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Die Leiche, am 29.5. 2011 um 07:19:44 Uhr
Schömberg

Schömberg war von dem Gespräch mit seinem Sohn erschöpft und verwirrt zurückgeblieben. Er wußte nun erst recht nicht mehr, was das für eine Beziehung sein sollte zwischen ihm und seinem Sohn Lars. Im Grunde war es die erste wirkliche Beziehung der beiden zueinander - gegründet auf rumschwulen, kiffen und Kriminalität. Früher, in dem Einfamilienhaus in der Einfamilienhaussiedlung war das eher so eine Art Zweckgemeinschaft gewesen - etwas, was Schömberg über sich ergehen lies wie die »meetings« in der Bank, die Fortbildungsveranstaltungen. Familie eben, wie man sie so hat. Zu seinen Kunden in der Bank, zu seinen Kollegen hatte er ein innigeres Verhältnis gehabt, als zu seiner Frau und seinen beiden Kindern. Als Schömbergs Sohn Lars in die Pubertät kam, begann Schömbergs Erkrankung, so daß die Distanz zwischen Schömberg und seiner Familie immer größer geworden war. Schömberg war jedenfalls heilfroh, sich am Morgen nach diesem Gespräch zwischen Vater und Sohn in seinen Campingbus setzen , und einfach erstmal wegfahren zu können, irgendwohin in die Felder. Dort würde er sich eine Kanne Tee kochen und den Wolken zuschauen, wie sie über den Himmel ziehen. Das, so hofte Schömberg, würde ihm helfen, in seinem Kopf wieder etwas Ordnung zu machen.


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