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jetzt ist zeit für den brief von mae.
behan zieht ihn aus der hosentasche, wo er ihn schon tagelang herumgetragen hat, voller vorfreude.
behutsam öffnet er den briefumschlag und liest:
bern, regenwetter und triest.
ich habe heute gehanft. das da ist für dich, grosser.
ich knuddel mein traumfresserlein. es hat so einen hu, grausam wirkenden riesengrossen gefrässigen mund.
und so dicke fäustlinge, weil es immer in den händen friert.
und so feste schuhe, weil auch immer an den füssen friert.
und einen ganz stacheligen körper, der nur bauch ist. so dicke, abgerundete biegsame stacheln, die auch ganz lieb zum knuddeln sind.
ich brauch mein traumfresserlein, und ich hab es liebt, auch wenn es ganz komisch aussieht und eigentlich hässlich ist.
aber es fühlt sich gut an und es ist immer für mich da und das tollste ist, es isst alle meine bösen träume weg.
es isst nämlich nur böse träume, das traumfresserlein.
alles will es, das ich ihm erzähle, jedes klitzekleine futzelchen von einem bösen traum, wenn ich einen geträumt habe.
dann sieht es mich an und die augen werden immer grösser. mehr, sagt es, mehr.
erzähl mir alles, hm, ist das gut. und es reibt sich über den bauch und schmatzt behaglich mit dem grossen mund und dann ist mein böser traum ganz ratzeputz weggegessen.
ganz weggegessen der böse traum und es ist wieder platz für schöne träume und für liebe.
ja.
behan schliesst die augen.
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