,
Saarbrücken, Schmalkalden, Schwäbisch Gmünd, Schwetzingen, Schweinfurt, Stralsund, Stuttgart (Bib), Stuttgart (Druck),
Stuttgart (Technik), Trier, Triesdorf, Ulm, Villingen-Schwenningen, Wedel, Weihenstephan, Weiden, Ravensburg-Weingarten,
Wiesbaden, VFH Wiesbaden, Wildau, Wilhelmshaven, Wismar, Wolfenbüttel, Worms, Würzburg, Zittau-Görlitz,
Zweibrücken, Zwickau

Berufsakademien: Bautzen, Berlin, Dresden, Lingen, Emsland, Glauchau, Göttingen, Hameln (Weserbergland), Hannover,
Heidenheim, Horb, Karlsruhe, Lörrach, Mannheim, Mosbach, Offenburg, Ravensburg, Rottenburg, Stuttgart,
Villingen-Schwenningen

Pädagogische Hochschulen: Erfurt/Mühlhausen, Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd,
Weingarten

Kirchliche Hochschulen (teilweise auch FH und Unis): KSFH Benediktbeuern, PTH Benediktbeuern, Berlin, Bethel,
Bochum, Darmstadt, Dresden, Dresden, Eichstätt, Erfurt, Frankfurt, EFH-Freiburg, KFH-Freiburg, Friedensau, Fulda,
Hamburg, Hannover, Hennef, Hermannsburg, Köln, Ludwigshafen, Moritzburg, Münster, München, Mainz, Neuendettelsau,
Nürnberg, Oberursel, Osnabrück, Paderborn, Reutlingen, Riedlingen, Rheinland-Westfalen-Lippe, Saarbrücken, Sankt
Augustin, Trier, Untermerzbach, Vallendar, Vechta, Wuppertal

{[QUELLE: http://www.holderied.de/DeutscheHochschulen.html]

Auszug aus unserer alphabetischen Kundenliste:

A - C

Aachener und Münchener Lebensversicherung AG, Aachen · ADAC, München · AE Goetze
GmbH, Burscheid · AEG Hausgeräte GmbH, Nürnberg · Alcatel SEL AG, Nürnberg, Stuttgart ·
Allianz Lebensversicherungs AG, Stuttgart · Allianz Versicherungs-AG, München · Anstalt für
kommunale DV in Bayern, München · AOK, Nürnberg, Bayreuth · ARTHUR ANDERSEN GmbH,
Eschborn, Frankfurt · AUDI AG, Ingolstadt · Axel Springer Verlag, Hamburg · Badische
Landesbausparkasse, Karlsruhe · Bank für Gemeinwirtschaft, Frankfurt · BASF AG, Ludwigshafen ·
BASF GmbH, Schwarzheide · Bausparkasse Schwäbisch-Hall · Bauer Versand, Burgkunstadt · Bay
Networks Deutschland GmbH, Stuttgart · Bayerische Landesbank, München · Bayerische
Vereinsbank AG, München · Berlin Brandenburg Flughafen Holding GmbH, Berlin · Berliner
Verkehrsbetriebe, Berlin · Berliner Volksbank, Berlin · Berliner Wasserbetriebe, Berlin ·
Berlinische Lebensversicherung AG, Wiesbaden · Bertelsmann AG, Gütersloh · BHF Bank,
Frankfurt · BMW AG, München · Bosch Telecom, Eschborn · Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH,
München · BSP Banking Software Partners, Miltenberg · BSR Berliner Stadtreinigungsbetriebe,
Berlin · Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz · Bundesdruckerei, Berlin ·
Bundesamt für Finanzen, Bonn · Bundesanstalt für Arbeit, Nürnberg · Bundesausführungsbehörde
für Unfallversicherung, Wilhelmshaven · Burda, Offenburg · Byk Gulden, Konstanz · Cap Debis
GEI GmbH, Stuttgart · Caritas Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, Köln · Carl Zeiss,
Oberkochen · Central Krankenversicherung AG, Köln · Ciba Geigy, Wehr · Citibank Privatkunden
AG, Düsseldorf · Commerzbank AG, Frankfurt · Compaq GmbH, München · Comparex GmbH,
Mannheim · Conoco Mineralöl GmbH, Hamburg

D - F

Daimler Benz AG, Stuttgart, Bremen, Berlin · DAK, Hamburg · Danet GmbH, Darmstadt ·
Datenzentrale, Stuttgart · DATEV e.G., Nürnberg · DEG Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft mbH, Köln · DEGUSSA AG, Frankfurt · DeTeWe, Berlin · Deutscher
Bundestag, Bonn · Deutsche Bahn AG, Berlin · Deutsche Bank AG, Frankfurt, Hamburg ·
Deutsche Bundesbank, Frankfurt · Deutsche Krankenversicherung AG, Köln · Deutsche Lufthansa
AG, Frankfurt · Deutsche Post AG Generaldirektion, Darmstadt · Deutsche Shell GmbH,
Hamburg · Deutscher Lloyd, München · Deutsches Patentamt, München · DEVK, Köln ·
DFS-Deutsche Flugsicherung, Flugsicherungs Akademie, Langen · DG-Bank, Frankfurt · DISOS
GmbH, Berlin · Dörries Scharmann GmbH, Mönchengladbach · Drescher GmbH, Rutesheim ·
Dresdner Bank AG, Frankfurt · Du Pont de Nemours, Hamm, Neu Isenburg · Duale Abfallwirtschaft
und Verwertung Ruhrgebiet GmbH, Herten · DVG, Karlsruhe · Eberspächer, Esslingen · Edeka
Handelsgesellschaft, Rottendorf · EDS, Rüsselsheim · Energieversorgung Spree-Schwarze Elster
AG, Cottbus · Erdölraffinerie Neustadt GmbH & Co · Festo Maschinenfabrik KG, Esslingen ·
Fiducia, Karlsruhe · Finanzministerium Baden-Württemberg, Stuttgart · FORUM Hotels, München,
Berlin, Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf, Leipzig · Frankona Rückversicherungs-AG, München

G - I

GAD, Münster · Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, Köln ·
Gothaer Versicherungen AG, Göttingen, Köln · Gruner + Jahr AG & Co., Hamburg, München ·
GRZ, Lehrte · Hallesche Nationale Krankenversicherungs AG, Stuttgart · Heinrich Bauer
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Düsseldorf · Hewlett Packard, Böblingen · Hoechst AG, Frankfurt · HUK Verband, Hamburg · IBM
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Innenministerium Baden-Württemberg, Stuttgart · ISAR-AMPERWERKE AG, München · IZB
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J - L

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e.V., Duisburg · KIW Kupferdraht-Isolierwerke, Wildegg · Krauss-Maffei Kunststofftechnik GmbH,
München · Kreissparkasse, Balingen · Kriegbaum KG, Böblingen · Krupp Hoesch
Informationsverarbeitungs GmbH, Essen · Landschaftsverband Rheinland, Köln ·
Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster · Land-Data GmbH, Visselhövede ·
Landeszentralbank in Niedersachsen, Hannover · Landesbausparkasse Württemberg, Stuttgart ·
Landesbausparkasse, Münster · Landesgirokasse, Stuttgart · Landespolizeischule
Baden-Württemberg, Freiburg · Landeszentralbanken: Mainz, Stuttgart · Lebensversicherung von
1871 a.G., München · Leipziger Messe GmbH, Leipzig · Leonberger Bausparkasse, Leonberg ·
Lidl & Schwarz Stiftung & Co. KG, Neckarsulm · LVM Versicherungen, Münster

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MAN AG, München · Mannesmann Datenverarbeitung GmbH, Ratingen · Mannesmann
Mobilfunk GmbH, Düsseldorf · Mannesmannröhren-Werke AG, Düsseldorf · MBB, Bremen,
München · MBB-Deutsche Aerospace, Bremen · Mitropa AG, Berlin · Mitteldeutsche
Energieversorgung AG, Halle · Mobil Oil AG, Hamburg · Motorola GmbH, Taunusstein ·
Münchener Rückversicherung, München · NCR, Augsburg · Nordwest Lotto und Toto, Hamburg ·
Nürnberger Versicherung, Nürnberg · Oberfinanzdirektion Stuttgart, Freiburg, Berlin, Koblenz,
Rostock, Cottbus · OHG, Neustadt · Olefine AG, Böhlen · Orenstein & Koppel, Dortmund · Otto
Versand, Hamburg

P - R

Preussag AG, Hannover · Quelle Versicherungen AG, Nürnberg · R+V Versicherungen,
Wiesbaden · Rank Xerox GmbH, Hamburg · Rechenzentrum Bayer. Genossenschaften,
München · Regionales Rechenzentrum, Freiburg · Rewe & Co. OHG, Bad Homburg, Rosbach
v.d.H. Spar Handels AG, Hamburg, Tengelmann WHG, Mülheim, Potsdam · Robert Bosch GmbH,
Stuttgart · Rolf Benz AG, Nagold · Ruhrkohle AG, Gelsenkirchen · Ruhrgas AG, Essen ·
Ruhrkohle AG, Essen · RWE Energie AG, Essen · RWSO, Fellbach

