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Selbstabhärtung
Als Kind der „Lederhosengeneration“ war ich ein Weichei. Ich musste es sein, weil ich nach einer lebensgefährlichen Krankheit auf Rat von Ärzten geschont wurde. Nur bei sehr warmen Wetter durfte ich Lederhosen tragen.
Viele Jungen – auch aus bürgerlichen Familien – bekamen Hiebe mit dem Rohrstock vom Vater, wenn sie etwas ausgefressen hatten. Ich bekam höchstens eine Ohrfeige, dafür aber Moralpredigten und Taschengeldentzug.
Erst als ich 15 war, zog ich die Lederhosen an wann ich wollte, ignorierte Mutter. Was blieb – ein psyches Trauma.
Als junger Ingeneur war ich in der Forschung eines Konzerns angestellt. Wenn ich einen Vorschlag zur Optimierung eines Verfahrens machte, ging mein Chef nicht darauf ein. Ich schwieg statt zu bitten es zu versuchen – ich war noch ein Weichei – und das wollte ich nicht sein.
Ich wurde Mitglied im Alpenverein. Buchte geführte Touren zum Skibergsteigen – mit Skiern bis zu einem Sattel, zu Fuß zum Gipfel
Der erste Skiberg steiger urlaub missglückte – das Wetter war sehr schlecht, meine Ausrüstung unzureichend und der Führer taugte nicht, Dennoch buchte ich im nächsten Jahr wieder. Ich kam zu einer Gruppe mit zwei Bergführern, Brüder aus dem Ötztal. Ich hielt sie zunächst als Vater und Sohn. Der ältere betreute die Senioren der Gruppe und mich als Anfänger,
Von Jahr zu Jahr wuchs mein Selbstvertrauen und ich schloss lebenslange Freundschaften und setzte mich im Beruf durch.
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