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Rassismus war eines der großen Übel der Menschheitsgeschichte. Dass wir endlich sichtbare Fortschritte machen, ihn zu überwinden, ist ein wichtiger Erfolg, auch wenn es naiv wäre anzunehmen, wir wären bald am Ziel.
Irgendwelche Gutmenschen reißen nun das Maul auf und lassen uns wissen, es gebe keine menschlichen Rassen. Vordergründig ist das nicht nur falsch. Denn der Rassebegriff ist vereinfachend, und man kann darüber streiten, ob diese Vereinfachung verfälschende Vereinfachung ist. Fakt und wissenschaftlich anerkannt ist, dass es weltweit sich unterscheidende Populationen gibt, die genetische Muster aufweisen, die verschiedene typische Hautfarben, Gesichtsproportionen, Schädelformen, Haarstruktur und Körperbau ausbilden. Es ist gar nicht kompliziert. Es ist nur ein wenig komplexer als die traditionelle und auch heute noch gewohnte Einteilung in menschliche Rassen. (Der Mensch neigt allgemein dazu, in Kategorien zu denken. Mehr oder weniger verfälschende Vereinfachung liegt in unserer Natur.)
Ist es falsch (wenn ja, warum?), genetisch homogene Populationen, die in konkreten Regionen beheimatet sind, als menschliche Rassen zu bezeichnen? Ist es rassistisch, diese Frage zu stellen? Wie kann es rassistisch sein, wenn es doch gar keine menschlichen Rassen gibt?
Mir fehlt in der Diskussion die sprachliche Logik und Konsistenz.
Und ich frage mich, inwieweit all diese sprachlichen und begrifflichen Verrenkungen betroffenen Menschen helfen - zum Beispiel einem dunkelhäutigen Fußballer, der in einem Stadion in einschlägiger Weise verbal und gestisch angefeindet wird.
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