S - U

Salamander AG, Kornwestheim · Senatsamt für den Verwaltungsdienst, Hamburg · Sharp
Electronics (Europe) GmbH · Siemens AG, Berlin, Coburg, Erlangen, München, Neustadt ·
Siemens AG, München · SIGNAL Versicherungen, Dortmund · Sika Chemie GmbH, Stuttgart ·
SNI AG, Augsburg · Sozialministerium Baden-Württemberg, Stuttgart · Sparkassen
Rechenzentrum Rheinland GmbH, Köln · Stadtverwaltungen: Dortmund, Essen, Ludwigshafen ·
Stadtwerke: Bochum, München, Münster · Stihl, Waiblingen · Stuttgarter Straßenbahn AG,
Stuttgart · Südwestdeutsche Landesbank, Stuttgart · Süddeutsche Krankenversicherung,
Stuttgart · Süddeutscher Verlag, München · Südkurier, Konstanz · Techem AG, Frankfurt ·
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Bremen, Hamburg, Oldenburg, Berlin, Stuttgart · Telekom, Darmstadt, Regensburg, Saarbrücken ·
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Umweltministerium Baden-Württemberg, Stuttgart

V - Z

VDO, Adolf Schindling AG · VEAG, Berlin · VEBA OEL AG, Gelsenkirchen · Verlagsgesellschaft
Madsack GmbH & Co, Hannover · Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder, Karlsruhe ·
Verwaltungsberufsgenossenschaft VBG, Hamburg · Verwaltungsakademie, Berlin · VIAG Interkom,
München · Victoria Versicherungen AG, Düsseldorf · Voith, Heidenheim, Schwalbach ·
Volksfürsorge AG, Hamburg · Volkswagen AG, Wolfsburg · Volkswohlbund, Lebensversicherung
AG, Dortmund · Wacker Chemie AG, Burghausen · Wacker Chemie GmbH, München ·
Westdeutsche Landesbank, Düsseldorf, Münster · Westsächsische Energie AG, Leipzig · Würth,
Künzelsau · Zahnradfabrik Friedrichshafen, Friedrichshafen · Wüstenrot, GdF, Ludwigsburg ·
Zanders Feinpapiere AG, Bergisch Gladbach

[http://www.unilog-integrata.de/training/werwirsind/wer_referenz.html]

(West) Germany - List of Cup Finals



overview results 1934-1997



1934/35 1.FC Nürnberg 2-0 FC Schalke 04
1935/36 VfB Leipzig 2-1 FC Schalke 04
1936/37 FC Schalke 04 2-1 Fortuna Düsseldorf
1937/38 SK Rapid Wien 3-1 FSV Frankfurt
1938/39 1.FC Nürnberg 2-0 SV Waldhof Mannheim
1939/40 Dresdner SC 2-1 1.FC Nürnberg [aet]
1940/41 Dresdner SC 2-1 FC Schalke 04
1941/42 TSV 1860 München 2-0 FC Schalke 04
1942/43 First Vienna FC 3-2 Luftwaffen SV Hamburg [aet]
1944-52 not held
1952/53 SC Rot-Weiß Essen 2-1 TSV Alemannia Aachen
1953/54 VfB Stuttgart 1-0 1.FC Köln [aet]
1954/55 Karlsruher SC 3-2 FC Schalke 04
1955/56 Karlsruher SC 3-1 Hamburger SV
1956/57 FC Bayern München 1-0 Fortuna Düsseldorf
1957/58 VfB Stuttgart 4-3 Fortuna Düsseldorf [aet]
1958/59 Essener TB Schwarz-Weiß 5-2 VfB Borussia Neunkirchen
1959/60 VfL Borussia Mönchengladbach 3-2 Karlsruher SC
1960/61 SV Werder Bremen 2-0 1.FC Kaiserslautern
1961/62 1.FC Nürnberg 2-1 Fortuna Düsseldorf [aet]
1962/63 Hamburger SV 3-0 BV Borussia Dortmund
1963/64 TSV 1860 München 2-0 Eintracht Frankfurt
1964/65 BV Borussia Dortmund 2-0 TSV Alemannia Aachen
1965/66 FC Bayern München 4-2 MSV Duisburg
1966/67 FC Bayern München 4-0 Hamburger SV
1967/68 1.FC Köln 4-1 VfL Bochum
1968/69 FC Bayern München 2-1 FC Schalke 04
1969/70 Offenbacher FC Kickers 2-1 1.FC Köln
1970/71 FC Bayern München 2-1 1.FC Köln [aet]
1971/72 FC Schalke 04 5-0 1.FC Kaiserslautern
1972/73 VfL Borussia Mönchengladbach 2-1 1.FC Köln [aet]
1973/74 Eintracht Frankfurt 3-1 Hamburger SV [aet]
1974/75 Eintracht Frankfurt 1-0 MSV Duisburg
1975/76 Hamburger SV 2-0 1.FC Kaiserslautern
1976/77 1.FC Köln 1-1 1-0 Hertha BSC Berlin [1st match aet]
1977/78 1.FC Köln 2-0 Fortuna Düsseldorf
1978/79 Fortuna Düsseldorf 1-0 Hertha BSC Berlin [aet]
1979/80 Fortuna Düsseldorf 2-1 1.FC Köln
1980/81 Eintracht Frankfurt 3-1 1.FC Kaiserslautern
1981/82 FC Bayern München 4-2 1.FC Nürnberg
1982/83 1.FC Köln 1-0 SC Fortuna Köln
1983/84 FC Bayern München 1-1 VfL Borussia Mönchengladbach [aet, 7-6 pen]
1984/85 FC Bayer 05 Uerdingen 2-1 FC Bayern München
1985/86 FC Bayern München 5-2 VfB Stuttgart
1986/87 Hamburger SV 3-1 Stuttgarter FC Kickers
1987/88 Eintracht Frankfurt 1-0 VfL Bochum
1988/89 BV Borussia Dortmund 4-1 SV Werder Bremen
1989/90 1.FC Kaiserslautern 3-2 SV Werder Bremen
1990/91 SV Werder Bremen 1-1 1.FC Köln [aet, 4-3 pen]
1991/92 Hannover 96 0-0 VfL Borussia Mönchengladbach [aet, 4-3 pen]
1992/93 TSV Bayer 04 Leverkusen 1-0 Hertha BSC Berlin (Amateure)
1993/94 SV Werder Bremen 3-1 SC Rot-Weiß Essen
1994/95 VfL Borussia Mönchengladbach 3-0 VfL Wolfsburg
1995/96 1.FC Kaiserslautern 1-0 Karlsruher SC
1996/97 VfB Stuttgart 2-0 Energie Cottbus
1997/98 FC Bayern München 2-1 MSV Duisburg
1998/99 SV Werder Bremen 1-1 FC Bayern München [aet, 5-4 pen]
1999/00 FC Bayern München 3-0 SV Werder Bremen
2000/01 FC Schalke 04 2-0 1.FC Union Berlin

[http://www.rsssf.com/tables/duitcuphist.html]

elfboi schrieb am 5.3. 2003 um 14:00:29 Uhr zu

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elfboi schrieb am 20.12. 2002 um 04:17:50 Uhr zu

DATENMÜLL

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Johann Wolfgang von Goethe



Der Tragödie erster Teil



Studierzimmer

Faust. Mephistopheles.

FAUST:
Es klopft? Herein!
Wer will mich wieder plagen?

MEPHISTOPHELES:
Ich bin's.

FAUST:
Herein!

MEPHISTOPHELES:
Du mußt es dreimal sagen.

FAUST:
Herein denn!

MEPHISTOPHELES:
So gefällst du mir.
Wir werden, hoff ich, uns vertragen;
Denn dir die Grillen zu verjagen,
Bin ich als edler Junker hier,
In rotem, goldverbrämtem Kleide,
Das Mäntelchen von starrer Seide,
Die Hahnenfeder auf dem Hut,
Mit einem langen, spitzen Degen,
Und rate nun dir, kurz und gut,
Dergleichen gleichfalls anzulegen;
Damit du, losgebunden, frei,
Erfahrest, was das Leben sei.

FAUST:
In jedem Kleide werd ich wohl die Pein
Des engen Erdelebens fühlen.
Ich bin zu alt, um nur zu spielen,
Zu jung, um ohne Wunsch zu sein.
Was kann die Welt mir wohl gewähren?
Entbehren sollst du! sollst entbehren!
Das ist der ewige Gesang,
Der jedem an die Ohren klingt,
Den, unser ganzes Leben lang,
Uns heiser jede Stunde singt.
Nur mit Entsetzen wach ich morgens auf,
Ich möchte bittre Tränen weinen,
Den Tag zu sehn, der mir in seinem Lauf
Nicht einen Wunsch erfüllen wird, nicht einen,
Der selbst die Ahnung jeder Lust
Mit eigensinnigem Krittel mindert,
Die Schöpfung meiner regen Brust
Mit tausend Lebensfratzen hindert.
Auch muß ich, wenn die Nacht sich niedersenkt,
Mich ängstlich auf das Lager strecken;
Auch da wird keine Rast geschenkt,
Mich werden wilde Träume schrecken.
Der Gott, der mir im Busen wohnt,
Kann tief mein Innerstes erregen;
Der über allen meinen Kräften thront,
Er kann nach außen nichts bewegen;
Und so ist mir das Dasein eine Last,
Der Tod erwünscht, das Leben mir verhaßt.

MEPHISTOPHELES:
Und doch ist nie der Tod ein ganz willkommner Gast.

FAUST:
O selig der, dem er im Siegesglanze
Die blut'gen Lorbeern um die Schläfe windet,
Den er, nach rasch durchrastem Tanze,
In eines Mädchens Armen findet!
O wär ich vor des hohen Geistes Kraft
Entzückt, entseelt dahin gesunken!

MEPHISTOPHELES:
Und doch hat jemand einen braunen Saft,
In jener Nacht, nicht ausgetrunken.

FAUST:
Das Spionieren, scheint's, ist deine Lust.

MEPHISTOPHELES:
Allwissend bin ich nicht; doch viel ist mir bewußt.

