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Dragan schrieb am 5.2. 1999 um 21:56:17 Uhr über

Buch

Das Buch ist sicher das Medium, welches dem Menschen am fremdesten ist, beziehungsweise, ihm am wenigsten entspricht.

Bücher sind vollgestopft mit Buchstaben, abstrakten Zeichen, die der Reihe nach aufgenommen werden müssen. Es gibt keine andere Richtung als vom Anfang bis zum Ende. Wenn man das Buch scheiße findet, weil der Autor irgend einen Quatsch geschrieben hat (beispielsweise vom Untergang des Abendlandes durch Comics oder dem Internet), dann ist er nicht einmal greifbar, so daß man ihm die Meinung sagen kann. Stattdessen sitzt er irgendwo in seiner Literatenstube mit einer Schreibmaschine aus den 20ern (schließlich ist er ja ein guter Autor) und findet sich toll, weil er ganz prima nach der abendländischen Logik argumentiert hat und deswegen nicht angreifbar ist.

Das Buch gibt es schon ziemlich lange, und die Menschen sind davon im Übermaß geprägt worden. Sie haben eine Zeitvorstellung entwickelt, die der des Buches entspricht (eines nach dem anderen), eine Kausalitätsvorstellung, die der des Buches entspricht (Ursache-Wirkung), und auch eine Vorstellung von Wahrheit (nach der nicht/und/oder-Logik, nach welcher ein linearer Text bewertet wird).

Mit anderen Worten: Das mit dem Buch war schon ganz gut ausgedacht, aber langsam geht es einem schon auf den Geist.


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