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Habe gestern alles vorbereitet, indem ich frische Bettwäsche bereitlegte, Handtücher, auch Kleidung für den nächsten Tag. Dann ging ich los, um meinen Donnerstagsbuben am Hauptbahnhof abzuholen.
Da stieg er die Waggon-Stufen herab und fiel in meine Arme und warf mich um fast, indem er den schweren Rucksack auf dem Rücken trug. Er hatte bereits per Funk veranlasst, dass er, zusammen mit einer Schulkameradin und mir mit Auto nach Hause gefahren wurde. Ich saß vorne, und während zunächst die Richtung Rennweg eingeschlagen wurde, blickte ich manchmal nach hinten, wo beide ganz stumm und erschöpft nebeneinander saßen. Adrian schaute mich ernst, fast böse an, so erschien es mir. Am Rennweg angekommen, holte er den Rucksack aus dem Kofferraum hervor und bedankte sich bei der Fahrerin höflich, aber reserviert, was sonst nicht seine Art ist.
Im Aufzug, wir haben im Rennweg diesen altmodischen holzgetäfelten Aufzug mit Außen- und Innentür, dort endlich umarmte er mich und flüsterte: wenn du wüßtest! In der Wohnung angekommen, warf er den Rucksack zu Boden, umarmte kurz und heftig die Gerda, und verschwand in unserem Zimmer. Schließ ab! sagte er, nachdem ich ihm gefolgt war. Die ganze Zeit habe er nicht können, gestand er mir, und jetzt war es endlich soweit. Wie er gleich danach zu den dümmsten Scherzen aufgelegt war und aus dem Erzählen nicht mehr herauskam, während des Ankleidens zuerst, danach beim Abendmahl mit Gerda am Küchentisch.
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