FAUST:
Wenn aus dem schrecklichen Gewühle
Ein süß bekannter Ton mich zog,
Den Rest von kindlichem Gefühle
Mit Anklang froher Zeit betrog,
So fluch ich allem, was die Seele
Mit Lock- und Gaukelwerk umspannt,
Und sie in diese Trauerhöhle
Mit Blend- und Schmeichelkräften bannt!
Verflucht voraus die hohe Meinung
Womit der Geist sich selbst umfängt!
Verflucht das Blenden der Erscheinung,
Die sich an unsre Sinne drängt!
Verflucht, was uns in Träumen heuchelt
Des Ruhms, der Namensdauer Trug!
Verflucht, was als Besitz uns schmeichelt,
Als Weib und Kind, als Knecht und Pflug!
Verflucht sei Mammon, wenn mit Schätzen
Er uns zu kühnen Taten regt,
Wenn er zu müßigem Ergetzen
Die Polster uns zurechte legt!
Fluch sei dem Balsamsaft der Trauben!
Fluch jener höchsten Liebeshuld!
Fluch sei der Hoffnung! Fluch dem Glauben,
Und Fluch vor allen der Geduld!

GEISTERCHOR (unsichtbar):
Weh! weh!
Du hast sie zerstört
Die schöne Welt,
Mit mächtiger Faust;
Sie stürzt, sie zerfällt!
Ein Halbgott hat sie zerschlagen!
Wir tragen
Die Trümmern ins Nichts hinüber,
Und klagen
Über die verlorne Schöne.
Mächtiger
Der Erdensöhne,
Prächtiger
Baue sie wieder,
In deinem Busen baue sie auf!
Neuen Lebenslauf
Beginne,
Mit hellem Sinne,
Und neue Lieder
Tönen darauf!

MEPHISTOPHELES:
Dies sind die Kleinen
Von den Meinen.
Höre, wie zu Lust und Taten
Altklug sie raten!
In die Welt weit,
Aus der Einsamkeit
Wo Sinnen und Säfte stocken,
Wollen sie dich locken.
Hör auf, mit deinem Gram zu spielen,
Der, wie ein Geier, dir am Leben frißt;
Die schlechteste Gesellschaft läßt dich fühlen,
Daß du ein Mensch mit Menschen bist.
Doch so ist's nicht gemeint
Dich unter das Pack zu stoßen.
Ich bin keiner von den Großen;
Doch willst du, mit mir vereint,
Deine Schritte durchs Leben nehmen,
So will ich mich gern bequemen,
Dein zu sein, auf der Stelle.
Ich bin dein Geselle,
Und mach ich dir's recht,
Bin ich dein Diener, bin dein Knecht!

FAUST:
Und was soll ich dagegen dir erfüllen?

MEPHISTOPHELES:
Dazu hast du noch eine lange Frist.

FAUST:
Nein, nein! der Teufel ist ein Egoist
Und tut nicht leicht um Gottes willen,
Was einem andern nützlich ist.
Sprich die Bedingung deutlich aus;
Ein solcher Diener bringt Gefahr ins Haus.

MEPHISTOPHELES:
Ich will mich hier zu deinem Dienst verbinden,
Auf deinen Wink nicht rasten und nicht ruhn;
Wenn wir uns drüben wiederfinden,
So sollst du mir das gleiche tun.

FAUST:
Das Drüben kann mich wenig kümmern;
Schlägst du erst diese Welt zu Trümmern,
Die andre mag darnach entstehn.
Aus dieser Erde quillen meine Freuden,
Und diese Sonne scheinet meinen Leiden;
Kann ich mich erst von ihnen scheiden,
Dann mag, was will und kann, geschehn.
Davon will ich nichts weiter hören,
Ob man auch künftig haßt und liebt,
Und ob es auch in jenen Sphären
Ein Oben oder Unten gibt.

MEPHISTOPHELES:
In diesem Sinne kannst du's wagen.
Verbinde dich; du sollst, in diesen Tagen,
Mit Freuden meine Künste sehn,
Ich gebe dir, was noch kein Mensch gesehn.

FAUST:
Was willst du armer Teufel geben?
Ward eines Menschen Geist, in seinem hohen Streben,
Von deinesgleichen je gefaßt?
Doch hast du Speise, die nicht sättigt, hast
Du rotes Gold, das ohne Rast,
Quecksilber gleich, dir in der Hand zerrinnt,
Ein Spiel, bei dem man nie gewinnt,
Ein Mädchen, das an meiner Brust
Mit Äugeln schon dem Nachbar sich verbindet,
Der Ehre schöne Götterlust,
Die, wie ein Meteor, verschwindet?
Zeig mir die Frucht, die fault, eh man sie bricht,
Und Bäume, die sich täglich neu begrünen!

MEPHISTOPHELES:
Ein solcher Auftrag schreckt mich nicht,
Mit solchen Schätzen kann ich dienen.
Doch, guter Freund, die Zeit kommt auch heran,
Wo wir was Guts in Ruhe schmausen mögen.

FAUST:
Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen,
So sei es gleich um mich getan!
Kannst du mich schmeichelnd je belügen,
Daß ich mir selbst gefallen mag,
Kannst du mich mit Genuß betrügen-
Das sei für mich der letzte Tag!
Die Wette biet ich!

MEPHISTOPHELES:
Topp!

FAUST:
Und Schlag auf Schlag! Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!
Dann mag die Totenglocke schallen,
Dann bist du deines Dienstes frei,
Die Uhr mag stehn, der Zeiger fallen,
Es sei die Zeit für mich vorbei!

MEPHISTOPHELES:
Bedenk es wohl, wir werden's nicht vergessen.

FAUST:
Dazu hast du ein volles Recht;
Ich habe mich nicht freventlich vermessen.
Wie ich beharre, bin ich Knecht,
Ob dein, was frag ich, oder wessen.

MEPHISTOPHELES:
Ich werde heute gleich, beim Doktorschmaus,
Als Diener meine Pflicht erfüllen.
Nur eins!- Um Lebens oder Sterbens willen
Bitt ich mir ein paar Zeilen aus.

FAUST:
Auch was Geschriebnes forderst du Pedant?
Hast du noch keinen Mann, nicht Manneswort gekannt?
Ist's nicht genug, daß mein gesprochnes Wort
Auf ewig soll mit meinen Tagen schalten?
Rast nicht die Welt in allen Strömen fort,
Und mich soll ein Versprechen halten?
Doch dieser Wahn ist uns ins Herz gelegt,
Wer mag sich gern davon befreien?
Beglückt, wer Treue rein im Busen trägt,
Kein Opfer wird ihn je gereuen!
Allein ein Pergament, beschrieben und beprägt,
Ist ein Gespenst, vor dem sich alle scheuen.
Das Wort erstirbt schon in der Feder,
Die Herrschaft führen Wachs und Leder.
Was willst du böser Geist von mir?
Erz, Marmor, Pergament, Papier?
Soll ich mit Griffel, Meißel, Feder schreiben?
Ich gebe jede Wahl dir frei.

MEPHISTOPHELES:
Wie magst du deine Rednerei
Nur gleich so hitzig übertreiben?
Ist doch ein jedes Blättchen gut.
Du unterzeichnest dich mit einem Tröpfchen Blut.

FAUST:
Wenn dies dir völlig Gnüge tut,
So mag es bei der Fratze bleiben.

MEPHISTOPHELES:
Blut ist ein ganz besondrer Saft.

FAUST:
Nur keine Furcht, daß ich dies Bündnis breche!
Das Streben meiner ganzen Kraft
Ist grade das, was ich verspreche.
Ich habe mich zu hoch gebläht,
In deinen Rang gehör ich nur.
Der große Geist hat mich verschmäht,
Vor mir verschließt sich die Natur
Des Denkens Faden ist zerrissen
Mir ekelt lange vor allem Wissen.
Laß in den Tiefen der Sinnlichkeit
Uns glühende Leidenschaften stillen!
In undurchdrungnen Zauberhüllen
Sei jedes Wunder gleich bereit!
Stürzen wir uns in das Rauschen der Zeit,
Ins Rollen der Begebenheit!
Da mag denn Schmerz und Genuß,
Gelingen und Verdruß
Miteinander wechseln, wie es kann;
Nur rastlos betätigt sich der Mann.

MEPHISTOPHELES:
Euch ist kein Maß und Ziel gesetzt.
Beliebt's Euch, überall zu naschen,
Im Fliehen etwas zu erhaschen,
Bekomm Euch wohl, was Euch ergetzt.
Nur greift mir zu und seid nicht blöde!

FAUST:
Du hörest ja, von Freud' ist nicht die Rede.
Dem Taumel weih ich mich, dem schmerzlichsten Genuß,
Verliebtem Haß, erquickendem Verdruß.
Mein Busen, der vom Wissensdrang geheilt ist,
Soll keinen Schmerzen künftig sich verschließen,
Und was der ganzen Menschheit zugeteilt ist,
Will ich in meinem innern Selbst genießen,
Mit meinem Geist das Höchst' und Tiefste greifen,
Ihr Wohl und Weh auf meinen Busen häufen,
Und so mein eigen Selbst zu ihrem Selbst erweitern,
Und, wie sie selbst, am End auch ich zerscheitern.

MEPHISTOPHELES:
O glaube mir, der manche tausend Jahre
An dieser harten Speise kaut
Daß von der Wiege bis zur Bahre
Kein Mensch den alten Sauerteig verdaut!
Glaub unsereinem, dieses Ganze
Ist nur für einen Gott gemacht!
Er findet sich in einem ew'gen Glanze
Uns hat er in die Finsternis gebracht,
Und euch taugt einzig Tag und Nacht.

