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Wenn man nicht arbeitet, und auch sonst keinerlei Einkünfte hat, bekommt man vom Staat im Jahre 2014 ca. 700 € - der Betrag schwankt regional. Dies entspricht einem Arbeitseinkommen von ca. 1000 €. Das ergibt sich aus der Berechnung des ALG I: 30% werden vom Nettolohn als Berechnungsgrundlage des ALG I abgezogen. Es sind die Kosten, die durch die Arbeit verursacht werden - Ausgaben, die man nur durch die Arbeit hat: vor allem die Wegekosten - der Weg von und zur Arbeit, erhöhte Verpflegungskosten, Mehrausgaben für Kleidung und dergleichen mehr. Wenn man nicht arbeitet, fallen all diese Kosten ja weg, sagt der Gesetzgeber. Folglich ist jede Arbeit, bei der man weniger als 1000€ netto verdient - Selbstausbeutung. Denn der Arbeitnehmer erhält dann nur soviel, was er auch ohne Arbeit bekommen würde. Erst ab einem Nettolohn von über 1000 € verdient man effektiv. Um also den Nettolohn effektiv berechnen zu können, muß man jene 1000 €, die man - rechnerisch - auch ohne Arbeit erzielen würde, davon wieder abziehen. Jemand, der 2000 € im Monat netto verdient, erzielt also tatsächlich mit seiner Arbeit nur 1000 € monatlich mehr, als wenn er nicht arbeiten würde. Und das ist nur eine sehr oberflächliche Rechnung, weil die veranlagte Steuerbelastung für ein Einkommen von €2000 € noch garnicht berücksichtig ist, sondern nur die Vorauszahlungen. Jemand, der also 2000€ netto verdient, hat bei 160 h im Monat (Vollzeit) einen Effektivlohn von 2000 minus 1000 durch 160 istgleich 6,25 € pro Stunde. Man sollte sich wirklich mal die Frage vorlegen: lohnt sich das ?
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