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wuming schrieb am 5.5. 2007 um 22:55:24 Uhr über

musiker


Peter Brötzmanns mit Bassklarinette
Peter Brötzmann mit TárogatóPeter Brötzmann (* 6. März 1941 in Remscheid) ist ein deutscher Jazzmusiker mit hoher Bedeutung für den europäischen Free Jazz.

Er ist - aus der Fluxusbewegung kommend - ein experimentierfreudiger Saxophonist, der gelegentlich auch Klarinette sowie Tárogató spielt. Insbesonders das Basssaxophon - ein ansonsten selten eingesetztes Instrument - bekam durch ihn eine neue Wertigkeit im Jazz. Für Brötzmanns markante und sehr energetische Spielweise ist in Free Jazz-Zirkeln der Begriff »brötzen« entstanden. Seine Schallplatte Machine Gun gilt für die Freunde des Free Jazz als eines der provozierendsten Werke der modernen Jazzgeschichte Europas. Brötzmann ist einer der Gründer des Plattenlabels Free Music Production in Berlin.

1986 wurde er neben Sonny Sharrock und Ronald Shannon Jackson Mitglied von Bill Laswells Jazznoisegruppe Last Exit, mit der er mehrere Alben einspielte. Seit dieser Zeit, vor allem in den 90er Jahren, gewann Brötzmann überraschend große Popularität in den USA.

Mit Ken Vandermark (sax, cl) aus Chicago und dem Schweden Mats Gustafsson (sax) als Kerngruppe seines Chicago Tentetts spielt er seit 2002 im Generationen übergreifenden Trio Sonore. Im Jahr 2006 formiert sich Brötzmann mit Michael Wertmüller (dr) und Marino Pliakas (b) zu einem Trio.

Peter Brötzmanns Sohn, Caspar Brötzmann, ist ebenfalls Musiker. Im Rahmen einer Live-Aufnahme des Peter Brötzmann Tentet in Wuppertal, 1992, wirkt Caspar als ein Zehntel des Line-Ups mit. Peter und Caspar spielten ebenfalls gemeinsam das Album Last Home ein.

Werke (Auswahl):

Machine Gun (1968, mit Willem Breuker, Evan Parker, Fred Van Hove, Peter Kowald, Buschi Niebergall, Han Bennink, Sven-Åke Johansson)
The End (1971, mit Van Hove, Bennink sowie Albert Mangelsdorff)
Brötzmann/Van Hove/Bennink (1973)
3 Points and a Mountain... Plus (1979, mit Misha Mengelberg und Bennink)
Opened, but hardly touched (1980; mit Harry Miller und Louis Moholo)
Low Life (1987, mit Bill Laswell)
Réservé (1988, mit Barre Phillips und Günter Sommer)
Little Birds Have Fast Hearts (1997, mit Toshinoro Kondo, William Parker und Hamid Drake)
Be music, night (2004, mit dem Chicago Tentet)

Weblinks [Bearbeiten]Literatur von und über Peter Brötzmann im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Umfangreiche Diskografie inkl. Fotografien, Audio-Samples etc. auf »European Free Improvisation Pages«
FMP Projekte und Veröffentlichungen
Fotos Peter Brötzmann Chicago Tentet 2006


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