FAUST:
Allein ich will!

MEPHISTOPHELES:
Das läßt sich hören!
Doch nur vor einem ist mir bang:
Die Zeit ist kurz, die Kunst ist lang.
Ich dächt, ihr ließet Euch belehren.
Assoziiert Euch mit einem Poeten,
Laßt den Herrn in Gedanken schweifen,
Und alle edlen Qualitäten
Auf Euren Ehrenscheitel häufen,
Des Löwen Mut,
Des Hirsches Schnelligkeit,
Des Italieners feurig Blut,
Des Nordens Dau'rbarkeit.
Laßt ihn Euch das Geheimnis finden,
Großmut und Arglist zu verbinden,
Und Euch, mit warmen Jugendtrieben,
Nach einem Plane zu verlieben.
Möchte selbst solch einen Herren kennen,
Würd ihn Herrn Mikrokosmus nennen.

FAUST:
Was bin ich denn, wenn es nicht möglich ist,
Der Menschheit Krone zu erringen,
Nach der sich alle Sinne dringen?

MEPHISTOPHELES:
Du bist am Ende- was du bist.
Setz dir Perücken auf von Millionen Locken,
Setz deinen Fuß auf ellenhohe Socken,
Du bleibst doch immer, was du bist.

FAUST:
Ich fühl's, vergebens hab ich alle Schätze
Des Menschengeists auf mich herbeigerafft,
Und wenn ich mich am Ende niedersetze,
Quillt innerlich doch keine neue Kraft;
Ich bin nicht um ein Haar breit höher,
Bin dem Unendlichen nicht näher.

MEPHISTOPHELES:
Mein guter Herr, Ihr seht die Sachen,
Wie man die Sachen eben sieht;
Wir müssen das gescheiter machen,
Eh uns des Lebens Freude flieht.
Was Henker! freilich Händ und Füße
Und Kopf und H[intern], die sind dein;
Doch alles, was ich frisch genieße,
Ist das drum weniger mein?
Wenn ich sechs Hengste zahlen kann,
Sind ihre Kräfte nicht die meine?
Ich renne zu und bin ein rechter Mann,
Als hätt ich vierundzwanzig Beine.
Drum frisch! Laß alles Sinnen sein,
Und grad mit in die Welt hinein!
Ich sag es dir: ein Kerl, der spekuliert,
Ist wie ein Tier, auf dürrer Heide
Von einem bösen Geist im Kreis herum geführt,
Und rings umher liegt schöne grüne Weide.

FAUST:
Wie fangen wir das an?

MEPHISTOPHELES:
Wir gehen eben fort. Was ist das für ein Marterort?
Was heißt das für ein Leben führen,
Sich und die Jungens ennuyieren?
Laß du das dem Herrn Nachbar Wanst!
Was willst du dich das Stroh zu dreschen plagen?
Das Beste, was du wissen kannst,
Darfst du den Buben doch nicht sagen.
Gleich hör ich einen auf dem Gange!

FAUST:
Mir ist's nicht möglich, ihn zu sehn.

MEPHISTOPHELES:
Der arme Knabe wartet lange,
Der darf nicht ungetröstet gehn.
Komm, gib mir deinen Rock und Mütze;
Die Maske muß mir köstlich stehn.
(Er kleidet sich um.)
Nun überlaß es meinem Witze!
Ich brauche nur ein Viertelstündchen Zeit;
Indessen mache dich zur schönen Fahrt bereit!
(Faust ab.)

MEPHISTOPHELES (in Fausts langem Kleide):
Verachte nur Vernunft und Wissenschaft,
Des Menschen allerhöchste Kraft,
Laß nur in Blend- und Zauberwerken
Dich von dem Lügengeist bestärken,
So hab ich dich schon unbedingt-
Ihm hat das Schicksal einen Geist gegeben,
Der ungebändigt immer vorwärts dringt,
Und dessen übereiltes Streben
Der Erde Freuden überspringt.
Den schlepp ich durch das wilde Leben,
Durch flache Unbedeutenheit,
Er soll mir zappeln, starren, kleben,
Und seiner Unersättlichkeit
Soll Speis und Trank vor gier'gen Lippen schweben;
Er wird Erquickung sich umsonst erflehn,
Und hätt er sich auch nicht dem Teufel übergeben,
Er müßte doch zugrunde gehn!

Ein Schüler tritt auf.

SCHÜLER:
Ich bin allhier erst kurze Zeit,
Und komme voll Ergebenheit,
Einen Mann zu sprechen und zu kennen,
Den alle mir mit Ehrfucht nennen.

MEPHISTOPHELES:
Eure Höflichkeit erfreut mich sehr!
Ihr seht einen Mann wie andre mehr.
Habt Ihr Euch sonst schon umgetan?

SCHÜLER:
Ich bitt Euch, nehmt Euch meiner an!
Ich komme mit allem guten Mut,
Leidlichem Geld und frischem Blut;
Meine Mutter wollte mich kaum entfernen;
Möchte gern was Rechts hieraußen lernen.

MEPHISTOPHELES:
Da seid Ihr eben recht am Ort.

SCHÜLER:
Aufrichtig, möchte schon wieder fort:
In diesen Mauern, diesen Hallen
Will es mir keineswegs gefallen.
Es ist ein gar beschränkter Raum,
Man sieht nichts Grünes, keinen Baum,
Und in den Sälen, auf den Bänken,
Vergeht mir Hören, Sehn und Denken.

MEPHISTOPHELES:
Das kommt nur auf Gewohnheit an.
So nimmt ein Kind der Mutter Brust
Nicht gleich im Anfang willig an,
Doch bald ernährt es sich mit Lust.
So wird's Euch an der Weisheit Brüsten
Mit jedem Tage mehr gelüsten.

SCHÜLER:
An ihrem Hals will ich mit Freuden hangen;
Doch sagt mir nur, wie kann ich hingelangen?

MEPHISTOPHELES:
Erklärt Euch, eh Ihr weiter geht,
Was wählt Ihr für eine Fakultät?

SCHÜLER:
Ich wünschte recht gelehrt zu werden,
Und möchte gern, was auf der Erden
Und in dem Himmel ist, erfassen,
Die Wissenschaft und die Natur.

MEPHISTOPHELES:
Da seid Ihr auf der rechten Spur;
Doch müßt Ihr Euch nicht zerstreuen lassen.

SCHÜLER:
Ich bin dabei mit Seel und Leib;
Doch freilich würde mir behagen
Ein wenig Freiheit und Zeitvertreib
An schönen Sommerfeiertagen.

MEPHISTOPHELES:
Gebraucht der Zeit, sie geht so schnell von hinnen,
Doch Ordnung lehrt Euch Zeit gewinnen.
Mein teurer Freund, ich rat Euch drum
Zuerst Collegium Logicum.
Da wird der Geist Euch wohl dressiert,
In spanische Stiefeln eingeschnürt,
Daß er bedächtiger so fortan
Hinschleiche die Gedankenbahn,
Und nicht etwa, die Kreuz und Quer,
Irrlichteliere hin und her.
Dann lehret man Euch manchen Tag,
Daß, was Ihr sonst auf einen Schlag
Getrieben, wie Essen und Trinken frei,
Eins! Zwei! Drei! dazu nötig sei.
Zwar ist's mit der Gedankenfabrik
Wie mit einem Weber-Meisterstück,
Wo ein Tritt tausend Fäden regt,
Die Schifflein herüber hinüber schießen,
Die Fäden ungesehen fließen,
Ein Schlag tausend Verbindungen schlägt.
Der Philosoph, der tritt herein
Und beweist Euch, es müßt so sein:
Das Erst wär so, das Zweite so,
Und drum das Dritt und Vierte so;
Und wenn das Erst und Zweit nicht wär,
Das Dritt und Viert wär nimmermehr.
Das preisen die Schüler allerorten,
Sind aber keine Weber geworden.
Wer will was Lebendigs erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist heraus zu treiben,
Dann hat er die Teile in seiner Hand,
Fehlt, leider! nur das geistige Band.
Encheiresin naturae nennt's die Chemie,
Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie.

SCHÜLER:
Kann Euch nicht eben ganz verstehen.

MEPHISTOPHELES:
Das wird nächstens schon besser gehen,
Wenn Ihr lernt alles reduzieren
Und gehörig klassifizieren.

SCHÜLER:
Mir wird von alledem so dumm,
Als ging, mir ein Mühlrad im Kopf herum.

MEPHISTOPHELES:
Nachher, vor allen andern Sachen,
Müßt Ihr Euch an die Metaphysik machen!
Da seht, daß Ihr tiefsinnig faßt,
Was in des Menschen Hirn nicht paßt;
Für was drein geht und nicht drein geht,
Ein prächtig Wort zu Diensten steht.
Doch vorerst dieses halbe Jahr
Nehmt ja der besten Ordnung wahr.
Fünf Stunden habt Ihr jeden Tag;
Seid drinnen mit dem Glockenschlag!
Habt Euch vorher wohl präpariert,
Paragraphos wohl einstudiert,
Damit Ihr nachher besser seht,
Daß er nichts sagt, als was im Buche steht;
Doch Euch des Schreibens ja befleißt,
Als diktiert, Euch der Heilig Geist!

SCHÜLER:
Das sollt Ihr mir nicht zweimal sagen!
Ich denke mir, wie viel es nützt
Denn, was man schwarz auf weiß besitzt,
Kann man getrost nach Hause tragen.

MEPHISTOPHELES:
Doch wählt mir eine Fakultät!

SCHÜLER:
Zur Rechtsgelehrsamkeit kann ich mich nicht bequemen.

