Fräulein
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»Frollein« hört sich doch immer wieder ulkig an.
Aber, wie sagt doch meine Arbeitskollegin zu alten Jungfern (auch Frolleins): Ungeöffnet zurück.
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| Der erste Text | am 15.12. 2000 um 14:38:36 Uhr schrieb gelb 22 über Fräulein |
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am 5.2. 2004 um 00:25:13 Uhr schrieb
am 3.2. 2008 um 23:20:33 Uhr schrieb
am 22.3. 2010 um 19:16:07 Uhr schrieb |
»Frollein« hört sich doch immer wieder ulkig an.
Aber, wie sagt doch meine Arbeitskollegin zu alten Jungfern (auch Frolleins): Ungeöffnet zurück.
»Ich bin kein Fräullein!«
Das sagte ich schon 1986, als es darum ging, wie uns die Abi-Zeugnisse übergeben werden würden »Herr/ Frau/ Fräulein xy«. Man stelle sich vor: ich war nicht nur die erste Schülerin an unserer Schule [wie gesagt, 1986], die das nicht nur bemerkte, sondern sich auch dagegen wehrte. Nein - es gab sogar eine Mitschülerin, die auf dem Fräuleinn bestand!!! Auf meinen Prostest hin stellte sich dann heraus, dass das Kultusministerium schon lange einen Anti-Fräulein-Erlaß herausgegeben hatte. Hatte mal wieder
Eine beinahe in Vergessenheit geratene Anredeform.
Früher gab es das Fräulein vom Amt, im Cafe bestellte mann sein Kännchen heisse Schokolade beim Fräulein, und auch bei Formbriefen war sie zu finden: Herr/Frau/Fräulein.
Unvergessen ist das Fräuleinwunder. Die amerikanischen GI´s nannten die deutschen Mädchen so. Das hatte was charmant neckisches.
Als ich klein war, kannte ich noch alte Damen, die darauf bestanden, mit »Fräulein« angeredet zu werden. »Fräulein, bitte!« pflegten sie streng zu sagen, wenn jemand es gewagt hatte, sie mit »Frau« anzusprechen. Offenbar waren dieses Fräuleins sehr stolz darauf, 70 oder 80 geworden zu sein, ohne je einen Ehemann neben sich dulden zu müssen.
Vor 10 Jahren schleuderte eine Freundin jedem, der sie »Fräulein« zu nennen wagte, patzig entgegen: »Ich brauch keinen Mann, um Frau zu sein!«
Und heute scheinen manche junge Mädchen es zu genießen, wenn jemand Fräulein zu ihnen sagt. Mir kommt das seltsam vor.
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