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Witt-genstein. »Wir saßen zusammen, und unterhielten uns über Wittgensteins Traktate...!«
»Nein, kommen sie, was haben sie an diesem Abend WIRKLICH getan!!!?«
»Na gut, wir haben Bier getrunken!«
Darüber hinaus: Mein Geschichtslehrer in Erlangen, der gute Herr Metz (hat ein sehr gutes Buch über englische welfare measures geschrieben, und ein lustiges über Cromwell), hat ja einmal in Bezug auf den lieben Wittgenstein gemeint, weil der ja im ersten Weltkrieg vorgezogener Beobachter war (der Wittgenstein, nicht der Lehrer Metz), wo man so drei Kilometer vor der Front in Feindesland sitzt und per Geheimtelefon Koordinaten für den Artilleriebeschuss der eigenen Truppen durchgibt, also deswegen, weil das ein recht gefährlicher Posten ist, wo man einerseits natürlich jederzeit vom gegener zertötet werden kann, andererseits es aber auch gut möglich ist daß die eigene Artillerie einem auf den Dez fällt, na jedenfalls, weil Wittgenstein eben in der Zeit irgendwie wichtige Gedanken oder Werke gefaßt hat während er da in den italienischen Alpen zitternd herumgelungert ist, deswegen, also das hat der Lehrer Metz als Beispiel dafür genommen, daß sich die tiefen guten Gedanken meist unter extremer Anspannung oder Todesangst Bahn brechen.
Ich hingegen glaube daß das Unsinn ist, vor der Erfahrung der letzten Zwei Monate her, also, weißt schon, kann ich sagen daß das Unsinn ist. Wenn man erst einmal jeden Tag dasitzt, und das Streßadrenalin oder waswie einm an die Decke schießt, und man sich denkt Ogottogottogott, da ist man wirklich zu KEINEM vernünftigen Gedanken mehr fähig. Liebe Buben!
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