MEPHISTOPHELES:
Ich kann es Euch so sehr nicht übel nehmen,
Ich weiß, wie es um diese Lehre steht.
Es erben sich Gesetz' und Rechte
Wie eine ew'ge Krankheit fort;
Sie schleppen von Geschlecht sich zum Geschlechte,
Und rücken sacht von Ort zu Ort.
Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage;
Weh dir, daß du ein Enkel bist!
Vom Rechte, das mit uns geboren ist,
Von dem ist, leider! nie die Frage.

SCHÜLER:
Mein Abscheu wird durch Euch vermehrt.
O glücklich der, den Ihr belehrt!
Fast möcht ich nun Theologie studieren.

MEPHISTOPHELES:
Ich wünschte nicht, Euch irre zu führen.
Was diese Wissenschaft betrifft,
Es ist so schwer, den falschen Weg zu meiden,
Es liegt in ihr so viel verborgnes Gift,
Und von der Arzenei ist's kaum zu unterscheiden.
Am besten ist's auch hier, wenn Ihr nur einen hört,
Und auf des Meisters Worte schwört.
Im ganzen- haltet Euch an Worte!
Dann geht Ihr durch die sichre Pforte
Zum Tempel der Gewißheit ein.

SCHÜLER:
Doch ein Begriff muß bei dem Worte sein.

MEPHISTOPHELES:
Schon gut! Nur muß man sich nicht allzu ängstlich quälen
Denn eben wo Begriffe fehlen,
Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.
Mit Worten läßt sich trefflich streiten,
Mit Worten ein System bereiten,
An Worte läßt sich trefflich glauben,
Von einem Wort läßt sich kein Jota rauben.

SCHÜLER:
Verzeiht, ich halt Euch auf mit vielen Fragen,
Allem ich muß Euch noch bemühn.
Wollt Ihr mir von der Medizin
Nicht auch ein kräftig Wörtchen sagen?
Drei Jahr ist eine kurze Zeit,
Und, Gott! das Feld ist gar zu weit.
Wenn man einen Fingerzeig nur hat,
Läßt sich's schon eher weiter fühlen.

MEPHISTOPHELES (für sich):
Ich bin des trocknen Tons nun satt,
Muß wieder recht den Teufel spielen.
(Laut.) Der Geist der Medizin ist leicht zu fassen;
Ihr durchstudiert die groß, und kleine Welt,
Um es am Ende gehn zu lassen,
Wie's Gott gefällt.
Vergebens, daß Ihr ringsum wissenschaftlich schweift,
Ein jeder lernt nur, was er lernen kann;
Doch der den Augenblick ergreift,
Das ist der rechte Mann.
Ihr seid noch ziemlich wohl gebaut,
An Kühnheit wird's Euch auch nicht fehlen,
Und wenn Ihr Euch nur selbst vertraut,
Vertrauen Euch die andern Seelen.
Besonders lernt die Weiber führen;
Es ist ihr ewig Weh und Ach
So tausendfach
Aus einem Punkte zu kurieren,
Und wenn Ihr halbweg ehrbar tut,
Dann habt Ihr sie all unterm Hut.
Ein Titel muß sie erst vertraulich machen,
Daß Eure Kunst viel Künste übersteigt;
Zum Willkomm tappt Ihr dann nach allen Siebensachen,
Um die ein andrer viele Jahre streicht,
Versteht das Pülslein wohl zu drücken,
Und fasset sie, mit feurig schlauen Blicken,
Wohl um die schlanke Hüfte frei,
Zu sehn, wie fest geschnürt sie sei.

SCHÜLER:
Das sieht schon besser aus! Man sieht doch, wo und wie.

MEPHISTOPHELES:
Grau, teurer Freund, ist alle Theorie,
Und grün des Lebens goldner Baum.

SCHÜLER:
Ich schwör Euch zu, mir ist's als wie ein Traum.
Dürft ich Euch wohl ein andermal beschweren,
Von Eurer Weisheit auf den Grund zu hören?

MEPHISTOPHELES:
Was ich vermag, soll gern geschehn.

SCHÜLER:
Ich kann unmöglich wieder gehn,
Ich muß Euch noch mein Stammbuch überreichen,
Gönn Eure Gunst mir dieses Zeichen!

MEPHISTOPHELES:
Sehr wohl. (Er schreibt und gibt's.)

SCHÜLER (liest):
Eritis sicut Deus, scientes bonum et malum.
(Macht's ehrerbietig zu und empfiehlt sich.)

MEPHISTOPHELES:
Folg nur dem alten Spruch und meiner Muhme, der Schlange,
Dir wird gewiß einmal bei deiner Gottähnlichkeit bange!

Faust tritt auf.

FAUST:
Wohin soll es nun gehn?

MEPHISTOPHELES:
Wohin es dir gefällt.
Wir sehn die kleine, dann die große Welt.
Mit welcher Freude, welchem Nutzen
Wirst du den Cursum durchschmarutzen!

FAUST:
Allein bei meinem langen Bart
Fehlt mir die leichte Lebensart.
Es wird mir der Versuch nicht glücken;
Ich wußte nie mich in die Welt zu schicken.
Vor andern fühl ich mich so klein;
Ich werde stets verlegen sein.

MEPHISTOPHELES:
Mein guter Freund, das wird sich alles geben;
Sobald du dir vertraust, sobald weißt du zu leben.

FAUST:
Wie kommen wir denn aus dem Haus?
Wo hast du Pferde, Knecht und Wagen?

MEPHISTOPHELES:
Wir breiten nur den Mantel aus,
Der soll uns durch die Lüfte tragen.
Du nimmst bei diesem kühnen Schritt
Nur keinen großen Bündel mit.
Ein bißchen Feuerluft, die ich bereiten werde,
Hebt uns behend von dieser Erde.
Und sind wir leicht, so geht es schnell hinauf;
Ich gratuliere dir zum neuen Lebenslauf!

