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Basti2@t-online.de schrieb am 16.6. 2001 um 16:50:35 Uhr über

Droge

Arbeit ist genauso eine Droge, wie Alkohol und Zigaretten es sind. Man sollte immer ein wenig nachdenken, bevor man das Wort Drogen benutzt. Vieles, was wir im Alltag tun oder konsumieren hat den Charakter einer Droge, ohne daß uns dies bewußt ist. Dabei haben Drogen eigentlich immer diesselben Eigenschaften: Sie bringen uns in einen Zustand des Glückes (Rauschzustand), dessen Erlebnis uns so bewegt, daß unser Verstand teilweise abgeschaltet wird. Dadurch erwächst in uns das unvernünftige Bedürfnis, den Rauschzustand immer wieder, immer öfter und immer intensiver zu erleben. Und schon sind wir bei der Abhängigkeit. Wohlgemerkt müssen diese Rauschzustände nicht immer irgendwelche tollen Halluzinationen sein. Es reicht auch schon die kleine Befriedigung zwischendurch. (z.B. Zigarette, Essen). Genaugenommen ist alles, was wir aufgrund von Hunger und Durst zu uns nehmen Droge. Denn wir befriedigen uns damit. Man könnte zu dem Schluß kommen, daß das körperliche Leben überhaupt ein Leben der Abhängigkeit ist. Denn solange wir einen Körper haben, haben wir Begierden und Triebe, die wir befriedigen wollen. Wären wir reine Vernunftmenschen, wie das etwa Kant fordert, dann müssten wir körperlos sein und in einem leeren, schwarzen Raum schweben.


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