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Auch wenn es nicht immer leicht ist, mit einer Mutter wie der meinen, ist es doch schlimmer ohne.
Ich habe schliesslich nur eine, und je mehr ich versucht habe, eine Ersatzmama zu finden, desto mehr wurde mir schliesslich bewusst, was ich doch an meiner eigenen habe.
Und je älter sich werde desto eher verstehe ich, dass ihre Erziehung, die ich früher als pure Schikane erlebt habe, eigentlich nur gut gemeint war.
Mich vor der Schule abzuholen, und mich an der Straße an die Hand zu nehmen, so dass meine Freunde mich regelmäßig hänselten. Zur Pause in meine Klasse zu stürmen, ich hätte mein/en Hagebuttentee / Turnbeutel / Pausenprot vergessen, während ich auf meinem Platz vor Scham beinahe im Boden versunken bin.
Trotz aller Fürsorge was Essen, (Vollkornkost und viel Obst und Gemüse) Trinken, (ohne Zucker und gesund) und Schule (stundenlanges pauken des einmaleins mit Karteikarten, bis es mir zum Hals heraus hing) anging, hat sie mir niemals richtig zugehört. Und wusste nie was mich bewegt, und welchen Kummer ich habe.
Vielleicht ist es auch vielmehr meine Schuld, ich hätte meine Mutter vielleicht nicht als naive Frau ansehen sollen, die mir meine Freunde vergrault, in meinen Sachen herumschnüffelt, und immer Vaters Meinung war.
Ich hätte mich ihr vielleicht anvertrauen können. Vielleicht wäre alles anders gekommen, hätte ich mich bemüht ein lieberes Kind zu sein.
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