Anzahl Assoziationen zu diesem Stichwort (einige Beispiele folgen unten) 101, davon 101 (100,00%) mit einer Bewertung über dem eingestellten Schwellwert (-3) und 25 positiv bewertete (24,75%)
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Der erste Text am 20.9. 2007 um 14:01:08 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau
Der neuste Text am 15.2. 2011 um 13:01:15 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau
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am 26.4. 2009 um 03:56:54 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau

am 9.4. 2009 um 03:26:20 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau

am 26.2. 2009 um 05:17:47 Uhr schrieb
tullipan über Erdhausbau

Einige überdurchschnittlich positiv bewertete

Assoziationen zu »Erdhausbau«

tullipan schrieb am 2.6. 2009 um 16:00:57 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 3 Punkt(e)

behan möchte nichts als schlafen, da, wo er ist.
nichts träumen müssen, nichts denken müssen.
einfach bloß schlafen, den ganzen tag und die ganze nacht durchschlafen.
ich habe genug, murmelt er für sich selbst.
echt genug von nichts.
ich habe keine kraft mehr. ich will nicht mehr.
von nichts.
nichts.
wollen tut bloß weh.
ich mag nicht mehr.
ist es schön da wo ich bin oder ist es hässlich.
ich kann es nicht sagen.
wer bin ich.
was tu ich da.
ich will nicht mehr.
alles ist langweilig.
schlafen ist auch langweilig.
verliebt sein in einen traum ist langweilig.
ich bin langweilig.
sogar mehr als langweilig.
ich bin ...
behan sieht bilder vor seinen geschlossenen augen.
bilder, die sich abspulen wie ein film.

tullipan schrieb am 11.5. 2009 um 16:43:05 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 2 Punkt(e)

erst einmal pflückt er sich wie jeden tag eine handvoll spinatblätter, vor allem die löchrigen, schon von den schnecken angefressenen.
behan setzt sich an den grob zusammengetischlerten holztisch beim nussbaum.
lustlos kaut er an den margarinebroten, die er sich gestern im obdachlosentageszentrum gestrichen hat, beisst ab und zu an den spinatblättern ab.
eine handvoll saftiges grün, jeden tag morgens und abends.
dazu trinkt er wasser, das er mit dem kanister vom dem trinkbrunnen aus dem nächsten park geholt hat.
bis die brunnenanlage da trinkwasser gibt, das wird noch dauern, denkt er.
behan blickt nach der sonne.
es ist ein heisser, wolkenloser frühsommertag.
könnte schon mittag sein, eher ein wenig darüber, überlegt er.
der traum beschäftigt ihn noch immer.
trostlosigkeit befällt ihn.
mit einer hand streichelt er über seinen körper, die nackte haut an den oberarmen, über sein gesicht.
er fährt unter sein leiberl und streicht leicht über den bauch, die brustwarzen, kreist um seinen bauchnabel.
na ja, sagt er sich. mich selber streicheln finde ich nicht so toll.
ihm fällt die beziehungstherapeutische sitzung mit seiner kranken ehemaligen freundin ein. na ja, freundin. sexpartnerin, freundin.
eigentlich weiss ich es nicht mehr.
ihr locker dahingesagtes reden, na, wenn mir mein partner keinen sex mehr geben täte, würde ich halt masturbieren.
bei ihr klang das so, wie wenn ein superreicher sagt, na, wenn ich kein geld hätte, täte ich mich halt schon irgendwie behelfen können.
fällt eher unter die kategorie lässige sprüche.
behan spürt den vertrauten zorn in sich aufsteigen.
er legt das angebissene brot zur seite und greift nach dem tabak.
mir schmeckts nicht mehr, mal eine rauchen.
zum erdaufhacken habe ich auch keine lust, ist eh schon viel zu heiss.
verdammter mist, dass ich den rucksack mit der saxflöte verloren habe.
wieso bekomme ich nie meine sachen zurück, wenn ich was verliere.
behan möchte jetzt gerne sax spielen, das spürt er.
sich abreagieren, alles herausschreien in tönen, sprudelnden klangkaskaden, und wieder sanfte, sachte klangmelodien aus dem rohr herauslocken.
die saxflöte fehlt mir wirklich.
behan seufzt. dann grummelt er.
irgendwie, denkt er, kann ich mir selbst was bauen.
ein rohrblatt, eine flöte oder ein horn.
ein paar schnüre, mehr braucht es nicht.
bis ich wieder geld bekomme, das dauert noch über ein monat.
vorher gehe ich nicht zu meinem musikhändler.
und dann will ich das grosse saxophon, wenigstens anzahlen.
auch wenns fast zwei monate lebensbedarf kostet.
ich will es sehen, ich will es anfassen, zerlegen bis ins kleinste schräubchen, putzen, pflegen, polieren bis es golden glänzt. und wissen, das es bald vollständig mir gehört.
das grosse saxophon.
die zigarette ist ausgegangen in seiner hand, achtlos wirft behan den kalten stummel zu boden.
den klaube ich später auf.
er spürt wieder appetit und trinkt erstmal noch ein häferl wasser.
ich habe ja noch kaum gefrühstückt, sagt er sich.
wenn es so weitergeht, falle ich noch ganz vom fleisch.

