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hingerichteter Graf schrieb am 8.12. 2018 um 10:15:37 Uhr über

Philosophen

Es gab und gibt die Auffassung, dass die wahre Leistung der Philosophen nicht in ihrer intellektuellen Produktion, sondern in ihrem Leben besteht.
Die Philosophen sind also keine Bienen, sondern Blumen, deren Blüten man sammelt und ausstellt.

Nietzsche hatte da eine eigene, interessante Auffassung von der Philosophie als einer Rache an der Wirklichkeit. Damit bezog er sich auf den Idealismus, der fast überall vorherrschte. Erst in jüngerer Zeit wird materialismus u. Atheismus normal unter den Philosophen. Beides Konzepte, die diese Leutchen wesentlich mitentwickelt haben. Übrigens sowohl im Abendland als auch außerhalb. Der Monotheismus scheint dazu zu reizen. Man findet im Ganzen Altertum kaum einen echten Atheisten. Weder Epikur, noch Sokrates leugneten die Existenz von Göttern.
Die einzigen Beiden, die mir einfallen, sind Sextus Empiricus und Anaxagoras (falls ich das nicht falsch zuordne) - sonst, egal ob sie ein gottgleichgültiges Leben im Streben nach Lust führten oder ein innerer Dämon sie zur Erkenntnis der wahren Ideen trieb: Diese Leute waren alles »Gläubige« in dem Sinne, dass sie die Existenz eines Gottes annahmen. Man muss zwischen Philosoph u. Freidenker (Libertin, Freigeist) unterscheiden.

Man muss dazu sagen, dass bis ins 18. Jahrhundert hinein ein Atheisten bestraft werden konnte. Eine offizielle atheistische Philosophie hätte damals also nur Idioten und Leute, die sich opfern wollen, ansprechen können.


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