Bettina Beispiel schrieb am 3.3. 2003 um 13:29:25 Uhr zu

DATENMÜLL

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Interview der Woche
Interview vom:So. 12.11.2000 • 11:05
Hans – Olaf Henkel, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) Das Gespräch führte Ursula Welter
Hans – Olaf Henkel
Welter: Herr Henkel, als Sie 1995 an die Spitze des BDI traten, da hat Ihnen der damalige baden-württembergische Wirtschaftsminister Spöri ein unverkrampftes Verhältnis zu den Sozialdemokraten attestiert. Spielt das für Sie eine Rolle, welche Partei in Deutschland regiert?
Henkel: Schon. Ich unterstütze immer die Partei, die sich für Freiheit, für Selbstverantwortung und für weniger Staat einsetzt. Insofern muss ich Ihnen sagen – ganz offen, ist mir die F.D.P. vom Parteiprogramm her die liebste Partei. Aber ich bin kein Parteimitglied.
Welter: In Ihrer Autobiographie gehen Sie recht hart ins Gericht mit der Regierung Kohl. Ich habe gelesen, dass Sie ihn einen ‚schlauen Verhinderer‘ nennen, also einen, der es verstanden hat, die notwendigen Reformen hinauszuzögern. Sind Sie – rückblickend – insofern auch froh, dass die Ära Kohl zu Ende gegangen ist?
Henkel: Nein, das kann man so nicht sagen. Ich habe ja auch viele gute Dinge dieser Regierung angerechnet. Aber wie das so ist, wenn man eine Bilanz aufstellt: Die Presse interessiert sich immer nur für die Passivseite. Und zweifellos hat die Regierung Kohl eine Aktiv und eine Passivseite. Was natürlich mein Hauptthema betrifft, nämlich die wirtschafts sozial und finanzpolitischen Reformen, die wir eigentlich von dieser Regierung erwartet hätten, da wurde ich in diesen fünf Jahren - oder vier Jahren, muss ich sagen -, in denen ich mit der Regierung zusammenarbeitete, doch ziemlich enttäuscht.
Welter: Ist das jetzt besser geworden?
Henkel: Auch nicht. Es ist heute ähnlich. Vor allen Dingen stehen wir wieder vor einem neuen Reformstau – wenn man sich mal überlegt, was zum Beispiel das Arbeitsministerium vor hat: Man will die Zwangsteilzeit einführen, man will die befristeten Arbeitsverhältnisse einschränken, man hat das 630-Mark-Monster wenn ich das mal so nennen darf – uns aufoktroyiert, man hat den Kündigungsschutz für kleine Unternehmen wieder angezogen, man hat die Reform der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zurückgedreht. Man will jetzt sogar die Bürokratie beim Betriebsverfassungsgesetz wieder anheben. Also, ich mache mir schon Gedanken. Allerdings muss ich sagen: In den letzten 18 Monaten hat sich – zumindestens bisher – unsere Gesellschaft doch schneller bewegt als in vielen Jahren vorher zusammen. Aber das würde ich nicht unbedingt der Regierung in die Schuhe schieben; da haben viele mit zu tun.
Welter: Seitens der F.D.P. hieß es, dass die Punkte, die Sie gerade angesprochen haben und auch die Tatsache, dass der Finanzminister gesagt hat, ‚Steuererleichterungen über das jetzt beschlossene Maß hinaus werde es nicht geben‘, das sei ein Zeichen dafür, dass die Regierungsparteien – oder die SPD in diesem Fall – zu ihrem reformfeindlichen Denken zurückkehre.
Henkel: Das ist eine Gefahr. Ich glaube, noch sind wir nicht ganz so weit. Man muss eines der Regierung zugute halten, dass mit dem Rücktritt von Oskar Lafontaine tatsächlich eine 180-gradige Kehrtwendung in der Finanzpolitik und in der Budgetpolitik eingezogen ist. Erinnern wir uns doch einmal daran: Oskar Lafontaine hat dieser Gesellschaft – wenn Sie so wollen – höhere Löhne und mehr Schulden verschrieben, um dann über mehr Bedarf zu Mehrauslastung der Fabriken zu kommen; das würde dann wieder zu neuen Steuern führen, usw.. Also, das ist natürlich eine Theorie, die kaum jemand noch in der Welt glaubt. Das erinnerte mich so ein bisschen an die Münchhausen’sche Geschichte von dem Mann, der sich an seinen eigenen Haaren aus dem Sumpf gezogen hat. Und mit Hans Eichel hat sich das Blatt doch gewendet. Wir haben jetzt jemanden, der - zumindestens mittelfristig – ansteuert, einen ausgeglichenen Haushalt zu haben, irgendwann auch mal wieder Überschüsse zu erwirtschaften. Und das Stichwort ‚Sparpaket‘ steht für mich eigentlich synonym für die Veränderung in der sozialdemokratischen Partei, die Steuerreform schon etwas weniger, weil sie große Lücken für den Mittelstand aufweist, und weil sie wirklich klar und deutlich hinter das fällt, was die Regierung mal versprochen hat – nämlich einen einheitlichen Steuersatz für Unternehmen in Deutschland - ab dem 1.1.2000 von 35 Prozent. Selbst zum 1.1.2005 werden wir mit dieser Steuerreform weit davon entfernt sein. Aber immerhin, es hat sich was getan. Und ich kann nur hoffen, dass Eichel hart bleibt beim Sparen – eigentlich noch härter wird, um dann mögliche Freiräume zu schaffen für Steuersenkungen.
Welter: . . . die er dann aber auf nahe Zukunft erst mal nicht hat. Er hat in einer Grundsatzrede in Berlin in der vergangenen Woche ja gesagt, dass bis 2012 die Abgabenquote und Schuldenquote auf 38 Prozent gesenkt werden sollte. Das ist ein relativ langer Zeitraum. Kann man so lange warten mit Steuersenkungen?
Henkel: Das kann man so – wenn man darauf achtet, wer denn Steuern zahlt. Also ich glaube, dass wir – sagen wir mal – als Gesellschaft insgesamt eine Steuerlast tragen, die durchaus dem Durchschnitt von Europa entspricht. Nur müssen wir wissen, dass relativ zu anderen europäischen Gesellschaften, mit denen wir ja auch in Wettbewerb stehen, die Unternehmen in Deutschland relativ viel zahlen. Zum Beispiel in diesem Jahr werden die Unternehmen so viel Steuern zahlen wie noch nie zuvor. Der deutsche Konsument zahlt weniger als der durchschnittliche Konsument in Europa. Und das deutsche Unternehmen zahlt durchschnittlich mehr als in Europa. Und beide – Unternehmen und Arbeitnehmer – leiden darunter, dass der Staat eigentlich von den Bruttoverdiensten oder Bruttoumsätzen zu viel herausholt, um es weiter zu verteilen. Deshalb ist ein ‚Bündnis für mehr Netto‘ eigentlich im Interesse aller Beteiligten. Also, mein Petitum an Herrn Eichel ist: Weiter sparen, bei den konsumtiven Ausgaben vor allen Dingen sparen, damit wir beim Thema ‚Investitionen‘ wieder mehr ausgeben können – Bildungsinvestition, aber auch solche in unsere Verkehrsinfrastruktur.
Welter: Die Absichten sind da, aber wie ist es mit den Zeiträumen? Sind Sie da zufrieden?
Henkel: Nicht ganz. Also, er hat ja ursprünglich mal gesagt, 2006 sei das erste Jahr eines ausgeglichenen Haushaltes für den Bund. Ich glaube, er müsste sich ein anderes Ziel setzen, also 2003. Und vor allen Dingen muss man sicherstellen, dass auch die anderen Körperschaften in Deutschland sich hieran beteiligen. Es nützt ja nicht viel, wenn der Bund vorbildlich irgendwann mal in den nächsten fünf Jahren einen ausgeglichenen Haushalt hat, bei den meisten Ländern und in den Kommunen das aber nicht der Fall ist. Vielleicht kann sich ja Eichel hier ein Beispiel an Bayern nehmen. Diese Gesellschaft muss es lernen, dass sie das Prinzip der Nachhaltigkeit eben auch bei der Finanzpolitik praktiziert, das heißt: Wir dürfen unseren Kindern nicht Jahr für Jahr steigende Schulden und mehr Zinsen hinterlassen.
Welter: Nun ist die Schwierigkeit aber für die Bundesregierung offensichtlich, das auch in den Gewerkschaftskreisen deutlich zu machen.
Henkel: Ja, ich glaube, dass die Bundesregierung hier einen kleinen Fehler macht. Sie lässt sich im Augenblick von den Gewerkschaftsfunktionären doch ziemlich treiben. Sie muss sich mal daran erinnern: Erstens haben die Gewerkschaften ja nicht die Vertretung der Majorität der deutschen Beschäftigten. Wir haben ca. sieben bis acht Millionen Menschen noch in Gewerkschaften, wir haben aber insgesamt über 80 Millionen Menschen in Deutschland. Und ich glaube, es ist wichtig, dass auch die Bundesregierung mal merkt, dass in vielen Bereichen - und in einigen Gewerkschaften ist das besonders stark der Fall - die eigentlich gar nicht mehr die Interessen der Arbeitnehmer vertreten, zumindestens nicht mehr die langfristigen Interessen - übrigens schon lange nicht mehr die Interessen der Arbeitslosen und schon gar nicht die Interessen der Kinder. Die Bundesregierung – glaube ich – müsste sich lösen von dieser Verbindung und müsste mehr argumentieren im Interesse der Kinder und im Interesse der nachfolgenden Generation. Und mich bedrückt es auch, dass die Gewerkschaften sich so einseitig zu Rentner-Interessenvertretern ich möchte mal sagen – fast degradieren lassen. Sie sollten sich mehr für die Interessen der Arbeitslosen stark machen und – wie gesagt – auch für die Interessen unserer Kinder. Ich glaube, dann kämen wir weiter . . .
Welter: . . . was natürlich nicht ganz einfach ist, je näher Wahlen rücken.
Henkel: Ja, ich verstehe das auch nicht ganz. Ich glaube, das ist nicht ganz richtig. Beim Umweltschutz haben wir ja doch begriffen; das Prinzip der Nachhaltigkeit im Umweltschutz ist akzeptiert in der Gesellschaft. Und man kann das auch vermitteln in allen anderen Politikbereichen. Nehmen Sie mal das Thema ‚Sparpaket‘: Noch vor einem Jahr war die Popularität dieser Regierung ziemlich unten; sie war so tief, wie – glaube ich – noch nie eine Regierung in der Nachkriegszeit, und Bundeskanzler Schröder hatte das mit der Unpopularität des Sparpaketes begründet. Heute ist Eichel der dritt-populärste Minister im Kabinett – wegen des Sparpakets. Das heißt, man kann schon die Bevölkerung mitziehen, wenn man sie aufklärt. Und ich fordere diese Bundesregierung auf, mehr für die Aufklärung zu tun. Mit anderen Worten: Mehr das zu sagen, worauf es ankommt – und weniger das, was ankommt.
Welter: Damit wäre bald der Widerstand der Gewerkschaften auch vorprogrammiert.
Henkel: Ja, ich weiß nicht: Warum sind die deutschen Gewerkschaften – oder Teile der deutschen Gewerkschaften – eigentlich anders als die in anderen Ländern. Für mich ist das eine zentrale Frage. Wenn man sich das mal überlegt, was da in Holland passiert ist: In Holland haben die Gewerkschaften mit den Arbeitgeberverbänden das Tarifkartell geknackt. Das heißt, man hat akzeptiert, dass Löhne und Arbeitszeit in Betrieben verhandelt werden, wenn die es denn wollen. In Deutschland ist das bisher nicht möglich gewesen. In Holland hat man jahrelang Lohnzuwächse verteilt – unterhalb des Produktivitätszuwachses. Das hat dazu geführt, dass heute die holländischen Firmen Arbeitskräfte in Deutschland suchen, weil sie selbst nicht mehr genug haben. In Holland haben vor kurzem die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften vorgeschlagen, die Arbeitslosenversicherung zu privatisieren. Wenn ich das morgen täte, ich glaube, ich könnte in Großbritannien um politisches Asyl nachsuchen. Was ist eigentlich der Grund für den Unterschied zwischen Holland und Deutschland? Die Unternehmer klicken genau so wie die Deutschen, und ich glaube, die Arbeitnehmer auch und die Politiker auch. Ich möchte hier einmal ganz klar und deutlich sagen: Es gibt in Holland eben keine Gewerkschaft – so wie die IG Metall. Und das macht den Unterschied aus. Solange wir konsensual vorgehen, das heißt, wir uns immer einigen, dass alles das, was gemacht wird, auch von der IG Metall zu akzeptieren ist, dann bewegt sich diese Gesellschaft per Definitionen mit der Geschwindigkeit des Langsamsten bei uns. Und das ist zu langsam, denn die anderen Gesellschaften werden schneller.
Welter: Greifen wir das Thema ‚Rente‘ auf, Sie haben das angedeutet, auch die Haltung der Gewerkschaften dazu. Da haben wir eine Woche der Wechselbäder jetzt hinter uns. Zunächst das ‚Basta‘ des Kanzlers vor dem ÖTV-Kongress dann der Hinweis, dass die Förderung der privaten Altersvorsorge verschoben wird – mit entsprechenden Folgen auch für die Rentenreform. Ist das reformfreudig aus Ihrer Sicht, oder nicht?
Henkel: Es wird langsam ein Ärgernis. Ich meine, wir haben schon viele Versprechen und ‚Bastas‘ gehabt. Nehmen Sie mal die Ökosteuer. Da hat die rot-grüne Regierung in ihrem eigenen Koalitionsvertrag hineingeschrieben, dass sie keinen nationalen Alleingang macht. Sie hat den dann trotzdem gemacht, nachdem sie unter deutscher Ratspräsidentschaft vergeblich versucht hatte, den anderen europäischen Ländern dieses verrückte deutsche Modell einzureden. Das hat keiner haben wollen. Dann steht im Koalitionsvertrag drin, dass alle weiteren Stufen abhängig von der Energiepreisentwicklung auf den Weltmärkten zu behandeln sei. Da hat sie sich auch nicht dran gehalten. Ausgerechnet dann, wenn die Ölpreise ganz oben sind, kommt die nächste Stufe. Und – wie gesagt – das Versprechen, den Mittelstand steuerlich ordentlich zu behandeln, wurde ebenfalls nicht eingelöst. Und jetzt kommt dieses ‚Basta‘. Also, ich glaube, die Regierung hat gute Arbeit geleistet beim Thema ‚Sparpaket‘ und recht gute auch beim Thema ‚Steuerreform‘, übrigens auch bei dieser etwas – ich möchte mal sagen – ‚lässigen‘ Greencard-Lösung immerhin besser als gar nichts. Und es ist schon eine Leistung, dass diese Gesellschaft heute über Zuwanderung spricht. Das war vor zwölf Monaten noch ein Tabu – ein weiterer Beweis, dass tatsächlich in Deutschland aus Tabus Diskussionen werden, aus Diskussionen werden Kommissionen und aus Kommissionen werden denn auch Gesetze. Das gibt es. Aber die Bundesregierung steht heute an einem Scheideweg. Ich stelle fest, dass sie schon jetzt wieder Angst vor den nächsten Landtagswahlen hat, und dass man sich schon wieder Gedanken über 2002 macht. Ich finde, auch die rot-grüne Koalition, aber auch die Opposition können Wählerstimmen gewinnen mit vernünftiger Politik und auch mit solcher Politik, die nicht unbedingt den Wählern heute schmeckt, aber von der man dann weiß, dass sie nachfolgenden Generationen nützt.