tullipan schrieb am 13.3. 2009 um 22:18:51 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

es ist nicht eingeheizt.
das frühjahr kommt erst in langsamen zügen. kurze sonnige zeiten an tagen in denen es vorkommt.
behan schnappt sich eine tapetenrolle und wirbelt sie durch den raum.
so viel gibt es jetzt zu tun.
die narzissen lassen noch die blätter hängen.
für was er die aus dem mistkübel gepackt hat.
die sozialarbeiterin von wiener wohnen, die sie einfach in den mistkübel geworfen hat.
sie würden ja eh bloss eingehen hier, hat sie gesagt.
eine günstige gelegenheit für behan, wo er das glück hat im moment und sich beim verhausen gelegenheit gefunden hat gutes wissen aufzubauen über die vermischungen von konventionellem anbau und permakulturem anbau vor ort in einem grundstück das als versuchsgelände der universität für bodenkultur verwendet wird.
da nutzt nichts.
das hat behan im ersten moment schon da schon angenommen.
weiter wirbelt er mit der tapetenrolle herum.
du weißt gar nicht, wie gut das tut, keucht er mit hochrotem gesicht.
du bist bescheuert, entgegnet aurike aus der hängematte heraus.
kannst du dich nicht entspannen.
lass das sein mit dem herumgetanze.
verwende deine energien sinnvoller.
du könntest zum beispiel den geschirrspüler ausräumen.
langsam oder schnell, bedienstete.
scheinbar unzufriedene.
moment mal, gib mir zeit. du willst mich verarschen.
behan wirft sich lustvoll zu aurike ins bett.
wozu habe ich mich überhaupt soviel angezogen.
pah. du denkst du bist sexy.
aurike kichert und rollt in mit einem kraftvollen ellbogentritt aus dem bett auf den eisbärfellvorleger.

tullipan schrieb am 8.4. 2009 um 12:04:04 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

