Einige überdurchschnittlich positiv bewertete
Assoziationen zu »Erdhausbau«
max mustermann schrieb am 1.12. 2007 um 23:29:09 Uhr zu
Bewertung: 3 Punkt(e)
behan ist behan. soviel ist sicher, das weiß er. besser gesagt, soviel ist ihm geblieben. oder ist er jetzt so frei, behan zu sein und sonst nichts. wenigstens er selbst, und nicht ein anderer. er selbst. vielleicht ist ihm auch sein selbst ein wenig abhanden gekommen in den letzten jahren. und darum ist alles andere von ihm almählich gegangen, fort ins nichts. alles andere als er selbst, vielmehr das, was von seinem selbst noch geblieben ist. damit er wieder mehr selbst sein konnte. er. behan. sein eigener name. sein eigener körper. sein eigenes leben. die musik ist ihm noch geblieben. die musik. nicht daß es davon mehr leben kann als so ein dahinexistieren, vielleicht eine unglückliche liebe, seine liebe zur musik. aber die einzige liebe, die er in seinem leben gefunden hat, oder hat sie ihn entdeckt. ja, eine unglückliche liebe, weil sie seine erwartungen nicht erfüllt hat. er weiß es nicht, ob er selbst immer zu ungenügend gewesen ist für diese liebe oder ob einfach seine erwartungen zu hoch gesteckt waren und immer noch sind.
aber auch wenn es eine unglückliche liebe ist, geworden ist, wenigstens ist es eine verlässliche. und so war er nicht alleine. nicht ganz. nicht...ganz.
behan schrieb am 30.9. 2007 um 06:41:05 Uhr zu
Bewertung: 2 Punkt(e)
Bedan stand an der Bim-Station und wartete wie die anderen auf die nächste Bim.
Er war noch ziemlich beieinander von der Party gestern. Das war aber auch ärgstens gewesen. Eigentlich war er plakatieren gegangen wie jeden Abend sonst auch. Auf diese Art kam er ein wenig unter die Leute, auch wenn er eigentlich kein Geld hatte und ohne Geld ist es recht langweilig in der Stadt.
Die Location gestern war neu gewesen für ihn, die Menge Leute die dort waren und der Trubel hatten ihn angezogen wie ein Magnet das Eisen.
Dann an der Türe gestern:
»Kostet 10 Euro Eintritt«
»Aber ich habe kein Geld und ich will auch bloß ein Plakat aufhängen.«
»Zeig mal was das für ein Plakat ist«
»Für die Hausbesetzer-Soli von den Punks«
»Ist gut, komm rein, dann gehst du aber wieder«
»Ist aber viel los bei euch heute, was ist das ?«
»Queer-Party, wennst dich auch queer anziehst, brauchs keinen Eintritt zu bezahlen. Klamotten gibts hinten jede Menge.«
»Echt? Das mach ich, das ist super!«
»Ist gut. Mach mal. Viel Spaß. ...Der Typ kann rein, zeigt ihm die Klamotten!«
So war das Gespräch vor der Tür gewesen. Wirklich, da war die Post abgegangen bei der Party. So fett war er schon lange nicht gewesen. Schlecht war ihm ausnahmsweise nicht, aber irgendwie war das Hirn noch vernebelt und er kannte sich nicht so genau aus, war er überhaupt auf der richtigen Station. Er sah um sich, immer noch in den Klamotten von der Party, wallender roter Daftrock, Struppige Felljacke, seine Schuhe hatte er irgendwo gelassen.
Einer der Wartenden starrte ihn böse an, jetzt erst fiel es ihm richtig auf. So ein kleiner in abgewetztem schäbigem Billiganzug und mit Schnurrbart, griesgrämiges Gesicht. Starrte nur böse und sagte kein Wort. So ging das aber nicht. Behan war richtig unangenehm berührt von so einem wortlosen mißbilligendem Anstarren. Er ging auf den Mann zu.
»Entschuldigen Sie, sie haben da einen Fleck auf dem Gewand«
Behan hob eine Hand und berührte beinahe den Anzug des Griesgrams.
»Da, einen Fleck, wie sieht das aus, igitt. Warten sie, ich helfe Ihnen«
Der Typ hüpfte einen Schritt zur Seite und hob abwehrend die Hände.
»Bleiben sie mir vom Leibe«
Beham brüllte laut:
»Ich wollte ihnen doch nur helfen!«
Einige der umstehenden Wartenden schmunzelten.
Die Bim kam, Beham stieg ein und setzte sich. Nach Hause, schlafen und sonst nichts.
tullipan schrieb am 14.4. 2009 um 15:59:27 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
die sonne geht auf.
das licht der strassenlaternen, die über den zaun leuchten, der das grundstück von der strasse abtrennt, verlischt langsam.
dann werden sie entgültig abgeschaltet.
als die sonne voll auf behans gesicht scheint, kräuselt sich seine nase.
ein paarmal rollt er ein wenig hin und her.
mit einer hand greift er sich an die brust, und er öffnet die augen.
behan rollt vollständig auf den bauch und hebt sich auf beiden armen hoch.
mit einem lauten seufzen lässt er sich wieder zurückfallen.
beide arme streckt er aus als wollte er die welt umarmen.
so bleibt behan noch einige zeit liegen.
mit kleinen bewegungen der hände streichelt er dabei das wiesengras.
dann reckt er sich noch, richtet sich auf die knie und rubbelt das gesicht, von den augenbrauen beginnend über den hinterkopf bis er schlussendlich an den ohrläppchen anlangt.
