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® schrieb am 5.11. 2010 um 01:04:34 Uhr über

saxophonist

EkkehardJost

Ekkehard Jost (* 22. Januar 1938 in Breslau) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Baritonsaxophonist.

Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Akademischer Werdegang
2 Tätigkeit als Musiker
3 Werke
4 Weblink

Akademischer Werdegang [Bearbeiten]
Von 1953 bis 1959 absolviert Ekkehard Jost seine Schulausbildung (Realschule in Lauenburg, Gymnasium Lüneburg bis zum Abitur). 1959 beginnt er das Studium der Musikwissenschaft, Physik und Psychologie an der Universität Hamburg, das er 1965 mit der Promotion abschließt. (Titel: Akustische und psychometrische Untersuchungen an Klarinettenklängen).

Von 1966 bis 1972 ist Jost als wissenschaftlicher Assistent am Staatlichen Institut für Musikforschung Berlin tätig. 1973 habilitiert er sich mit einer Arbeit über den Free Jazz und wird als Professor für Musikwissenschaft an die Justus-Liebig-Universität Gießen berufen, wo er das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik leitete.

Seit 1968 ist Jost Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Internationalen Gesellschaft für Jazzforschung. Gemeinsam mit Albert Mangelsdorff war er im künstlerischen Beirat der Union Deutscher Jazzmusiker. Von 1980 bis 1990 war er Vorstandsmitglied und von 1989 bis 1992 Vorsitzender des Instituts für Neue Musik und Musikerziehung (Darmstadt). 2000 wurde Jost mit dem Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet.

Seine Habilitationsarbeit, die auch ins Englische und Französische übersetzt wurde, gilt als erste musikwissenschaftliche Analyse des Free Jazz. Weitere seiner Bücher beschäftigen sich mit der Sozialgeschichte des Jazz.

Jost ist wissenschaftlicher Beirat im Arbeitskreis Studium Populärer Musik.

Tätigkeit als Musiker [Bearbeiten]
Als Musiker spielte Jost mit zahlreichen Musikern des europäischen Jazz. Er leitet eigene Formationen, darunter die mit Studenten wie Herbert Hellhund gegründete Formation „Grumpff“, die gekonnt humoristisch Avantgard-Jazz mit populärer Musik und musiktheatralischen Aktionen vermischte (LPWetterau“), sowie das Freejazz-Projekt „Amman Boutz“. Seine Schallplatten und CDs erscheinen auch auf seinem eigenen Label fish music. Zurzeit ist er mit seinem Trio, Joe Bonica (Schlagzeug) und Dieter Manderscheid (Kontrabass), unterwegs.

Werke [Bearbeiten]
Free Jazz. Stilkritische Untersuchungen zum Jazz der 60er Jahre, Schott Verlag, Mainz, 1975. ISBN 3-7957-2221-7
Sozialpsychologische Faktoren der Popmusik-Rezeption, Schott Verlag, Mainz, 1976. ISBN 3-7957-1710-8
Sozialgeschichte des Jazz in den USA, Fischer Verlag, Frankfurt, 1982, Reprint Wolke Verlag, Hofheim, 1991. ISBN 3-86150-472-3 (erweiterte Neuausgabe 2001: Frankfurt 2003)
Jazzmusiker. Materialien zur Soziologie der afro-amerikanischen Musik, Ullstein Verlag, Berlin, 1982. ISBN 3-548-35129-8
Europas Jazz 1960-80, Fischer Verlag, Frankfurt, 1987. ISBN 3-596-22974-X
Weblink [Bearbeiten]
Literatur von und über Ekkehard Jost im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Josts Homepage an der Universität Gießen
Normdaten: PND: 124397190 (PICA) | LCCN: n83199787 | VIAF: 76357834 | WP-Personeninfo
Personendaten
NAME Jost, Ekkehard
KURZBESCHREIBUNG deutscher Musikwissenschaftler
GEBURTSDATUM 22. Januar 1938
GEBURTSORT Breslau
Vonhttp://de.wikipedia.org/wiki/Ekkehard_Jost“
Kategorien: Jazz-Saxophonist | Musikwissenschaftler | Jazzforscher | Hochschullehrer (Gießen) | Deutscher | Geboren 1938 | Mann


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