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brüskierter Baron schrieb am 30.8. 2026 um 11:28:58 Uhr über

Meinungsfreiheit

Nicht alle, die sich auf die Meinungsfreiheit berufen, meinen sie auch.
In einem ideal-rationalen Diskurs kämen manche Meinungen höchstwahrscheinlich gar nicht mehr zu Wort, weil sie seit Ewigkeiten widerlegt sind.

Die reale existierende Öffentlichkeit, die durch Massenmedien wie Internet, Totholz und Glotze hergestellt wird, ist aber so weit von einer ideal-rationalen Diskussion entfernt, dass diese Forderung idiotisch scheint.

Nehmen wir das Beispiel »Bedienungsloses Grundeinkommen«.
Dass diese Idee wirtschaftlich zum Scheitern verurteilt ist, da das Grundeinkommen notwendigerweise durch Inflation aufgefressen werden würde, wurde bereits zu den unseligen Zeiten der Piratenpartei zu Tode diskutiert. Alle paar Jahre kriecht wieder jemand aus einem Erdloch und wiederholt die selben, längst widerlegten Talkingpoints. Ich möchte dieser Person gar keinen individuellen Vorwurf machen. Sie selbst hat es quasi »grade erst für sich entdeckt«. Das Problem ist aber, dass die Diskussion darüber nicht hinweggeht, sondern den Mist aufgreift und es wieder diskutiert als wäre es eine ernsthafte Idee.
Generell. Es wird zum x-ten Mal über irgendwelche halbgaren Ideen zur Überwindung des Kapitalismus diskutiert, die alle schon längst historisch gescheitert sind. Diesmal wird »Freigeld« klappen. Oder vielleicht der Sozialismus.


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