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KRIEG GEGEN GEWISSE DROGEN
Nach gängiger Rhetorik ist die Regierung der Vereinigten Staaten in einem Krieg gegen Drogen engagiert. Pharmakologische Konspirologen halten diese Ausdruckeweise für bewußt irreführend: Sie brauchten nur aus ihrem Haus rauszugehen, sagen sie, und schon sehen sie mindestens einen Laden, der ganz frech damit wirbt, dass er DROGEN verkauft (Drogerie, Drugstore), und in diesem Laden gibt es tatsächlich Hunderte verschiedener Drogen. In der Nähe ist dann ein Tabakgeschäft, dort gibt es Zigaretten, die Nikotin enthalten, eine Droge, die weitaus süchtiger macht als Heroin (laut Generalstabsarzt C. Everett Koop), dann der Supermarkt, in dem jedermann zig Varianten von c²H³OH kaufen kann, ein süchtig machendes Narkotikum und Betäubungsmittel in flüssiger Form, das laut Statistik in hohem Maße die Ursache von Gewaltverbrechen, Frauen und Kindesmißhandlungen und Scheidungen ist.
Man kann also nicht sagen, daß die US-Regierung alle Drogen bekämpft; sie bekämpft nur einige oder bestimmte Drogen. Die Regierung versichert, daß die Drogen auf der Tabuliste die Schlimmsten sind, Kritiker meinen jedoch, daß es sich dabei nur um Drogen handelt, die
a) billig und effektiv sind, wie etwa Heilkräuter und/oder
b) nicht leicht zu monopolisieren sind, wie zum Beispiel Marihuana oder
c) besser sind als teure Drogen, die von den gigantischen Pharmakonzernen hergestellt werden, welche wiederum beide politischen Parteien finanziell unterstützen. Im Grunde hängt es davon ab, ob man dem zynischen amerikanischen Sprichwort Glauben schenken will: »Gesetze sind wie Wurstwaren: Man hat viel mehr Respekt vor ihnen, solange man nicht weiß, wie sie gemacht werden.«
zitiert nach: Robert Anton Wilson: »Das Lexikon der Verschwörungstheorien«, Eichborn, 2000
ISBN 3-8218-1595-7
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