Welter: Wenn wir über Reformen sprechen, dann ist der Weg nicht so weit zum Thema ‚Europäische Währungsunion und Euro‘. Es wird immer wieder gesagt an den Devisenmärkten, dass mangelnde Reformen und fehlende Reformen in Europa auch ein Grund dafür seien, dass der Euro – jedenfalls im Außenwert – schwach sei. Teilen Sie diese Meinung?
Henkel: Ja, es ist natürlich sehr schwer für mich, die wirkliche Ursache dieser Schwäche festzustellen. Es gibt ja sehr viele Theorien, und für mich ist es auch die plausibelste – ich möchte es sogar noch einmal zuspitzen: Die Unfähigkeit der drei größten Euro-Länder Italien, Frankreich, aber Deutschland vorne weg muss ich sagen –, den Arbeitsmarkt zu liberalisieren: Diese Unfähigkeit lähmt die Investitionsbereitschaft in Europa. Überall in der Welt – übrigens auch in anderen europäischen Ländern – hat man ja sehr gute Erfahrungen mit der Liberalisierung des Arbeitsmarktes gemacht. Nehmen Sie mal Spanien: Dort werden schon seit einigen Jahren im Monat 20.000 Mark netto neuer Arbeitsplätze geschaffen. Und ich habe dem Bundeskanzler vor einigen Wochen vorausgesagt, dass die Arbeitslosenrate in Spanien, die heute noch höher ist als unsere, in den nächsten zwei bis drei Jahren unter unserer liegen wird. Und ich finde auch das Ziel der Bundesregierung, die Arbeitslosenzahl im Jahre 2002 auf 3,5 Millionen zu senken, ist einfach lächerlich - wir haben ja jetzt schon 3,650. Man sieht daran, dass die Bundesregierung nicht das geringste Interesse daran hat, diesen Arbeitsmarkt zu ändern oder einen richtigen Arbeitsmarkt herzustellen. Und solange das nicht passiert, solange wird der Euro auch relativ schwach bleiben. Und was mir gar nicht gefällt, ist diese immer wieder geäußerte Hoffnung – auch von höchsten Stellen der Politik –, dass man das Problem dadurch lösen würde, indem ja auch Amerika irgendwann in Schwierigkeiten geräte. Also, darauf soll man sich nicht verlassen. Wir haben jetzt eine über zehn Jahre lange Wachstumsperiode in Amerika. Die Arbeitslosenrate ist sukzessive heruntergegangen. Wir haben dramatische Haushaltsüberschüsse – was für ein wunderschönes Problem für den neugewählten Präsidenten, sich mal zu überlegen, was er mit den Überschüssen macht. Das sind alles Rezepte, die wir von denen abkupfern können – die übrigens auch in Holland, Dänemark, Irland, Großbritannien, ja sogar in Portugal praktiziert werden. Also es wird Zeit, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Dann wird der Euro auch wieder stärker.
Welter: Das heißt, Sie meinen, dass die Euroschwäche kein zyklisches, sondern ein strukturelles Problem ist?
Henkel: Davon bin ich überzeugt, wobei ich sagen muss: Wir haben natürlich in der Vergangenheit – jetzt rede ich einmal von der Mark zum Dollar – ja auch Schwankungen gehabt, ja – wesentlich größere Schwankungen. Ich erinnere mich noch sehr gut: Als Präsident Reagan damals an die Regierung kam, stieg der Dollar auf 3,30 DM. Und ein paar Jahre später ging er mal runter auf 1,37 DM. Also, diese Oszillation, die hatten wir früher auch schon; die waren sogar stärker als beim Euro. Und ehrlich gesagt, wenn man mich heute fragt: wäre eigentlich ohne Euro die Mark heute stärker oder schwächer als der Euro – ich wüsste die Antwort nicht so genau. Ich gehe nicht davon aus, dass sie unbedingt stärker gewesen wäre.
Welter: Sie haben ja eingangs zu den Befürwortern der Europäischen Währungsunion gehört . . .
Henkel: . . . dazu zähle ich auch noch . . .
Welter: . . . und heute vermutlich auch noch. Nun steht die Auszahlung des Bargeldes an. Die Bevölkerung ist stark verunsichert. Was kann man tun, was kann man sagen, um vielleicht da ein bisschen mehr Sicherheit zu schaffen?
Henkel: Ja, das ist natürlich ein Problem, was uns bei der Einführung des Euro immer begleitet hat. Wir hatten ja nie einen Zeitpunkt in Deutschland, zu dem eine Volksbefragung eine Mehrheit für die Einführung des Euro ergeben hätte. Das war eine - ich möchte mal sagen - eine Leistung von oben, der Politik. Und ich will das gar nicht kritisieren, denn meine Kollegen und auch ich sagen oft: ‚Mensch, nun trefft doch mal eine Entscheidung, auch wenn sie nicht populär ist‘. Und der Euro war ja mal so ein Beispiel, und deshalb möchte ich die damalige Regierung – aber auch die jetzige, denn die hat das ja mit unterstützt – nicht dafür kritisieren, dass sie das ohne Volksbefragung gemacht hat. Aber ich glaube, man sollte schon jetzt doch mal darauf achten, dass man auch das, was mit dem Euro ja entschieden wurde, nämlich die Konvergenzkriterien, die Notwendigkeit der Angleichung an die europäischen Länder – dass man das auch mal ein bisschen praktiziert. Im Augenblick sind wir in vielen Bereichen der Ausreißer, und nicht mehr die anderen. Nehmen Sie die Betriebsverfassung. Niemand in Europa will sie haben; das ist eine Sackgasse, eine europäische Sackgasse. Und trotzdem wird der Herr Riester nicht müde, immer weiter in diese Sackgasse hineinzulaufen. Das verstehen unsere europäischen Partner nicht. Oder wir führen die Ökosteuer ein - ich hatte das schon erwähnt -, die keiner in Europa will in dieser Form, die übrigens auch für die Umwelt nichts tut, sondern sich in einigen Teilen sogar gegen die Umwelt versündigt – nämlich immer dann, wenn deutsche saubere industrielle Prozesse ins Ausland sozusagen verlegt werden, aufgrund dieser Energiekosten oder der Drohung steigender Energiekosten. Also hier haben wir massenhaft Beispiele dafür, dass diese Bundesregierung deutsche Sonderwege geht. Und ich finde das nicht ganz konsistent mit anderen Diskussionen, die wir zum Beispiel haben. Da wird dem Herrn Merz unterstellt, dass er mit dem Begriff ‚Leitkultur‘ einen hegemonialen Anspruch angemeldet hätte – von Herrn Geißler –: Eine Unverschämtheit sondergleichen. Und kein Wunder, dass dann der politische Gegner ähnliche Töne spuckt. Aber gerade die Leute, die den Herrn Merz dafür kritisieren, sind die, die auf allen möglichen Gebieten dauernd deutsche Sonderwege in Europa gehen. Und wir müssen aufhören damit.
Welter: Sie haben den Namen Riester jetzt mehrfach genannt. Riester steht ja auch in den eigenen Reihen in der Kritik; in der SPD-Fraktion brodelt es. Es gibt Äußerungen, dass er sein Geschäft nicht verstehe. Teilen Sie das?
Henkel: Nun, also ich muss sagen: Er hat einen Job, der ist sehr schwer. Das ist eine sehr komplizierte und komplexe Materie. Man hat‘s ja gemerkt, denn er brauchte eine gewisse Zeit, sich einzuarbeiten. Wir haben das allerdings beim 630-Mark-Job schon einmal mit ihm erlebt, und ich befürchte, das, was er jetzt vor hat – bei dieser Zwangsteilzeit oder bei dieser Ausweitung der betrieblichen Mitbestimmung –, dass wir ähnliches erleben werden. Ich glaube, wir haben hier auch einen kleinen Konstruktionsfehler. Den hatte die alte Bundesregierung übrigens auch schon. Ich hatte mich immer darüber aufgeregt, dass Herr Blüm zuständig für die Rente und für die Pflegeversicherung war. Und wir haben ihn ja eigentlich als ‚Pflegeversicherungsminister‘ wahrgenommen und als ‚Rentenminister‘. Was immer er abgeliefert hat – will ich gar nicht bewerten. Aber – und das ist das Witzige: Wir haben beide bisher nicht als Arbeitsminister wahrgenommen. Und ist nicht die vornehmste Aufgabe eines Arbeitsministers, die Bedingungen in Deutschland zu schaffen, die dafür sorgen, dass wir dann auch Arbeitsplätze schaffen? Zu diesem Thema höre ich ihn nicht, sondern es geht immer nur um mehr Verteilung, es geht um die Befriedigung gewerkschaftlicher Ansprüche – es geht nicht um die Arbeitslosen. Und dieser Webfehler müsste mal geändert werden. Also eigentlich brauchte man den Arbeitsminister in solcher Form nicht; man sollte die Verantwortung zum Beispiel dem Wirtschaftsministerium zuschlagen, wie das in anderen Ländern auch so üblich ist – in Sachsen auch. Da funktioniert es auch sehr gut. Aber so beißt sich – glaube ich – die Verantwortung irgendwie immer wieder.
Welter: Also mehr ein Problem der Konstruktion, nicht der Person?
Henkel: Auch, auch.
Welter: Sie haben im Laufe Ihrer Arbeit immer wieder die verkrusteten Strukturen auch des deutschen Tarifsystems beklagt. Sehen Sie da – was das betrifft – Fortschritte in den letzten Jahren?
Henkel: Ja, aber ich sehe sie nicht wegen der verschiedenen Regierungen, sondern ich sehe sie ‚trotz‘ dieser bestehenden Strukturen; und zwar – interessanterweise – bekommen wir hier sehr viel Hilfe vom Osten Deutschlands. Also ich bin begeistert über das, was sich da abspielt. Die IG Metall hat dort seit 91 über 50 Prozent ihrer Mitglieder verloren, die meisten Arbeitgeber sind nicht mehr in den Arbeitgeberverbänden. Und die Leute nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und entscheiden selbst, wie viel gezahlt wird und wie lange gearbeitet wird. Sie sagen zu recht: ‚Das machen wir nicht mehr mit, dass hier so ein ‚Rasenmäher‘ - wie ein Flächentarif -, der für alles eine Lösung hat aber dann für niemanden eine richtige‘. Dieser Flächentarif ist ein Flickwerk im Osten Deutschlands. Übrigens: Überall in der Welt hat man ja mit diesem Tarifkartell aufgehört. Ich habe nichts gegen Flächentarife, ich habe nur dagegen was, dass man – wenn man denn gern mit seinem Betriebsrat eine Abmachung treffen möchte über Bezahlung und Arbeitszeit – dass man das nicht darf. Das ist so typisch deutsch. Das gibt’s nur noch in Deutschland und in Österreich – und Gott sei Dank in der Realität immer weniger in Ostdeutschland.
Welter: Was die Tarifrunden der zukünftigen Zeit angeht: Es ist auffällig, dass die Europäische Zentralbank, aber auch der Internationale Währungsfond in seinem Deutschlandbericht – beide darauf hinweisen, dass – wie der IWF schreibt – ‚die Saat wieder aufgehen könnte überzogener Lohnrunden‘, dass die Lohn-Preis-Spirale wieder in Gang kommen könnte. Sehen Sie das?
Henkel: Das ist natürlich eine Gefahr. Ich erinnere mich mit Schrecken an die letzte dramatische Lohnrunde Anfang 95, die zigtausende Arbeitsplätze in Deutschland vernichtet hat und die dazu führte, dass auch die Konjunktur wieder abgewürgt wurde. Wir schlagen uns hier gegenseitig auf die Schultern und sagen: ‚Es ist ja phantastisch – die Konjunktur läuft – dieses Jahr drei Prozent, nächstes Jahr vielleicht 2,7‘. Wissen Sie, man muss sich mal an ein paar einfache Dinge erinnern: Erstens sind wir mit diesen Prozentzahlen im unteren Drittel von Europa. Zweitens ist Europa hinter dem Rest der Welt. Das heißt: Überall boomt es, und es werden Arbeitsplätze geschaffen – und wir plätschern da so hin. Und der Wettbewerb zwischen Gesellschaften, der geht nach den gleichen Regeln, wie der Wettbewerb zwischen Unternehmen. Das heißt: Selbst, wenn Sie sich so ein bisschen bewegen – die anderen sind aber schneller – dann passiert - was? Dann fallen Sie zurück; und wir fallen zurück. Und der dritte Punkt: Ich komme noch einmal auf den Euro. Ich stelle mal die Frage – und das ist eine Frage, die stelle ich auch kritisch an meine Kollegen in der Industrie: Ich glaube, viele meinen, sie hätten alles mögliche getan und seien jetzt wieder die Weltmeister. Und es stimmt ja auch – in diesem Jahr werden wir für eintausend Milliarden Mark exportieren, mehr als je zuvor. Aber was mir Sorge macht, ist: Man meint, das hätte man alles selbst geschafft. Dabei ist ein großer Teil dieses Wachstums im Export eben ein Resultat des Euro. Und der Euro – das ist die Gefahr – könnte sich zu einem ‚süßen Gift‘ entwickeln, dass ein Unternehmer sagt: ‚Na ja, ich brauche jetzt keine Strukturanpassung zu tun, meine Qualität stimmt, es ist ja bestens‘. Und er legt sich wieder hin. Und plötzlich wacht er eines Tages brutal auf. Und deshalb – finde ich – sollte jeder Verantwortliche in Deutschland, der also für ein Unternehmen verantwortlich ist, aber auch die Verantwortlichen für das ‚Unternehmen Deutschland‘ sich mal die Frage stellen: Was wäre hier eigentlich los, wenn der Euro nicht um 25 Prozent abgewertet worden wäre, sondern zum Beispiel wenn er um 25 Prozent zugelegt hätte? Auf diese Frage sollte jeder eine gute Antwort haben.