als er sanft seine beiden ohren massiert, kommt ein freudiges lächeln in sein gesicht.
er brummt zufrieden.
das war ein schöner traum, denkt behan. auch wenn es ein traum ist und sonst nichts, zu etwas schönem sage ich nie nein.
was bleibt mir denn schon viel als träumen.
auto habe ich nicht und will ich nicht einmal, besoffen sein und im wirtshaus herumplärren macht mir keinen spass.
dumme frauen beeindrucken mit grossem gelaber befriedigt mich nicht.
und durchgeknallte frauen will ich nicht einmal mehr ein wenig kennenlernen, das ist es ja was mir geblieben ist.
mein leben ist ein jammertal, wenn ich die wirklichkeit betrachte. also habt mich gern.
behan steht vollständig auf und reckt beide arme hoch, ganz hoch.
zeit wirds für das kompostklo.
heute maile ich den pächter an.
ach ja, und die frau mit den trommelreisen, telefonieren, das kostet mir wieder. typisch frau.
hauptsache es kostet was. na ja, einmal rufe ich an, und dann nie wieder. wenn sie es nicht so will, ich mach das tipi auch alleine.
behan langt in die tasche seiner hose nach dem tabak. erstmal eine rauchen und ein guter schluck portwein.
das wetter ist heute wieder superprächtig.
und ich habe alles. ätsch, ich brauch kein auto mistblechplastikkistenfickgefährt. und auch keine mietfickwohnungteuerkostenanstalt.
haha.
er lacht leise in sich hinein.
elfensex ist für mich sexy elfen. sexy elfen sexen elfy. riddim di riddim da.
tullipan schrieb am 30.4. 2009 um 06:31:09 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
so gross ist der raum der zeit, dass sie stille zu stehen scheint. behans augenlider flattern. er keucht, als täte sich die luft aus seinen lungen rausquetschen vor angst.
tief hebt und senkt sich sein brustkorb.
weiter und noch weiter führt ihn sein traum. schöne menschen winken ihm zu, versuchen ihm die hände zu reichen, aus lautlosen mündern rufen sie ihm worte zu, die er nicht hören kann. sein traumohr kann nicht hören.
seine beiden hände langen in den schritt und er rollt sich zusammen, die knie angezogen.
das gesicht einer schönen frau kommt näher und näher bis er nur noch augen sieht, augen, die ihn anblicken voller sanftheit.
sein atem beruhigt sich. langsam öffnet sich sein körper wieder.
sein traumohr öffnet sich und er hört kinderlachen und vogelzwitschern.
im traum fühlt er sich schwerelos werden und zu schweben bis er mitten in den blättern eines baumes ist, die ihn umgeben. langsam schwebt er nach oben, an den blättern des traumbaums entlang.
sein körper schiebt die blätter zur seite auf dem weg nach oben doch er spürt nicht ihre berührung.
plötzlich ist in einem anderen raum, rosiges schummriges licht umgibt ihn und sein körper ist nicht mehr da, nur noch dieser langsam pulsierende raum um ihn.
dieser raum wird grösser und grösser nach allen seiten und behan träumt, dass er seinen körper entstehen sieht und vergehen und wieder entstehen und wieder vergehen.
durch die fenster ist der beginnende morgen zu sehen.
im schlaf umklammert behan mit einer hand den holzknüppel, den er vor dem schlafengehen immer neben sich legt.
wieder sieht er die augen diesen sanften blick aus dem traumgesicht einer wunderschönen frau, die ihn forschend zu betrachten scheint.
er scheint in diese augen zu fallen, die gross werden und immer grösser, bis das ganze universum aus dem blick dieser augen besteht.
der traum vergeht.
behan schläft tief und fest.
tullipan schrieb am 3.3. 2009 um 13:23:27 Uhr zu
Bewertung: 1 Punkt(e)
Mußstampfer
Bezeichnung für nicht ganz schlanke Frauenbeine.
elendige verdammte scheiß schwulitäten
was hat er da gesagt. behan greift sich unwillkürlich an seinen schritt.
rundherum an den tischen verstummten die gespräche der anwesenden leute für eine kurze zeit und klangen zögernd wieder an.
behan lächelt nervös.
was hat die dozentin für feminismus eben gesagt, murmelte er halblaut in die runde.
einige frauengesichter sahen ihn mit angestrengten minen und wilden blicken an.
er nestelt an seiner seminarkarte.
noch drei tage, und schlimmer noch, drei nächte.
seine handflächen fangen an zu schwitzen. jetzt geht das schon wieder los.
gestern erst brauchte er sozialdienst, weil er beim aufstehen vom kaffeetisch über eine gebrauchte spritze stolperte.
wieso hat er nicht genau geschaut, bevor er sich an diesen tisch gesetzt hat.
gebrauchtes spritzbesteck ist ein ausschließungsgrund.
falls nicht unverzüglich medizinische betreuung in anspruch genommen wird. freiwillig natürlich.
das leben ist ein jammertal, denkt sich behan. wer macht das schon freiwillig und bezahlt auch noch dafür.
langeweile macht sich in seinem inneren breit. er möchte in den ruheraum, schlafen, sonst nichts. auf keinen fall will behan wieder die nerven verlieren müssen,, weil ihn irgendsoeine von den schwulen da auf dem seminartrip angrapscht, während er schläft und dann sich noch in aller herzlichkeit dazusetzen und einen kleinen flirt anfangen.
igitt. er braucht eine zigarette.
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