Fräulein
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»Frollein« hört sich doch immer wieder ulkig an.
Aber, wie sagt doch meine Arbeitskollegin zu alten Jungfern (auch Frolleins): Ungeöffnet zurück.
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| Der erste Text | am 15.12. 2000 um 14:38:36 Uhr schrieb gelb 22 über Fräulein |
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am 2.8. 2003 um 19:57:46 Uhr schrieb
am 5.2. 2004 um 00:25:13 Uhr schrieb
am 25.6. 2006 um 21:32:15 Uhr schrieb |
»Frollein« hört sich doch immer wieder ulkig an.
Aber, wie sagt doch meine Arbeitskollegin zu alten Jungfern (auch Frolleins): Ungeöffnet zurück.
Fräulein war in den 70ern eine übliche Bezeichnung für Lehrerin, da diese normalerweise nicht verheiratet waren. Meine (verheiratete) Mutter war Lehrerin. Abends rief mal eine Mutter einer Schülerin an und fragte meinen Vater:»Entschuldigung, is' ihr' Frau Fräulein?«.
Dieser Satz wurde in meiner Familie immer gerne zitiert, wenn in irgendeinem Zusammenhang das Wort »Fräulein« auftauchte. Zum Glück in den letzten Jahren nicht mehr so oft.
Eine beinahe in Vergessenheit geratene Anredeform.
Früher gab es das Fräulein vom Amt, im Cafe bestellte mann sein Kännchen heisse Schokolade beim Fräulein, und auch bei Formbriefen war sie zu finden: Herr/Frau/Fräulein.
Unvergessen ist das Fräuleinwunder. Die amerikanischen GI´s nannten die deutschen Mädchen so. Das hatte was charmant neckisches.
Als ich klein war, kannte ich noch alte Damen, die darauf bestanden, mit »Fräulein« angeredet zu werden. »Fräulein, bitte!« pflegten sie streng zu sagen, wenn jemand es gewagt hatte, sie mit »Frau« anzusprechen. Offenbar waren dieses Fräuleins sehr stolz darauf, 70 oder 80 geworden zu sein, ohne je einen Ehemann neben sich dulden zu müssen.
Vor 10 Jahren schleuderte eine Freundin jedem, der sie »Fräulein« zu nennen wagte, patzig entgegen: »Ich brauch keinen Mann, um Frau zu sein!«
Und heute scheinen manche junge Mädchen es zu genießen, wenn jemand Fräulein zu ihnen sagt. Mir kommt das seltsam vor.
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