Bettina Beispiel schrieb am 12.3. 2003 um 03:24:46 Uhr zu

DATENMÜLL

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In den letzten 24 Stunden kamen zum Assoziations-Blaster 364 Assoziationen und 32 neue Stichwörter hinzu.
In the last 24 hours 364 associations and 32 new references were added to the association Blaster.
最後の24 時間に364 の連合及び32 の新しい参照は連合の発破工 へ 加えられた。
Combination of 364 and the reference whose 32 is new were added to the blast manufacture of combination in last 24 hours.
Una combinazione di 364 ed il riferimento di cui 32 sono nuovi sono stati aggiunti alla fabbricazione di scoppio di combinazione in ultimo 24 ore.
A combination of the 364 and reference of which 32 they are new has been added to the fabrication of last explosion of combination in 24 hours.
Eine Kombination der 364 und Hinweis, von dem 32 sie neu sind, ist der Herstellung der letzten Explosion der Kombination in 24 Stunden hinzugefügt worden.
Une combinaison des 364 et l'indication, dont 32 ils sont nouveaux, ont été ajoutées à la fabrication de la dernière explosion de la combinaison dans 24 heures.
A combination of the 364 and the indication, of which 32 they are new, was added to the manufacture of the last explosion of the combination in 24 hours.
364의 조합및 32이 그들 새로운, 표시는 24 시간안에 조합의 마지막 폭발의 제조에 추가되었다.
The union of 364 and 32 they is new, the indication inside 24 hours was added in manufacture of last explosion of the union.
A união de 364 e de 32 que são novos, a indicação dentro de 24 horas foi adicionada na manufatura da última explosão da união.
The union of 364 and 32 that they are new, the indication inside 24-hour was added in the manufacture of the last explosion of the union.
联合364 和32, 他们新, 征兆在24 小时里面被增加在联合的最后爆炸的制造。
Unites 364 and 32, they is new, the indication is increased inside 24 hours in the union final detonation manufacture.
Une 364 y 32, son nuevos, la indicación se aumentan dentro de 24 horas en la fabricación final de la detonación de la unión.
It unites 364 and 32, are new, the indication are increased within 24 hours in the final manufacture of the detonation of the union.
Es vereinigt 364 und 32, sind, die Anzeige werden erhöht innerhalb 24 Stunden in der abschließenden Herstellung der Detonation des Anschlußes neu.

Einige zufällige Stichwörter

DexterExtreM
Erstellt am 17.6. 2003 um 17:08:01 Uhr von Dexter EM, enthält 5 Texte

Ochsenfrosch
Erstellt am 24.1. 2003 um 23:55:23 Uhr von elfboi, enthält 23 Texte

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Erstellt am 9.1. 2000 um 22:30:03 Uhr von Heynz Hyrnrysz, enthält 71 Texte

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Erstellt am 29.5. 2012 um 10:48:35 Uhr von au-a-ha, enthält 3 Texte

Judenwitze
Erstellt am 1.9. 2003 um 15:20:53 Uhr von Nike.Nemo, enthält 68 Texte


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