Weisheit
Bewertung: 4 Punkt(e)Ich hoffe, dass ich im alter mal weise werde. Die Erkenntnis, dass ich mir manchmal sehr weise und wissend vorkomme, aber eigentlich noch viel zu wenig weiss ist wohl hoffenlich auch weise.
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| Der erste Text | am 9.11. 1999 um 12:45:12 Uhr schrieb Rüdiger über Weisheit |
| Der neuste Text | am 1.10. 2025 um 10:30:23 Uhr schrieb Christine über Weisheit |
| Einige noch nie bewertete Texte (insgesamt: 52) |
am 20.12. 2002 um 22:05:02 Uhr schrieb
am 4.3. 2003 um 14:34:09 Uhr schrieb
am 4.9. 2012 um 09:34:27 Uhr schrieb |
Ich hoffe, dass ich im alter mal weise werde. Die Erkenntnis, dass ich mir manchmal sehr weise und wissend vorkomme, aber eigentlich noch viel zu wenig weiss ist wohl hoffenlich auch weise.
Manche Leute sind schon in jungen Jahren weise. Das liegt wahrscheinlich daran, daß sie nie vergessen haben, wie weise sie als Kind waren.
Kinder werden nämlich meist schon mit einer gehörigen Portion an Weisheit geboren und vergessen diese mit der Zeit.
Weisheit ist nicht Intelligenz sonder Erkenntnis aus Intuition. Sie umfasst und befasst sich mit dem gesamten Kontext; während Intelligenz eher ein Werkzeug ist welches für alles verwendet werden kann befasst Weisheit sich damit alles gegebene einschließlich subjektiven Gespürs miteinzukalkulieren. Weisheit ist wesentlich wertvoller als bloße Intelligenz. Sie benötigt auch keine besonderen Schnelldenker.
Im alten Testament trat neben Gott zum Teil auch die personifierte Weisheit selbst auf. Eine literarisch-religiöse Figur, die wohl vom alten Orient übernommen (heute: geklaut) wurde.
Die Ägypter kannten diese Weisheit wohl auch in ihrer Weisheitsliteratur.
Von den Christen wird es als eine Art Hinweis auf Jesus interpretiert. Die heutigen Judaisten und Alttestamentarier sind da etwas lockerer. Sehen es zum Teil als Zeichen dafür, dass der Monotheismus der frühen Hebärer (so nennt man die Leutchen im alten Testament) nicht so ernst war wie der heutiger Gläubiger.
Das ist eine sehr interessante Entdeckung, besonders natürlich für Menschen, die ihre religiösen Überzeugungen auf die Texte der Bibel (und das heißt, auch das sog. »alten Testaments«) zurückführen. Für Anders- oder Ungläubige mag das berechtigterweise irrelevant sein.
Weisheit ist die Gelassenheit zu haben, die Dinge zu ändern, die man ändern kann und die Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann!
Eine der tiefsten Weisheiten, die je an mich weitergegeben wurden, war:
»Nicht alles, was machbar ist, muß deswegen auch gemacht werden.«
Je länger ich lebe und je mehr frühere Idiotien ich bereue und wünschte, ich könnte sie ungeschehen machen, desto sicherer weiß ich, daß endlose Weisheit in diesen Worten steckt.
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