...und zündet das gerät an.
karl blickt fahrig um sich und lässt sich in das ledersofa fallen.
mit beiden händen umfasst er seine knie.
meine knie zittern, murmelt er kaum verständlich. warum bloss. warum.
behan hört nicht mehr hin. er langt hinter sich und nimmt das blatt papier, das auf der arbeitsplatte liegt.
mae hat mir einen brief geschickt, du weisst doch welche mae ich meine. hör zu, ich lese ihn dir jetzt vor. hörst du zu.
karl schliesst die augen, lässt seine beiden knie los und sagt verzückt. mae, oh mein gott, mae.
behan beginnt mit lauter klarer stimme zu lesen.
zürich, ein sommertag am fluss
ich war noch nie in zürich.
von klaren stadtwassern höre ich gern.
ja, der donaukanal ist fragmentarisch, immer noch.
das neueste wasserspiel das ich kenne ist am columbusplatz am stadtinneren , oder auch äusseren ende von der fuzo in favoriten, das kann ich jetzt nicht koordinatenmässig sagen.
von dem ende, wo die station der u-bahn 1 ist, die ganze fuzo durchgehen immer geradeaus bis zum anderen ende, wo dieses glasgebäude ist, dieses gebäude mit glasfront aus dem ein riesengrosses ei halb herausragt und wo ein grosser freier platz ist, ja. und in der mitte von dem platz, ein wenig hintangerückt, ist das für mich schönste, weil ich halt strassenmusikerin, hm, künstlerin bin immer noch tätig nach über zwanzig jahren von der maloche, und ich will es auch bleiben neben all den anderen dingen die für mich zum tun sind damit ein wenig mehr kann als bloss zu überleben, also...
dort ist diese wunderhübsche bühne, stein, mit zwei drei rundumlaufenden stufen auf dieses bigbandgrosse steinbühnenpodest zu steigen,ach. noch nie habe ich dort eine theatergruppe oder eine musikgruppe oder sonst was an sache erlebt, aber so oft war ich ja noch nicht dort.
ja, und da, wenn ich von dem steinpodest auf das gläserne ei sehe, so gross wie eine gartenhütte ist das ei mindestens, das da aus der fassade herausragt, so schön, und da sehe ich auf dem boden vor dem gebäude eine handvoll wasserfontänen heraussprudeln, ungefähr so hoch wie ich vielleicht, kleine sanfte wasserfontänen, das ich einfach durchrennen kann und gerade ein wenig nass werde von ein paar tropfen oder ich bleibe auch stehen wenn es heiss ist im sommer, so heiss, das ich schon alle meine klamotten durchgeschwitzt habe und,hm, na, alles will ich auch nicht so sagen, ja, dann bleibe ich einfach stehen in dem sprudelnden frischen wasserspiel bis ich ganz voll nass bin mit frischem nassen klaren wasser, ja, und ich denke mir nichts dabei ausser das ich mich jetzt an rotterdam erinnere und bilder auftauchen vor meinem inneren auge von dieser süssesten aller städte, die ich jemals besucht und belebt habe, rotterdam, du schöne.
beha, ich denke an dich in liebe, mae.

behan atmet tief durch und legt den brief sachte auf den tisch zurück.

tullipan schrieb am 3.3. 2009 um 13:23:27 Uhr zu

Erdhausbau

Bewertung: 1 Punkt(e)

Mußstampfer

Bezeichnung für nicht ganz schlanke Frauenbeine.

elendige verdammte scheiß schwulitäten
was hat er da gesagt. behan greift sich unwillkürlich an seinen schritt.
rundherum an den tischen verstummten die gespräche der anwesenden leute für eine kurze zeit und klangen zögernd wieder an.
behan lächelt nervös.
was hat die dozentin für feminismus eben gesagt, murmelte er halblaut in die runde.
einige frauengesichter sahen ihn mit angestrengten minen und wilden blicken an.
er nestelt an seiner seminarkarte.
noch drei tage, und schlimmer noch, drei nächte.
seine handflächen fangen an zu schwitzen. jetzt geht das schon wieder los.
gestern erst brauchte er sozialdienst, weil er beim aufstehen vom kaffeetisch über eine gebrauchte spritze stolperte.
wieso hat er nicht genau geschaut, bevor er sich an diesen tisch gesetzt hat.
gebrauchtes spritzbesteck ist ein ausschließungsgrund.
falls nicht unverzüglich medizinische betreuung in anspruch genommen wird. freiwillig natürlich.
das leben ist ein jammertal, denkt sich behan. wer macht das schon freiwillig und bezahlt auch noch dafür.
langeweile macht sich in seinem inneren breit. er möchte in den ruheraum, schlafen, sonst nichts. auf keinen fall will behan wieder die nerven verlieren müssen,, weil ihn irgendsoeine von den schwulen da auf dem seminartrip angrapscht, während er schläft und dann sich noch in aller herzlichkeit dazusetzen und einen kleinen flirt anfangen.
igitt. er braucht eine zigarette.

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