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Ugullugu, am 14.12. 2002 um 20:05:00 Uhr
Skeletor

Es ist komisch, daß einem die Bösewichte in einer Geschichte immer symphatischer sind als die Helden. Eigentlich müßten die Macher beispielsweise von Hörspielen doch auf diese Tatsache reagieren, man könnte sich zum Beispiel über achtzig Prozent der Laufzeit mit dem Treiben des Bösewichts beschäftigen, diesen mit viel mehr Eigenschaften ausstatten, ab und zu ein paar rührende, menschliche Seiten aufzeigen...Und vor allem muß der Bösewicht am Schluß doch nicht immer gar so vernichtend in den Staub getreten werden! Vor allem Skeletor tut mir immer leid. Er könnte vielleicht auch mal einen Sieg gegen die Guten davontragen. Hm. Nein, das wäre ein ganz beschissener Bösewicht. Eigentlich ist er dann ja der Held, und somit wieder unsympathisch. Ach, die armen Bösewichte. Ihre Rolle wird ihnen aufgezwungen.
Sie könnten sich ja mal emanzipieren und so eine Straßendemo machen; da stehen dann Fetz Braun, Fantomas und Dr. Mabuse mit Plakaten rum, auf denen Dinge stehen wie »ICH BIN EIN BÖSEWICHT, UND DAS IST GUT SO!«, Dr. No feuert die Demonstranten an, in Fernsehtalkshows beichtet Blofeld unter Tränen, daß er eigentlich eine Katzenallergie hat und Katzen sowieso und schon immer haßt. Als Gastredner für diese Veranstaltung wäre bestimmt Klaus Kinski zu gewinnen.


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